Buchempfehlung: Elisabeth Kübler-Ross – Interviews mit Sterbenden

Das Standardwerk der Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross

„Wir haben die Patienten gebeten, unsere Lehrer zu werden, damit wir mehr als bisher über die Endstationen des Lebens wissen, über seine Ängste, Sorgen und Hoffungen. Ich berichte hier einfach die Geschichte der Patienten, die ihre Kämpfe, Erwartungen und Enttäuschungen mit uns teilten.“ (Elisabeth Kübler-Ross)
Das Standardwerk der Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross, das die Sicht auf Tod und Sterben revolutionierte. Hier beschreibt sie die fünf Phasen des Sterbens: von der Leugnung über die Wut bis zur letztlichen Zustimmung in das Unausweichliche. Sie zeigt anschaulich, was Sterbende wirklich bewegt und macht deutlich, wie wichtig es ist, in Kontakt und im Gespräch zu bleiben. Ein Klassiker, der die ermutigende Einsicht vermittelt, dass die Beschäftigung mit dem Thema das eigene Leben kostbarer macht. Mit einer ausführlichen Einleitung des Palliativmediziners Christoph Student.

Verlag Kreuz
Aufl./Jahr: 1. Aufl. 2014
Format: 12,5 x 20,5 cm,
304 Seiten,
Gebunden mit Schutzumschlag und Leseband
ISBN 978-3-451-61314-2
€[D] 22,-

Langzeitschäden durch „harmloses“ Virus: Studie belegt Folgen von HCMV-Infektionen

as weit verbreitete Humane Cytomegalievirus (HCMV) begünstigt das Entstehen von Arteriosklerose und kann langfristig Herz- und Kreislauferkrankungen verursachen. Forscher zeigen in einer neuen Studie, auf welchem molekularen Weg die Infektion zu chronischen Erkrankungen des Gefäßsystems beiträgt.

Münster (mfm/tw) – Verbreitet, aber nicht harmlos: Etwa die Hälfte der Deutschen hatte mindestens einmal Kontakt mit dem Humanen Cytomegalievirus (HCMV); die Infektion bleibt meist unbemerkt. Nur selten führt das Virus zu schweren Infektionen. Langfristig kann das vermeintlich harmlose Virus allerdings Herz- und Kreislauferkrankungen verursachen, was Forscher des Exzellenzclusters Cells in Motion (CiM) an der Universität Münster – mit Kollegen aus Ulm und Maastricht – näher untersuchten. Die Forschungsergebnisse hat nun das Fachjournal „Cardiovascular Research“ veröffentlicht.

„Das gesamte Herz-Kreislauf-System des Menschen ist mit Endothelzellen ausgekleidet“, erläutert der Kardiologe und CiM-Forscher Prof. Johannes Waltenberger, einer der Hauptautoren des Artikels: „Diese Zellschicht hat viele wichtige Funktionen, unter anderem für den Stoffaustausch zwischen Blut und Gewebe, die Blutdruckregulation und das Immunsystem. Wir haben herausgefunden, dass HCMV einen wichtigen Signalweg blockiert.“ Der sogenannte Vaskuläre Endotheliale Wachstumsfaktor (VEGF), der die Vitalität und Regenerationsfähigkeit des Endothels erhält, wird so funktionell außer Kraft gesetzt. Die Folge: Das Endothel kann nicht mehr ausreichend regenerieren, die Kommunikation der Zellen untereinander wird unterbrochen.

HCMV begünstigt dadurch das Entstehen der Arteriosklerose (Arterienverkalkung), die langfristig zu Schlaganfällen und Herzinfarkten führen kann. „Die neuen Erkenntnisse erklären auf molekularer Basis, wie schleichende Virusinfektionen zum Zellschaden und somit letztlich zu chronischen Erkrankungen des Gefäßsystems beitragen“, fasst Waltenberger zusammen. Der Fachartikel ist kostenfrei online abrufbar (Link: http://cardiovascres.oxfordjournals.org/content/early/2014/09/16/cvr.cvu204).

Publikation:

Reinhardt, Barbara et al. (2014): Human cytomegalovirus infection impairs endothelial cell chemotaxis by disturbing VEGF signaling and actin-polymerization. In: Cardiovascular Research. Online veröffentlicht am 16. September 2014. Doi: 10.1093/cvr/cvu204