Buchempfehlung: Mani Bhaumik: Codename Gott

Dies ist die schier unglaubliche Geschichte des Physikers Mani Bhaumik, der es aus den indischen Slums auf den Gipfel von wissenschaftlichen Ehren und Reichtum schaffte, um schließlich allem Glamour den Rücken zu kehren und nach Wahrheit und Menschlichkeit zu streben.

Die Biographie des Physikers Mani Bhaumik ist nicht nur in Indien zum Inbegriff einer unter härtesten Bedingungen gelungenen Karriere und er selbst zum Vorbild für viele aufstrebende junge Menschen geworden: Als Angehöriger einer niedrigen Kaste in den indischen Slums geboren, schaffte er es an die University of California und an das berühmte Northrop Corporate Research Laboratory, wo er als dessen Direktor mit seinem Team die Laser-Technologie für Operationen am Auge entwickelte. Diese Erfindung revolutionierte die Augenheilkunde und brachte ihm ein Dasein in Überfluss inmitten der Schönen und Mächtigen. In diesem Buch beschreibt er seine Erfahrungen auf dem langen Weg vom vergessenen bengalischen Dorf in den Glamour des Hollywood-Vororts Bel Air, einem Weg, der ihm alle Energie, Verzichtbereitschaft und Durchsetzungskraft abverlangte, und er erzählt, wie es ihm letzten Endes gelang, sich dem hohlen Prestigedenken und Konsumwahn der westlichen Gesellschaft zu entziehen und zu einem Leben zurückzufinden, das geprägt ist von der Suche nach Wahrheit und Menschlichkeit.

Dr. Mani Bhaumik, geboren in Bengalen als Angehöriger einer niedrigen indischen Kaste. Enge Verbindung zu Mahatma Ghandi. Besuch der Universität von Kalkutta. 1959 Sloan Foundation Fellowship für die Universität von Kaliforien (UCLA). Seit 1968 Laser-Forschungen am Northrop Corporate Research Laboratory. Zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen, zahlreiche internationale Ehrungen. Bhaumik ist Präsident von „Cosmogenics.org“, einer Non-Profit-Organisation, die sich der Ausbildung junger Menschen und der wissenschaftlichen Erforschung des Universums widmet.

Seiten: 224
Format: 13,4 × 21,5 cm
ISBN: 978-3-902406-85-9
21,90 €uro

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Geschäftsidee: Das Beste aus zwei Toilettenwelten vereint

Die vom Schweizer Wasserforschungsinstitut Eawag und dem Wiener Designbüro EOOS entwickelte «Blue Diversion»-Toilette wird von der Internationalen Wasserorganisation IWA mit dem Innovationspreis für die beste angewandte Forschung ausgezeichnet. Jetzt sucht das Team einen Industriepartner und Investoren, damit die Blue Diversion in grösserer Stückzahl hergestellt werden kann.

Die International Water Association (IWA) wählt die Blue Diversion im Sektor Europa/Westasien zum innovativsten Projekt in der Kategorie Angewandte Forschung. Damit ist das Projekt qualifiziert für den weltweiten Wettbewerb der IWA, dessen Preise im September am Weltwasserkongress in Portugal verliehen werden. Die Innovationspreise werden alle zwei Jahre vergeben. Die IWA will damit besonders nachhaltige Ansätze im Wassermanagement auszeichnen.

Wasserspülung ist nicht das Ein und Alles

Das WC – die wassergespülte Toilette – hat sich in den Industrieländern etabliert. Doch die vordergründig elegante Lösung aller sanitären Probleme trügt: Vielerorts ist kein Leitungsnetz oder gar nicht ausreichend Wasser zum Spülen vorhanden, ganz zu schweigen von einer aufwändigen Kanalisation und zentralen Abwasserreinigungsanlagen. Umgekehrt wurde die Grubenlatrine seit 200 Jahren kaum weiterentwickelt. Die Folgen davon: 2.5 Milliarden Menschen weltweit haben keinen Zugang zu einer anständigen Toilette. Urin und Fäkalien belasten Hygiene und Umwelt, statt dass die darin enthaltenen Wertstoffe wiederverwendet werden.

