Nachhaltige Landmanagement – Globaler Wandel im regionalen Kontext

Wie sich die Landnutzung verändert, untersuchen internationale Forscherteams in einem vom Bund geförderten Großforschungsprogramm an zwölf Standorten in der Welt. Das Begleitprojekt GLUES wagt den Spagat: Es vernetzt nicht nur die einzelnen Regionalprojekte des Förderprogramms, sondern betreibt auch selbst wissenschaftliche Analyse und damit Synthese. Der eigene Anspruch ist hoch: Das Projekt will zeigen, dass Land nachhaltig genutzt werden kann und muss!

Mit dem Wissenschaftsporträt zum Begleitprojekt GLUES ist die Reihe komplett, die in den letzten Monaten sämtliche zwölf der Regionalprojekte vorgestellt hat. Gefördert werden diese im Rahmen der Fördermaßnahme „Nachhaltiges Landmanagement“ (Modul A) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Das Förderprogramm „Nachhaltiges Landmanagement“ wird durch das wissenschaftliche Begleitvorhaben GLUES (Global Assessment of Land Use Dynamics, Greenhouse Gas Emissions and Ecosystem Services) übergreifend am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) koordiniert und begleitet.

„Einmal Politiker spielen und die Geschicke eines Landes zu lenken, davon träumen viele. Am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ in Leipzig haben Landschaftsökologen das Spiel LandYOUs entworfen, bei dem Spieler entscheiden können, wie viel Geld des Staatsbudgets sie in Naturschutz, Bildung, Aufforstung, Stadtentwicklung und die Förderung der Landwirtschaft investieren wollen. Je nachdem, welche Schwerpunkte sie setzen, beeinflusst das die Lebensqualität der Bevölkerung, sinken die Preise für Agrarprodukte, verschlechtert sich die Umweltqualität oder müssen Agrarprodukte importiert werden. Wer das zur Zufriedenheit des Volkes löst, kann nach fünfjähriger Amtszeit auf eine Wiederwahl hoffen – ansonsten droht das Ende der Politikerkarriere. Das Spiel ist nicht nur ein anspruchsvoller Zeitvertreib für Schüler und Studenten, es hat auch einen realen Hintergrund. »Mit dem Computerspiel lässt sich anschaulich zeigen, welche Folgen der Wandel in der Landnutzung für Gesellschaft, Biodiversität, Forst- und Landwirtschaft hat«, sagt Prof. Ralf Seppelt, Leiter des Departments Landschaftsökologie am UFZ.

Über 50 Millionen Euro für zwölf Projekte

Der 44-jährige Landschaftsökologe ist einer von rund 500 Forschern, die im Rahmen der Fördermaßnahme »Nachhaltiges Landmanagement« die Wechselwirkungen zwischen Landmanagement, Klimawandel und Ökosystemdienstleistungen rund um den Globus analysieren. Mit ca. 50 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) dafür bis zum Jahr 2017 zwölf Projekte in globalen Regionen. In diesen untersuchen internationale Forschungsteams, wie sich Landnutzungsänderungen etwa im Amazonas-Becken, den Steppen Sibiriens, im Okavango-Delta in Afrika oder entlang der Ost- und Nordseeküste auswirken.

Das vollständige Porträt von Benjamin Haerdle finden Sie unter http://nachhaltiges-landmanagement.de/de/mediathek/wissenschaftsportraets/

Wissenschaftsporträt Nr. 13 erscheint im Rahmen der Fördermaßnahme „Nachhaltiges Landmanagement (PDF)“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Es werden Akteure gesucht, die die Ergebnisse aus den Regionalprojekten gerne nutezn würden. Kontakt unter:  www.nachhaltiges-landmanagement.de/glues

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