WhatsApp: Ich weiß genau, dass du während der Arbeit chattest!

FAU-Informatiker machen auf Gefahr für Privatsphäre durch WhatsApp aufmerksam

Es ist ein allgegenwärtiger Anblick in Bus, Bahn, Fußgängerzone oder im Café: Menschen richten ihren Blick alle paar Minuten konzentriert auf ihr Smartphone, tippen und erhalten kurz darauf die Antwort. Der Instant-Messaging-Dienst WhatsApp hat weltweit um die 600 Millionen Mitglieder, ist fest in den Alltag integriert und wird auf Smartphones weitaus häufiger genutzt als die Telefonfunktion, aber wie steht es um die Sicherheit der Privatsphäre der Nutzer? Der Lehrstuhl für Informatik 1 (Sicherheitsinfrastruktur) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat genau das untersucht – mit beunruhigenden Ergebnissen.

Wenn ein Nutzer WhatsApp öffnet, wird er im Netzwerk automatisch als „online“ angezeigt, schließt er sie, wird sein Status auf „offline“ gesetzt. Diese Funktion ist im Programm inhärent, das heißt der Nutzer hat keine Möglichkeit diese abzustellen. Hinzu kommt, dass der Online-Status eines Nutzers für jeden einsehbar ist, der dessen Rufnummer kennt. Eine Autorisierung durch den Nutzer ist dafür nicht nötig, sodass er ohne weiteres durch Dritte ausgespäht werden kann. Forscher des Lehrstuhls für Informatik 1 haben 1000 zufällig ausgewählte Nutzer aus aller Welt neun Monate lang rund um die Uhr beobachtet, um herauszufinden, welche Informationen sich über den Online-Status ablesen lassen und, ob WhatsApp dagegen vorgeht, dass ihre Nutzer ausgespäht werden.

Hierzu entwickelte die Forschergruppe ein spezielles Programm, das durchgehend im Netzwerk online ist und die Online-Stände der Nutzer protokolliert. Aus den Daten lässt sich beispielsweise erkennen, dass Nutzer sich im Durchschnitt 23 Mal am Tag einwählen und insgesamt 35 Minuten mit dem Schreiben und Lesen von Nachrichten verbringen. Deutsche Nutzer liegen hier knapp über dem Durchschnitt, sie öffnen die App 26 Mal am Tag und nutzen sie im Schnitt knapp 41 Minuten täglich – besonders häufig im Zeitfenster zwischen 13 Uhr und 21 Uhr.

Argloser Umgang mit Nutzerdaten
„Wenn über einen längeren Zeitraum beobachtet werden kann, wann ein Nutzer die App nutzt, lassen sich aus den gewonnenen Daten viele empfindliche Informationen über seine Lebensgewohnheiten rekonstruieren, z.B. wann geht er zu Bett, wann steht er auf, war er am Wochenende länger unterwegs, wie oft nutzt er WhatsApp während der Arbeitszeit,“ erklärt Andreas Kurtz vom Lehrstuhl für Informatik 1. Außerdem können Dritte so jederzeit einsehen, wann der Nutzer erreichbar ist. Angesichts dieser Gefährdung der Privatsphäre ist es erschreckend, dass WhatsApp bisher offenbar wenig unternommen haben, diese Problematik zu lösen und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen zu treffen. „Da unser Programm selbst keine Nachrichten verschickt, Kontakt zu vielen Nutzern gleichzeitig hat und rund um die Uhr mit dem Netzwerk verbunden ist, müsste es stark vom üblichen Nutzungsverhalten abweichen und seitens WhatsApp leicht zu erkennen und zu unterbinden sein.“, sagt Kurtz, allerdings sei nichts dergleichen geschehen. „Durch das Projekt möchten wir insbesondere dafür sensibilisieren, wie arglos WhatsApp mit den Daten zum Online-Zustand umgeht.“

Die Ergebnisse des Projektes und das Ausmaß der Informationen, die sich aus den gesammelten Daten ziehen lassen, sind auf http://www.onlinestatusmonitor.com einzusehen. Selbstverständlich sind sämtliche protokollierten Daten komplett anonymisiert und auch exakte Online-Zeitpunkte der Nutzer werden nicht veröffentlicht. Die Daten, die von den Forschern anonym von den WhatsApp-Servern abgefragt werden konnten werden lediglich in aggregierter Form veröffentlicht. Quelle: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

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Kosmetik: App entlarvt gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe

Die kostenlose App „Kosmetik-Check“ zeigt nach dem Scan des Strichcodes einer Kosmetik-Verpackung an, ob das Produkt für die Gesundheit bedenkliche Stoffe enthält oder nicht.