Trockentoilette – aber doch etwas Wasser

Im Rahmen der Reinvent The Toilet Challenge (RTTC), ausgeschrieben von der Bill & Melinda Gates Foundation, hat jetzt ein Team aus Schweizer Wasserforschenden und Designern aus Österreich eine komplett neue Toilette entwickelt, die Blue Diversion. Basis der Idee ist eine Trockentoilette mit separater Sammlung des Urins. Weil existierende Modelle weder hygienisch befriedigen, noch bei den Benutzerinnen und Benutzern beliebt sind, hat das Team die Toilette ergänzt mit einem eigenständigen Wasserkreislauf: So ist Wasser vorhanden, um die Schüssel sauber zu halten, um sich die Hände zu waschen und (über eine Duschbrause) auch für die Analhygiene, wie sie z.B. in vielen asiatischen Ländern betrieben wird. Das Wasser wird an Ort biologisch behandelt und über eine Schwerkraft betriebene Membran von krankheitserregenden Keimen befreit. Ein solar betriebene Elektrolyse verhindert dank der Produktion von Chlor das erneute Aufwachsen unerwünschter Bakterien im rezyklierten Wasser.

High- und Low-tech kombiniert

Blue Diversion verlässt damit sowohl herkömmliche low-tech Lösungen als auch alle auf Kanalisations- und Wasseranschluss angewiesenen Systeme. Dank des frühzeitigen Einbezugs von Designern und der breiten Abstützung sowohl an der Eawag als auch international ist ein Produkt am Entstehen, das die Bedürfnisse der Nutzer sehr gezielt erfüllt. Statt high- und low-tech Ansätze gegeneinander auszuspielen, kombiniert Blue Diversion die Vorteile aus beiden Bereichen, was eine zuverlässige und nachhaltige Funktion ermöglicht. Dies auch deshalb, weil von Anfang an darauf geachtet wurde, dass die Toilette industriell einfach produziert werden kann. Die Unterstützung der Firma Tribecraft (ursprünglich ein ETH spin-off) ist dabei sehr wertvoll gewesen. Gleichzeitig stellt ein Geschäftsmodell sicher, dass Blue Diversion auch in strukturschwachen Ländern ohne Subventionen funktionieren wird: Dazu zählen u.a. ein Sammelsystem für Urin und Fäkalien sowie semizentrale Verwertungsanlagen, die Dünger und Biogas produzieren.

Erste Praxistests sind mit einem «Null-Modell» in Uganda erfolgreich durchgeführt worden. Weitere Tests mit echten Prototypen sowie Optimierungen in der Produktion und beim Energieverbrauch laufen zur Zeit. Noch diesen Monat wird die Bill & Melinda Gates Foundation entscheiden, ob sie das Projekt im Rahmen der RTTC weiter fördert. Unabhängig davon sucht das Forscher- und Entwicklerteam der Blue Diversion nun Industriepartner und Investoren, um eine grössere Stückzahl der genialen Toilette produzieren und weitere Erfahrungen sammeln zu können.

http://www.bluediversiontoilet.com/

Baustoff aus Rohrkolben punktet durch vielfältige Qualitäten

Als Wasserpflanze ist Typha gegen Feuchtigkeit bestens gewappnet. Gerbstoffe schützen ihn vor Schimmel und der Aufbau der Blätter macht ihn leicht und stabil. Aufgrund der vielen positiven Eigenschaften entwickelte die Firma typha technik Naturbaustoffe in enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern des Fraunhofer IBP eine magnesitgebundene Dämmplatte aus Rohrkolben, die alle Qualitäten des Rohrkolbens vereint. Sie ist belastbar, schimmelresistent, hochdämmend, energiearm in der Herstellung, rein biologisch und nachhaltig. Das ist der Grund für die Standortinitiative »Deutschland – Land der Ideen« und die Deutsche Bank den Baustoff als »Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen« zu würdigen.

