G8 Demenzgipfel in London: Herausforderung Demenzerkrankungen

Die überall in der Welt zunehmende Zahl der Demenzkranken ist auch Thema des Gipfeltreffens von Vertretern der G8-Länder, das am 11. Dezember 2013 in London stattfindet. Dabei werden auch Vertreter der Selbsthilfeorganisationen teilnehmen, darunter Heike von Lützau-Hohlbein als Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft und der Dachorganisation Alzheimer Europe.

„Ich begrüße die Initiative des britischen Premierministers David Cameron, auf dem G8-Gipfel in London auch das Thema Demenz auf die Tagesordnung zu setzen. Demenz ist eines der wichtigsten gesundheitspolitischen Themen, nicht nur für die G8-Länder. Dabei sollten wir allerdings nicht vergessen, dass auch in den wohlhabenden G8-Staaten große Anstrengungen erforderlich sind, um die Gesundheitssysteme so zu gestalten, dass sie Demenzkranken und ihren Ange­hörigen die medizinische, pflegerische und soziale Betreuung bieten, die sie verdienen.“

Die Brisanz des Problems wird unterstrichen durch neue Statistiken, die die weltweite Dachorganisation Alzheimer’s Disease International (ADI) am 5.12.2013 veröffentlicht hat. Sie zeigen, dass die Zahl der Menschen mit Demenz weltweit höher ist und in den nächsten Jahrzehnten stärker ansteigen wird als bisher angenommen. Die Zahl der Demenzkranken liegt derzeit weltweit bei 44 Millionen und wird 2030 auf fast 76 Millionen und bis 2050 auf 135 Millionen steigen. Diese Zahlen liegen für 2030 um 15%, für 2050 um 17% höher als in den 2009 von ADI vorgelegten Berechnungen.

Die von Prof. Martin Prince (King’s College London) und Kollegen veröffentlichten Zahlen berücksichtigen erstmals aktuelle Studien aus China und den afrikanischen Ländern südlich der Sahara. Sie zeigen, dass der Anteil der Demenzkranken, die in Ländern mit mittleren und niedrigen Einkommen leben, künftig stark steigen wird. Die Gesundheits- und Sozialsysteme dieser Länder sind bisher nicht auf die kommenden Herausforderungen hinsichtlich Diagnose, Behandlung, Pflege und Unterstützung der Familien vorbereitet. ADI fordert die Regierungen der G8-Länder deshalb auf, sowohl nationale Aktionspläne aufzustellen, als auch weltweit zusammenzuarbeiten, um der globalen Herausforderung durch die zunehmende Zahl von Demenzerkrankungen zu begegnen.

Alzheimer’s Disease International: „The Global Impact of Dementia 2013-2050: http://www.alz.co.uk/research/G8-policy-brief

Zahlenangaben für Deutschland auf der Homepage der Deutschen Alzheimer Gesellschaft: Infoblatt zur Epidemiologie der Demenz

Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz
Friedrichstraße 236, 10969 Berlin
Tel. 030 / 259 37 95-0
Fax: 030 / 259 37 95-29
E-Mail: info[at]deutsche-alzheimer.de,
Internet: www.deutsche-alzheimer.de

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