Einzigartige Feldstudie zeigt: Pestizide schaden den Wildbienen

Zum ersten Mal hat ein Forschungsprojekt untersucht, wie das Neonicotinoid Clothianidin wirkt. Honigbienen und Wildbienen wurden in einer Agrarlandschaft untersucht. Die Studie zeigt, dass  Pflanzenschutzmittel einen starken negativen Einfluss auf die Wildbienen haben. Neonicotinoide sind Beizmittel das im Raps verwendet wird, um die jungen Pflanzen gegen Flohkäfer zu schützen. Seit 2013, ist diese Art von Pestiziden in der EU für die Kulturen, die attraktiv für Bienen sind eingeschränkt. Die Forschungsergebnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift NATURE veröffentlicht. Sie zeigen, dass das Insektizid einen negativen Einfluss auf die Wildbienen hat. Dies ist eine ernste Angelegenheit, da Wildbienen eine wichtige Rollel bei der Bestäubung von Nutzpflanzen spielen. Wildbienen umfassen Hummeln und Solitärbienen. „Wir sahen eindeutige negative Auswirkungen auf das Wachstum von Hummelkolonien, die sich in der Umgebung von behandelten Rapsfeldern aufhielten“, sagte Major Rundlöf von der Universität Lund ( Verantwortlich für die Feldstudie). Allerdings fanden die Forscher keinen negativen Einfluss auf das Koloniewachstum von Honigbienen gefunden. Die Studie zeigt die Notwendigkeit für neue Wege, um Risiken im Zusammenhang mit der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln zu bewerten. Quelle: Forscher von der Universität Lund und der schwedischen Universität für Agrarwissenschaften haben in Zusammenarbeit mit dem Zentralamt für Landwirtschaft die Auswirkungen der Neonicotinoide Clothianidin auf Haus- und Wildbienen in Schweden untersucht.

—- Anmerkung:

Bei der Hauptversammlung des Heddesheimer Bauernverbandes, betonte der Vorsitzende Rupert Bach den verantwortungsvollen Umgang der Landwirte mit Boden und Tierwelt. „Nichts ist stärker als der Wandel, und dem müssen die Landwirte sich stellen. Mit Ideologie und Wunschdenken kann man in der Landwirtschaft nicht überleben“, soweit sein Zitat im Mannheimer Morgen (18.04.2015). Willkommen in der Realität der „Heddesheimer Agraindustrie“! Auch hier in Heddesheim verschwindet das fruchtbare Land (Humus) in Folge einer agrotechnischen Großindustrie. Machtvoll wird die Verödung und Vergiftung unserer wertvollen Kulturlandschaft vorangetrieben. Wieviel Gift soll noch auf die Felder ausgebracht werden? Wie weit dringt der Pestizid-Abdrift in die Wohnungen und Wohnhäuser? Man bekommt den Eindruck, dass der „moderne“ Agro-Bauer dem Leben entfremdet ist. Bodenlos ist er anscheinend geworden.

„Wie können wir den Mut haben in einer Welt zu leben, wo die Liebe durch eine Lüge ausgelöst wird und nur aus dem Bedürfnis besteht, unser Leiden von denen lindern zu lassen, die es uns zugefügt haben“, soweit das Zitat von Marcel Proust. Die spannende Frage ist demnach: Wie können Landwirte realsitisch mit diesem von ihnen verursachten Problemen
umgehen, wenn ihre Sicht durch ein reduziertes Bewusstsein bestimmt wird? Mit anderen Worten: Existiert noch Empathie oder lohnt sich diese nicht mehr?

Wissenschaftler an der Universität Newcastle (Dublin/Irland) haben eine erschreckende Untersuchung in Nature veröffentlicht:

„Noch schlimmer ist, wir haben jetzt Beweise, dass Bienen lieber mit Petiziden kontaminierte Pflanzen essen. Neonicotinoide verursacht im Bienengehirn die gleichen Schädigungen, wie die Zerstörungen im menschlichen Gehirn durch Nikotin. Tatsache ist das Bienen eine Vorliebe zeigen für Pflanzen die mit Neonictinoiden kontamiert sind. Deis belegt, dass Neonicotinoide wie Drogen wirken. Wenn Bienen auf Futtersuche sind, bevorzugen sie Nektar der Neonicotinoide enthält. Dadurch entsteht ein negativer Domninoeffekt mit fatalen Auswirkungen auf die ganze Kolonie!, soweit die Erklärung von Prof. Geraldine Wright, Neurowissenschaftlerin an der Universität Newcastle.

Sieht so ein Verantwortungsvoller Umgang mit dem Boden aus? Ist das der „agro-natürliche Generationenvertrag“: Erst Gift, dann Profit und dann die nächste vergiftete Generation?

Heddesheim - April 2014

Heddesheim – April 2014

Ein Blick nach Frankfurt lohnt sich : http://www.dottenfelderhof.de

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