„Tag gegen Lärm“: Wissensgesellschaft braucht Ruhe

 

Mit dem Thema »Lärm macht krank« eröffnete die »Wissenschaftsdebatte« http://www.wissenschaftsdebatte.de mit ihrer Live-Debatte am 14. Februar die Online weitergeführte Debatte, die bis jetzt andauert http://www.wissenschaftsdebatte.de/?category_name=veranstaltung_larm. Sie gipfelte in einem Lärm-Memorandum und in Thesen zur Lärmwirkungsforschung.

Lärm nervt seit Jahrhunderten. Erste Anti-Lärm-Gesetzte gab es schon vor über 100 Jahren in New York, London und auch in Nürnberg. Seit 15 Jahren fließen jährlich Millionenbeträge in die Lärmforschung.

Doch leiser geworden ist es nicht.

Das liegt nicht nur an dem stetig zunehmenden Lieferverkehr im Zeitalter der Online-Bestellungen mit Rücksende-Garantie. Auch die Minderungsmaßnahmen vor allem beim Schienen- und Flugverkehr verlaufen schleppend und erhöhen den Lärmpegel. Zudem kommen neue Lärmquellen hinzu, die Forscher, Ingenieure und Planer nicht auf der Rechnung hatten, wie beispielsweise Infraschall von Windkraftwerken.

Es ist unbestritten, dass Lärm krank macht. Doch ob er auch als störend empfunden wird, ist ein höchst individuelles Gefühl. Da kommen selbst seriöse wissenschaftliche Untersuchungen zu widersprüchlichen Ergebnissen.

Schutz vor Lärm ist auch die Voraussetzung für eine funktionierende Wissensgesellschaft. Denn Lärm stört die Konzentration und das Lernen, die Basis für den Umgang mit Wissen und Innovation.

Diese Fragen und Einsichten sind Themen der öffentlichen Online-Lärm-Debatte auf der »Wissenschaftsdebatte« http://www.wissenschaftsdebatte.de/?category_name=veranstaltung_larm. Initiiert wurde sie von der Journalistenvereinigung für Technisch-Wissenschaftliche Publizistik TELI am 14. Februar 2014 während der Veranstaltung »Wissenschaftsdebatte live: Lärm macht krank« im Rathaus der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Die Teilnehmer dieser Veranstaltung stimmten einem »Lärm-Memorandum« zu, in dem vor allem mehr Transparenz und Beteiligung bei der Planung neuer Lärm erzeugender Verkehrswege gefordert wird. Das Memorandum erinnert aber auch die Entscheidungsträger daran, ihre Zusagen zur deutlichen Lärmminderung einzuhalten und darüber öffentlich Rechenschaft abzulegen: http://www.wissenschaftsdebatte.de/?p=4661

In den »Thesen zur Lärmwirkungsforschung« http://www.wissenschaftsdebatte.de/?p=4650 fordert der Lärmpsychologe Dirk Schreckenberg, einer der Redner auf der Veranstaltung »Wissenschaftsdebatte live«, dass die Lärmwirkungsforschung ganzheitlicher und interdisziplinärer ausgerichtet sein sollte und vor allem frei und unabhängig von spezifischen Interessenslagen.

Auf Grund der Beiträge in der Veranstaltung »Wissenschaftsdebatte live« und der nachfolgenden Online-Debatte zum Thema Lärm unterstützt die TELI den 17. Tag gegen den Lärm am 30. April 2014 http://www.tag-gegen-laerm.de

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