Tiefkühlspinat mit Nitrat und Cadmium belastet

Tiefkühlspinat kann stark mit Nitrat und Cadmium belastet sein. Im „Edeka Blattspinat ausgewählte Spinatsorten“ fand das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST große Mengen an giftigem Cadmium. Der Lebensmittelhändler zeigte sich überrascht – und nimmt die belastete Charge aus dem Verkauf.

Einmal im Körper aufgenommen, reichert sich Cadmium an und wird nur sehr langsam wieder ausgeschieden. Eine dauerhaft erhöhte Aufnahme kann die Nieren und die Knochen schädigen. Acht weitere Proben waren in der ÖKO-TEST-Untersuchung ebenfalls mit Cadmium belastet – sie erfüllen aber noch die gesetzlichen Grenzwerte. Dennoch: Cadmium steckt nicht nur in Spinat, sondern auch in Getreideprodukten und anderen Gemüsen. Da kommt schnell mehr zusammen, als Experten als maximale Aufnahmemenge empfehlen.

Nächstes Problem: Insgesamt neun von siebzehn Testprodukten enthalten Nitrat, besonders stark belastet war Spinat aus konventionellem Anbau. Ein Grund dafür könnte der höhere Düngemitteleinsatz sein. Zudem ist mineralischer Dünger leichter verfügbar, sodass die Pflanzen punktuell mehr Nitrat aufnehmen. Im Magen-Darm-Trakt kann Nitrat zu Nitrit reduziert werden, aus dem durch Reaktion mit Eiweißstoffen Nitrosamine gebildet werden können, die im Tierversuch krebserregend sind. Landwirte und Frostereien prüfen das Gemüse zwar regelmäßig in den Tagen vor der Ernte – dennoch kann es unliebsame Überraschungen geben, wie die aktuelle ÖKO-TEST-Untersuchung zeigt.

Quelle: ÖKO-TEST

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: