WELTWASSERTAG 2014 in Heddesheim – Gift im Trinkwasser der Gemeinde?

"Wir können jeden mörderischen Mechanismus, der Menschen tötet, sei es Wasserverseuchung oder Nahrungsmittelspekulation, stoppen. Solange wir schweigen, sind wir die Komplizen der Mörder." Jean Ziegler - Menschenrechtsrat UN

„Wir können jeden mörderischen Mechanismus, der Menschen tötet, sei es Wasserverseuchung oder Nahrungsmittelspekulation, stoppen. Solange wir schweigen, sind wir die Komplizen der Mörder.“             Jean Ziegler – UN Menschenrechtsrat

Der Weltwassertag wird seit 1993 jährlich am 22. März begangen. Er steht in jedem Jahr unter einem anderen Thema. Der Weltwassertag ist ein Ergebnis der UN-Weltkonferenz über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro. Die UN-Generalversammlung hat den Weltwassertag in einer Resolution vom 22. Dezember 1992 (A/RES/47/193) ausgerufen.

Die quantitativ bessere Versorgung mit Trinkwasser ist eine der drei Vorgaben der „Milleniums-Entwicklungsziele (MDGs)“ der Vereinten Nationen für das Ziel „Nachhaltigkeit der Umwelt sicherstellen“: Vorgabe 10 lautet: „Bis 2015 die Anzahl derjenigen zu halbieren, denen dauerhaft Zugang zu sicherem Trinkwasser und zu sanitären Einrichtungen fehlt“. Mehr zu den MDGs auf den Internet-Seiten der UN: Vorgaben und Ziele.

Heute ist Weltwassertag. Was werden wohl zukünftige Historiker / Heimatforscher über unsere Zeit schreiben? Darüber wie wir bereit waren unsere Kinder und Enkelkinder zu opfern? Wie wir mit falschen Versprechungen, gestützt durch fehlerhafte Wissenschaft, die zukünftige Generation verseucht haben? Wie wir mit Glyphosat und gentechnisch veränderten Pflanzen private Handelsunternehmen und „Energielandwirte“ am Leben erhalten haben?

Wasser ist die Todesursache Nummer eins. Es sterben mehr Menschen an vergiftetem bzw. verseuchtem Wasser als an Infektionen wie HIV. Täglich sterben weltweit über 3000 Kinder an Durchfall, der durch schlechte Hygiene verursacht wird. Wir spielen mit dem Grundelement unseres Lebens, wenn wir es zulassen, dass Wasser als Allgemeingut vergiftet wird. Ein großes Umweltproblem ist der Wassertransport. 1,5 Milliarden Barrel Rohöl werden nur für die Produktion der Plastikflaschen verwendet. Nur 25% davon werden recyclet – der Rest schwimmt im Ozean als Plastiksee – genannt  „Great Pacific Garbage Patch„. Welch ein Wahnsinn! Wenn sich die Heddesheimer Wasserqualität (Nitrat unter 10 mg) verbessert, könnten Unmengen an Plastikflaschen eingespart werden. Öl welches die Enkelkindergeneration dringend benötigt.

Die WHO empfiehlt einen Nitrat-Grenzwert von 25mg je Liter Wasser. Für Kinder beträgt der Wert 10mg. Die Nitrat-Werte im Heddesheimer Trinkwasser überschreiten diesen Wert um ein vielfaches. Der aktuelle Nitratgehalt liegt bei ca. 48mg. Laut Bürgermeister und Redaktion vom Mannheimer Morgen ist das ein „gutes Trinkwasser“! Die IOWA Gesundheitsstudie belegt etwas ganz anderes. Von einem erhöhten Nitratwert geht eine beträchtliche Gesundheitsgefahr aus. Auszüge der Studie können Sie hier ( PDF) nachlesen.

Am 2. Juli 2013 wurden potentiell gefährliche Nitratwerte in der Stadt Des Moines (Iowa, USA) gemeldet. Der Nitratwert lag bei 24mg Nitrat. Meldungen dazu finden Sie bei KCCI NEWS und bei Source Water News.

„Untreated high levels of nitrates in drinking water have been linked to blue baby syndrome, as well as to various cancers and miscarriages. The federal limit is 10 milligrams per liter nitrate in drinking water; both rivers have posted readings in the range of 20 milligrams per liter.  The Raccoon River hit 24 milligrams per liter this week; the previous record was 22. The Des Moines was just under 18; the record was 14.2.“

Ab dem 24.03.2014 ist der Nitragehalt im Heddesheimer Trinkwasser 78mg. Eine Gefährdung wird allerdings nur für Kinder gesehen. Einwohner, Kranke und Tiere dürfen das Wasser weiter trinken? Wurden die Unternehmen die im Heddesheimer Gewerbegebiet angesiedelt sind darüber informiert? Nach einigen stichprobenartigen Anfragen ein eindeutiges Votum: keine Info seitens der Wasserversorger. Warum werden die Verursacher eigentlich nicht zur Rechenschaft gezogen? Einen Leserbrief hatte ich bereits an den Mannheimer Morgen gesendet. Eine Reaktion der Gemeindeverwaltung / Wasserversorgungsunternehmen ist bis heute nicht erfolgt.

Landwirtschaft ist keine Wirtschaft der „Agrar-Chemie“ – sondern der Ökologie!

Heddesheim Schulweg: Glyphosat (Roundup) im Einsatz?

Heddesheim Schulweg: Glyphosat (Roundup) im Einsatz?

Glyphosat ändert die Bodenökologie – tötet viele wichtige Bakterien – und verschafft anderen Bakterien einen Wettbewerbsvorteil. Es macht die Pflanzen besonders anfällig für „Bodenkrankheiten“ – insbesondere für Wurzelfäule. Eine neue Studie aus Brasilien (März 2014) hat einen bisher unbekannten Wirkmechanismus von Glyphosat (Roundup®) gezeigt:

Taken together, these results demonstrated that Roundup® might lead to excessive extracellular glutamate levels and consequently to glutamate excitotoxicity and oxidative stress in rat hippocampus.“ (Übersetzung: Zusammenfassend zeigen die Ergebnisse, dass Roundup® den Glutamatspiegel erhöhen kann, was zu einer Glutamatexotoxizität und zu oxidativen Stress im Hippocampus (Hirn) der Ratte führen kann.).

Beim Menschen führt oxidativer Stress zu einer „neuartigen westlichen“ Krankheit. Diese nennt sich Alzheimer. Die Studie „Oxidative stress in Alzheimer’s disease hippocampus“ belegt dies eindeutig.

Fazit: Die Verursacher sind einfach zu lokalisieren. Können diese nicht zur Verantwortung herangezogen werden? Wir alle müssen uns stärker bewusst machen, wie jeder Einzelne die Qualität des Wassers und damit auch die eigene Gesundheit beeinflusst.

Bürger warnen Bürger - Blaukorn auf dem Rasen und Gehweg!

Bürger warnen Bürger – Blaukorn auf dem Rasen und Gehweg!

Blaukorn Schulweg

Blaukorn auf dem Schulweg (Werderstraße / Heddesheim)

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