Die Verbraucher sehen auf einen Blick mit Ampel-Farben visualisiert, ob bei der Herstellung hormonell wirksame Stoffe, Allergene, Erdöl-Produkte, Silikone oder krebsverdächtige Stoffe verarbeitet worden sind. Bei einer grünen Ampel ist kein entsprechender Stoff enthalten, bei Rot ist mindestens ein gesundheitsgefährdender Stoff enthalten. Außerdem wird bei betroffenen Produkten darauf hingewiesen, dass diese Aluminium-Salze oder Palmöl enthalten. Bei der Einschätzung der Bedenklichkeit der Stoffe beruft sich Kosmetik-Check auf die Kosmetikliste von Öko-Test.

Die Macher der Verbraucher-App barcoo starten mit Kosmetik-Check eine neue App speziell für Pflegeprodukte. Benjamin Thym, Gründer und Geschäftsführer von barcoo, sagt: „Wir bieten mit der neuen Kosmetik-App den umfassendsten Einblick in Kosmetik-Produkte und den Verbrauchern damit größtmögliche Transparenz beim Einkauf.“

Mehr Informationen und Download der kostenlosen App: www.barcoo.com/kosmetik-check

Quelle: HotDot Communications GmbH

NABU veröffentlicht erste App mit Fotoerkennung von Lebensmittelsiegeln

Der NABU hat heute die erste App für Smartphones mit einer Fotoerkennung von Logos und Siegeln auf Lebensmitteln veröffentlicht. Immer mehr Zeichen sind auf Produkten abgedruckt, um ökologische oder soziale Aspekte hervorzuheben. Der „NABU-Siegel-Check“ dient in diesem Labeldschungel als Navigationshilfe. Mit der App können Verbraucherinnen und Verbraucher Logos, Siegel und Label von der Verpackung abfotografieren und erhalten sofort Informationen darüber, um welche Kennzeichnungen es sich handelt und welche Lebensmittel gut für Umwelt, Klima und Natur sind.

Das Bewertungssystem funktioniert nach dem Ampelprinzip: Ein grüner Daumen steht für ein aus ökologischen Gesichtspunkten empfehlenswertes Produkt, ein gelber Daumen deutet auf ein gutes Produkt hin, bei dem der Umweltvorteil aber besser ausfallen könnte und ein roter Daumen signalisiert, dass es sich um keine umweltfreundliche Ware handelt. Die Kennzeichnungen, die keinen Umweltvorteil anzeigen und dies auch nicht suggerieren, haben eine neutrale Wertung. In einer Galerie können Verbraucherinnen und Verbraucher auch selbst nach Siegeln suchen oder in Produktkategorien nach vertrauenswürdigen Logos für biologisch erzeugte, fair gehandelte oder regionale Lebensmittel stöbern.

„Jeder kann mit seinen Kaufentscheidungen im Supermarkt dazu beitragen, dass unsere Lebensmittel umweltfreundlicher produziert werden. Mit der NABU-App möchten wir erreichen, dass sich im Lebensmittelhandel ökologisch empfehlenswerte Produkte besser durchsetzen. Denn die Flut an Logos, Labeln und Siegeln schafft oft mehr Verwirrung als Orientierung“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Aber es sind nicht nur die Kunden gefragt: Lebensmittelhersteller und der Handel stehen in der Verantwortung, konsequent auf eine naturverträgliche und umweltfreundliche Produktion zu setzen“, so Miller.

In der Datenbank der Handy-Anwendung wurden Kennzeichnungen berücksichtigt, die bundesweit im Supermarkt oder im Handel zu finden sind und bei denen Kunden einen ökologischen Nutzen vermuten könnten. Aktuell befinden sich rund 55 Logos in der Datenbank, die laufend aktualisiert wird. Die App kann kostenlos im iTunes App-Store und im Google Play Store heruntergeladen werden. Eine kostenlose Windows-Version wird demnächst erscheinen.

 

RFID-Armband identifizert Waren schnell und berührungslos

Endlose Reihen meterhoher Regale füllen die Halle. Wo befindet sich der Sensor, wo das Kabel, das später bei der Automontage an der Fahrzeugbaugruppe befestigt werden soll? Viel Zeit, die Ware in der gewünschten Farbe und Ausführung zu finden, hat der Lagerarbeiter nicht. Bisher muss er die Regalfächer mit einer Barcodepistole scannen, um die richtige Bauteilentnahme zu quittieren. Künftig funktioniert das mit einem RFID- Armband, das am Handgelenk getragen wird. Forscher am Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF in Magdeburg haben das nur 150 Gramm leichte System entwickelt. Mit ihm können Lagerarbeiter und Monteure Waren berührungslos und schnell identifizieren. Der Vorteil gegenüber den bislang eingesetzten Barcodepistolen, aber auch anderen, mobilen RFID-Handscannern: Die Mitarbeiter haben beide Hände frei. Dadurch entfallen überflüssige Bewegungsabläufe, Arbeitsschritte müssen nicht unterbrochen werden. »Der Workflow ist besser. Die Mitarbeiter können nicht nur schneller, sondern auch komfortabler arbeiten«, sagt Martin Kirch, Ingenieur am IFF.