Rohrkolben (lat. Typha) wird schon seit langem für verschiedene Zwecke verwendet, wie zur Reinigung von Abwässern in Kläranlagen, zum Entgiften von Böden, als Rohstoff für handwerkliche Flechtarbeiten, als Nahrungsmittel oder in der traditionellen Medizin als Heilpflanze bei verschiedenen Erkrankungen. Als Baustoff punktet Typha ebenfalls: Die daraus hergestellte Dämmplatte verfügt über eine geringe Wärmeleitfähigkeit von 0,055 W/mK (Watt pro Meter und Kelvin). Sie bietet einen guten Brand-, Schall- und Wärmeschutz und ist relativ diffusionsoffen, aber ausreichend dicht, um bei den meisten Anwendungen auf eine Dampfbremse verzichten zu können. Vor allem ist das Material in Richtung der Plattenebene mit hohen Drücken belastbar.

Nutzen für Bau und Umwelt

Doch trotz der zahlreichen Vorzüge von Typha wird der Baustoff aus der Natur bislang noch nicht im größeren Stil verbaut und industriell verwertet. Rohrkolben wächst in großen Beständen vor allem in Osteuropa, vornehmlich in Rumänien und Ungarn. In Deutschland jedoch wird die Feuchtgebietspflanze nicht kultiviert, sie müsste also extra importiert werden. Dabei gäbe es hierzulande geeignete Anbauflächen. Beispielsweise ließen sich trockengelegte Niedermoore, die jahrzehntelang landwirtschaftlich genutzt wurden, durch den Anbau von Typha regenerieren. Zugleich bieten Rohrkolbenflächen Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen. Typha ist außerdem sehr schnellwüchsig und lässt sich leicht verarbeiten. Die Blätter werden zunächst längs in stabförmige Partikel aufgetrennt und auf die richtige Länge von rund sieben Zentimeter gekürzt. Anschließend werden sie in einer Trommel mit einem umweltfreundlichen mineralischen Kleber eingesprüht und in eine Presse gebracht.

Aufgrund der vielen positiven technischen Eigenschaften und der vollständigen Rückführbarkeit in den Stoffkreislauf sind die Entwicklungsmöglichkeiten von Typha vielfältig. Wegen der hohen Biegesteifigkeit bei gleichzeitig geringem Gewicht kann das Material für Dachkonstruktionen oder als Leichtbausandwichelement für Fußböden und Zwischendecken verwendet werden. Auch Türblätter, Fenster- und Türstürze lassen sich damit gestalten, ebenso ist der Ersatz von Holzbalken möglich. Selbst die Putzarmierung mit Samenschirmchen haben die Forscher des Fraunhofer IBP realisiert, indem sie Samenschirmchen der Rohrkolbenpflanze in Lehmputz vermischten, um so die Bildung von Rissen zu vermeiden.

Balance zwischen Effektivität und Nachhaltigkeit

Prof. Dr. Klaus Sedlbauer, Leiter des Fraunhofer IBP, und Werner Theuerkorn von der typha technik Naturbaustoffe haben den Preis als »Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen« gemeinsam bei den Feierlichkeiten im Fraunhofer-Forum in Berlin entgegen genommen: »Aufgrund seiner vielen positiven Eigenschaft ist der Rohrkolben ein hervorragender biologischer Baustoff. Im Grunde könnte man ein komplettes Gebäude aus Typha bauen. Wir freuen uns daher sehr, dass die Standortinitiative ‚Deutschland – Land der Ideen‘ und die Deutsche Bank mit dieser Auszeichnung unser gemeinsames Engagement auf diesem Gebiet würdigen.«

Katrin Zarzewski von der Deutschen Bank sagte hierzu: »Mit ihren innovativen Baustoffen liefern uns typha technik Naturbaustoffe und das Fraunhofer-Institut für Bauphysik eine überzeugende Antwort auf die Herausforderung, effektive Materialien und Nachhaltigkeit in eine bessere Balance zu bringen. Typha hat das Potenzial, zu einem Markenzeichen modernen Bauens zu werden.«


Weitere Informationen:

http://www.ibp.fraunhofer.de
http://www.typhatechnik.com

Buchempfehlung: Der große Beutezug – Chinas stille Armee erobert den Westen

Chinas weltweiter Einfluss auf Wirtschaft und Politik wächst in rasantem Tempo. Schmuggel, Korruption und die Unterstützung von Diktaturen gehören zum Instrumentarium des Regimes, das seine Interessen mit Gewalt vertritt und seinen Rohstoffhunger rücksichtslos befriedigt. Im Ausland wird China unterstützt von einem Heer von Chinesen. Diese „stille Armee“ besteht aus unscheinbaren Händlern, die die billigen Arbeitskräfte vor Ort gnadenlos ausbeuten, und Arbeitern, die unter unmenschlichen Bedingungen schuften. Juan Pablo Cardenal und Heriberto Araújo haben zwei Jahre lang 25 Länder bereist und liefern eine schockierende Analyse, wie China seine Expansion vorantreibt – und was das für uns bedeutet.

Autoren: Juan Pablo Cardenal, Jahrgang 1968, berichtet seit 2003 über China und die Region Asien-Pazifik, zunächst von Shanghai aus als Korrespondent für „El Mundo“, später dann von Singapur und Beijing aus für „El Economista“. Er lebt derzeit in Hongkong.Heriberto Araújo, Jahrgang 1983, lebt seit 2007 in Beijing und arbeitete zunächst als spanischer Korrespondent für die Nachrichtenagentur AFP, seitdem als freier Reporter für französische und spanische Medien.

390 Seiten
ISBN: 978-3-446-43871-2
Fester Einband (Pappband)
€ 24,90

Buchempfehlung: Dr. Vandana Shiva – Jenseits des Wachstums

»Shivas Rolle ist die der Mahnerin, die den blind Fortschrittsgläubigen den Spiegel vorhält und den Armen eine Stimme verleiht. Als diese ist sie unersetzlich.«
Der Bund

Essenz einer herausragenden Denkerin

Im 21. Jahrhundert plündert eine dem grenzenlosen Wachstum verpflichtete globalisierte Wirtschaft die Erde und ihre Ressourcen in schier unersättlicher Weise: Weltweit werden Wälder, Wasser, fruchtbare Böden und Saatgut einer radikalen Marktlogik folgend patentiert, privatisiert, ausverkauft. Die ökologischen Kosten werden den lokalen Gemeinschaften – und, global betrachtet: uns allen – aufgebürdet.Vandana Shiva fordert einen Paradigmenwechsel: Schließen wir Frieden mit der Erde! Indien wird gern als Paradefall einer boomenden Wirtschaftsnation herangezogen. Am Beispiel ihrer Heimat erzählt die mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnete Wissenschaftlerin von wirtschaftlichen Megaprojekten und davon, wie Bauern und Umweltaktivisten ihr Recht auf ein eigenbestimmtes, nachhaltiges Leben und Arbeiten mit aller Kraft verteidigen. Shiva mahnt uns: Augen auf! angesichts der ökologischen und sozialen Folgen des Raubzugs gegen die Erde – ein aufrüttelnder Appell gegen das zukunftsblinde »Weiter so«.

Dieses Buch basiert auf einem Vortrag Vandana Shivas an der Universität Cambridge vom Frühjahr 2012. Es ist die Essenz einer herausragenden Denkerin unserer Zeit.

TERMIN-Info: Dr. Vandana Shiva ist bei der BIOFACH
am 13. Februar 2014 von 12:00 – 12:45 Uhr

Indische Wissenschaftler verwenden Pflanzenmoleküle zur Bekämpfung von Krebs

Was haben Tee, Kurkuma und Brokkoli gemeinsam? Eine ganze Menge! In diesen wurde ein ganzes Arsenal von bestimmten Chemikalien gefunden, die sogenannten sekundäre Pflanzenstoffe. Die können genutzt werden, um die Nebemwirkungen der Krebstherapie mit herkömmlichen Anti-Krebs-Medikamente zu bekämpfen. 

Die Chemotherapie ist voller Nebenwirkungen. Jetzt haben indische Wissenschaftler gezeigt, wie bestimmte natürlich vorkommende pflanzliche Chemikalien die Nebenwirkung der Chemotherapie verringern können.

Sekundäre Pflanzenstoffe können die Effizienz der Medikamente erhöhen , sagte Dr. Madhumita Roy, Leiterin der Umwelt Karzinogenese und Toxikologie Abteilung am Chittaranjan National Cancer Institute (CNCI), die die Studie leitete. „Unsere Daten deuten darauf hin, dass die Behandlung der Zellen mit diesen sekundären Pflanzenstoffen in Verbindung mit chemotherapeutischen Medikamenten dazu führte das die Medikamente niedriger dossiert werden können“.

Einige Beispiele der pflanzlichen Chemikalien sind Curcumin in Kurkuma, Polyphenole im Tee – grün und schwarz – und Isothiocyanate, die in Blumenkohl, Brokkoli und Rosenkohl vorkommen. Diese Wirkstoffe, zusammen mit Anti-Krebs-Medikamente, erklärt Roy, reduzieren die Konzentrationen bestimmter Proteine ​​(sog. Tumormarker), die in der Krebstherapie erhöht sind. Dies wiederum, sensibilisiert die tödlichen Krebszellen für den „Zellen-Selbstmord“.

Tagung Würzburg: Indien – Chancen für die deutsche Wirtschaft – 09.12.2013

Welche Chancen bieten sich der deutschen Wirtschaft in Indien? Welche Risiken sind mit einem Engagement dort verbunden? Welche Strategien führen zum Erfolg? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich eine öffentliche Informationsveranstaltung an der Uni Würzburg am 9. Dezember.

Indien ist nicht nur eines der bevölkerungsreichsten Länder der Welt, sondern auch ein Land mit erheblichen wirtschaftlichen Potenzialen. Für deutsche Unternehmen ist das Land sowohl als Absatzmarkt für heimische Produkte interessant wie auch als Produktionsstandort, als Lieferquelle und als potentieller Partner für die Entwicklung und Vermarktung innovativer Produkte.

Allerdings machen die extremen Gegensätze in Indien, die von unvorstellbarer Armut und primitivsten Bedingungen bis zu frappierendem Luxus und High-Tech reichen, das Land für Europäer schwer fassbar.

Aus diesem Grund hat der Lehrstuhl BWL und Industriebetriebslehre der Universität Würzburg jetzt eine Informationsveranstaltung organisiert, die sich mit Indien als Partner für die Wirtschaft beschäftigt. Experten zu wirtschaftlichen Aspekten in Bezug auf Indien werden dort vortragen.

Die Veranstaltung ist öffentlich; sie findet statt am Montag, 9. Dezember, von 16:00 bis 20:30 Uhr im Gebäude der Universität Würzburg, Josef-Stangl-Platz 2 (Alte IHK), im großen Hörsaal. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Das Programm

16.00 Uhr: Eröffnung
Prof. Dr. Ronald Bogaschewsky, Lehrstuhl BWL und Industriebetriebslehre, Universität Würzburg

16.15 Uhr: Geschäftserfolg in Indien. Strategien für den vielfältigsten Markt der Welt
Prof. Dr. Dirk Holtbrügge, Department of International Management, Universität Erlangen-Nürnberg

17.00 Uhr: Indian Companies: Partners, Investors, Global Players
Debjit D. Chaudhuri, form. CEO Infosys Europe, Gründer und CEO Valuewerk, Kriftel

17.45 – 18:15 Uhr Zeit für Gespräche mit Erfrischungen

18.15 Uhr: Indien versus China – Wo sich deutsche Unternehmen engagieren sollten
Barbara Scharrer, GSK Stockmann & Kollegen, München

19.00 Uhr: India – Global Player or Lame Duck?
Prof. Dr. Amitabh Kundu, Jawaharlal Nehru University, Delhi, India. Aktuell Gastprofessor an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Würzburg

19.45 Uhr: Der India Desk der IHK Würzburg-Schweinfurt
Marion Oker, IHK Würzburg-Schweinfurt

20:00 Uhr: Get-together: Gespräche und Kontakte

Moderation: Prof. Dr. Ronald Bogaschewsky

 

Experten: Meeresspiegel könnte noch in diesem Jahrhundert um mehr als einen Meter ansteigen

Werden die globalen Treibhausgasemissionen nicht verringert, könnte der Meeresspiegel bis 2100 um 70-120 Zentimeter ansteigen. Das ist das Ergebnis einer breiten Expertenbefragung zum Meeresspiegel unter 90 Spezialisten. Der Umfrage zufolge erwarten die Experten bei ungebremstem Klimawandel bis 2300 einen mittleren Meeresspiegelanstieg von 200-300 Zentimetern. Im Gegensatz dazu wird der Meeresspiegelanstieg in einem Szenario mit ambitioniertem Klimaschutz bis 2100 auf 40-60 Zentimeter und bis 2300 auf 60-100 Zentimeter geschätzt. Durchgeführt wurde die Befragung von einem Wissenschaftlerteam aus den USA und Deutschland.

„Während die Ergebnisse zeigen, dass der Meeresspiegel mit Klimaschutz langfristig auf einen Meter begrenzt werden könnte, stellt ein Szenario mit unverminderten Emissionen die Zukunft einiger Küstenstädte und tiefliegender Inseln infrage“, sagt Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. „Aus einer Perspektive des Risikomanagements sind Projektionen zum Meeresspiegelanstieg etwa für die Planung von Küstenschutz oder für das Abwägen verschiedener Strategien zur Emissionsreduktion von großer Bedeutung.“

Projektionen zum Anstieg des Meeresspiegels bergen noch große Unsicherheiten, denn die verursachenden physikalischen Prozesse sind komplex. Dabei geht es etwa um die Ausdehnung der sich erwärmenden Ozeane, das Abschmelzen von Berggletschern, Eiskappen und der zwei großen Eisschilde Grönlands und der Antarktis, sowie das Fördern von Grundwasser zu Bewässerungszwecken. Unterschiedliche Modellansätze führen dabei zu unterschiedlichen Ergebnissen. Der kürzlich veröffentlichte Bericht des IPCC musste seine Projektionen im Vergleich zum letzten Bericht um etwa 60 Prozent nach oben korrigieren, und auch andere von Wissenschaftlergruppen erstellte Studien kamen auf höhere Werte. Der von Satelliten während der letzten beiden Jahrzehnte gemessene Meeresspiegelanstieg hat frühere Erwartungen übertroffen.

Größte Befragung zum Meeresspiegelanstieg: 90 führende Experten aus 18 Ländern

„Deshalb ist es nützlich, die Einschätzungen der Meeresspiegel-Experten zu kennen und transparent zu machen“, sagt Leitautor Benjamin Horton vom Institut für Meeres- und Küstenforschung der Rutgers University im US-amerikanischen New Jersey. „Wir haben die bislang größte Umfrage zum zukünftigen Meeresspiegelanstieg von neunzig objektiv ausgewählten Experten aus 18 Ländern vorgelegt.“ Die befragten Wissenschaftler wurden mithilfe der Internet-Datenbank ‚Web of Science’ von Thomson Reuters anhand wissenschaftlich geprüfter Publikationen seit 2007 identifiziert, um sicher zu gehen, dass nur aktive Forscher dieses Fachgebiets gefragt wurden. Neunzig Meeresspiegel-Experten aus aller Welt gaben ihre Einschätzung zum künftigen Meeresspiegelanstieg, jeder von ihnen hat in den vergangenen fünf Jahren mindestens sechs wissenschaftlich begutachtete Studien zum Thema Meeresspiegel veröffentlicht.

Die Umfrage zeigt, dass die meisten Experten einen höheren Anstieg erwarten als der aktuelle IPCC-Bericht mit 28-98 Zentimetern bis 2100. Zwei Drittel (65%) geben für das obere Ende dieser Spanne einen höheren Wert an als der IPCC und bestätigen damit, dass die Projektionen des IPCC eher konservativ sind.

Die Experten der Befragung lieferten nicht nur eine „wahrscheinliche“ Bandbreite zum erwarteten Meeresspiegelanstieg, sondern auch eine Einschätzung der Grenze, die der Meeresspiegelanstieg mit 95-prozentiger Sicherheit bis zum Jahr 2100 nicht überschreiten wird. Diese Obergrenze ist für die Küstenschutzplanung relevant. Bei ungebremsten Emissionen gab die Hälfte der Experten (51%) diese Grenze mit 1,5 Metern oder mehr an, ein Viertel (27%) nannte 2 Meter oder mehr. Für das Jahr 2300 sieht eine Mehrheit der Experten (58%) diese Obergrenze bei 4 Metern oder höher.

Projektionen zum Meeresspiegel sind oft auf den relativ kurzfristigen Zeitraum bis 2100 fokussiert, der Meeresspiegel wird jedoch auch nach diesem Datum noch weiter ansteigen. „Ein Temperaturanstieg durch ungebremste Emissionen setzt Küstenregionen der Gefahr eines langfristigen Meeresspiegelanstiegs um mehrere Meter aus, das verdeutlichen sowohl die Ergebnisse der Umfrage als auch die des IPCC für den Zeitraum bis 2300“, sagt Rahmstorf. „Sie belegen jedoch auch die Möglichkeit, einen derart massiven Anstieg des Meeresspiegels durch eine erfolgreiche Reduktion von Treibhausgasemissionen noch zu verhindern.“

Artikel: B. P. Horton, S. Rahmstorf, S. E. Engelhart, A.C.Kemp: Expert assessment of sea-level rise by AD 2100 and AD 2300. Quaternary Science Reviews (2013) [doi: 10.1016/j.quascirev.2013.11.002]

Buchempfehlung: Jean-Pierre Crittin – Ayurvedische Psychologie

Ayurvedische Psychologie vereint Psychotherapie und Spiritualität! Ein Grundlagenbuch der ayurvedischen Psychologie, die gerade mit ihren jahrtausendealten Wurzeln heute einen der modernsten psychologischen Ansätze darstellt und in der Praxis sehr schnell zu mehr Lebensfreude, Wohlbefinden und Gesundheit führt.

Die Tatsache, dass heute so viele Menschen unserer Gesellschaft unglücklich und unzufrieden sind, unter Stress, Burnout und Depressionen leiden, ist erschütternd und auf den ersten Blick rätselhaft. Die ayurvedische Psychologie setzt sich mit diesen Phänomenen auseinander und zeigt auf, dass es für die psychische Stabilität ausschlaggebend ist, sich innerer Anforderungen bewusst zu werden. Es geht um das Wahrnehmen und Leben von ureigensten Werten und Bedürfnissen. Der Weg zum Selbst stellt die Basis dar, für einen selbstbestimmten, unegoistischen Umgang mit sich und der Welt.

Eine allgemein verständliche Einführung, die wesentliche Grundkenntnisse des Ayurveda, insbesondere der ayurvedischen Psychologie, systematisch vermittelt.

Die größten Probleme beim Menschen rühren oftmals daher, dass er den Kontakt zu sich selbst verloren hat und teilweise nur noch in der äußeren Welt funktioniert. Kann er diesen Kontakt zu seinem wahren Selbst wiederherstellen, findet er den Weg zu psychisch-geistiger Gesundheit.

ISBN: 978-3-89385-636-7
Broschiert 196 Seiten
14,95 €

Buchempfehlung: Dr. Vinod Verma – Ayurveda für Hunde

Behandlung und Ernährung nach der Ayurveda-Methode

Dieses Buch ist für alle Hundefreunde, die auch für ihren Vierbeiner die Ayurveda-Methode anwenden möchten.

Ein kleiner Exkurs in die Hundepsychologie erklärt, wie man durch Ayurveda-Massagen mit dem Hund kommunizieren kann. Die Behandlung mit ayurvedischen pflanzlichen Produkten kann bei vielen Leiden zu Linderung oder Heilung führen. Und die Beschreibung der richtigen ayurvedischen Ernährung des Hundes wird schließlich abgerundet mit einer Reihe von vegetarischen Rezepten, die sich in der jahrtausendalten Tradition bewährt haben.

Über die Autorin:

Dr. Vinod Verma ist gebürtige Inderin. Sie arbeitet daran, die lebende Tradition des Ayurveda zusammenzustellen und durch ihre zahlreichen Bücher zu verbreiten. Sie gründete die „New Way Health Organisation“, die „Patanjali Yoga Darshana Society“ und die Charaka School of Ayurveda“.

Eine erste Leseprobe finden Sie hier als PDF: AYURVEDA

Bestell-Nr.: ISBN 978-3-88627-846-6
Seiten: 84
Ausgabe: Broschiert
14,95 € *