RFID-Transponder ersetzen die Barcodes an den Waren und kennzeichnen die Güter. Die Daten werden per Funk an das Armband übertragen, wo eine integrierte Antenne sie ausliest. Auch die Funkschnittstelle und der Akku sind dort verbaut. Das Armband gibt es zudem in einem alternativen Design als RFID-Handschuh. Das System liegt als Prototyp vor. Bereits im Lauf dieses Jahres sollen es Mitarbeiter in der Logistikbranche und im produzierenden Gewerbe – etwa in der Automobil- oder Ernährungsindustrie – einsetzen können. Quelle: Fraunhofer-Gesellschaft

Sind Werbefilme für Bücher erfolgreicher als traditionelle Buchwerbung?

Mainzer Kommunikationswissenschaftler veröffentlichen Ergebnisse des ersten Online-Experiments zu Buchtrailern

Buchtrailer sind beim Werben um Leser nicht erfolgreicher als traditionelle, textbasierte Formen der Buchwerbung. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Trailer zum Buch – Wie wirken Buchtrailer auf die Rezipienten? Ergebnisse des ersten Online-Experiments in Deutschland“, die von Wissenschaftlern der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) durchgeführt und jetzt in der internationalen Fachzeitschrift „Communication Today“ veröffentlicht wurde.

Buchtrailer sind mitunter teuer produzierte, kurze Werbefilme für neu erscheinende Bücher, die immer öfter bei Online-Buchhändlern wie Amazon und den Verlagsseiten zu finden sind. Sie sind bisher ein weitgehend unerforschtes Feld der Buchwerbung. Im Rahmen des ersten Online-Experiments zur Wirkung von Buchtrailern in Deutschland wurden vier Kernfragen beantwortet: Wie bekannt sind Buchtrailer? Welche Erwartungen an das so beworbene Buch generieren sie? Steigern sie das Leseinteresse stärker als traditionelle Buchwerbung? Gelingt es ihnen, Bücher spannender erscheinen zu lassen als ein klassischer Werbetext?

Buchtrailer waren laut der Studie weder in der Lage, das Leseinteresse stärker zu steigern als ein Klappentext, noch gelang es ihnen, ein Buch spannender erscheinen zu lassen. Nachdem sie einen Buchtrailer gesehen hatten, fiel es den Teilnehmern des Experiments jedoch leichter, das Buch einem bestimmten Genre zuzuordnen. Mit dem Klappentext war das schwieriger. Nur jeder fünfte Vielleser kennt Buchtrailer.

Zusammenfassend widersprechen die Ergebnisse der Mainzer Publizistikwissenschaftler somit den oft hohen Erwartungen vieler Verlage. Buchtrailer verstärken die Wirkung von Buchwerbung jedenfalls nicht und sollten daher von den Verlagen eher komplementär zu klassischen (online) Werbe- oder Klappentexten genutzt werden und diese nicht ersetzen.

Filme und Bücher stehen seit jeher in einem engen Verhältnis: Zahlreiche Kinofilme gehen auf Buchvorlagen zurück, Buchadaptionen laufen im Fernsehen zur besten Sendezeit und das Buch zum Film wird nicht selten zum Bestseller. Im Zeitalter der Medienkonvergenz begegnen sich beide auch im Internet. Die Zahl der dort verkauften Bücher und E-Books steigt kontinuierlich und seit dem Jahr 2000 werden sie online nicht nur mit normalen Werbe- oder Klappentexten beworben, sondern immer häufiger mit Buchtrailern. Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Veröffentlichung: Christian Schäfer-Hock, Daniela Hartmann
Trailer zum Buch – Wie wirken Buchtrailer auf die Rezipienten? Ergebnisse des ersten Online-Experiments in Deutschland.
Communication Today, 2013, 4. Jg., Heft 2

Umfrage zeigt: Journalisten im Google-Dilemma

Redakteure sind auf das Internet angewiesen und wünschen sich mehr Informationen

Obwohl Internetsuchmaschinen für Journalisten das wichtigste Recherchetool darstellen, sind die meisten Journalisten unzufrieden mit der Informationsausbeute im Internet. Sie wünschen sich mehr Informationen. Dies ist ein Ergebnis einer Umfrage unter 1.600 Journalisten, die vom Institut für Organisationskommunikation an der Universität der Bundeswehr München durchgeführt wurde.

„Die wachsende Arbeitsbelastung in deutschen Redaktionen hat Google zum wichtigsten Recherchetool für Journalisten gemacht“, unterstreicht Prof. Carsten Rennhak, der die Studie federführend betreut hat und in diesem Zusammenhang von einem Dilemma spricht. „Einerseits nutzen 99,9 Prozent der Journalisten nach eigenen Angaben Suchmaschinen für die Recherche, andererseits geben mehr als zwei Drittel der Befragten an, häufig unzufrieden mit der Informationsausbeute im Internet zu sein.“

Mehr als 1.600 Journalisten beteiligten sich bundesweit von allen Mediengattungen an der größten Umfrage der vergangenen Jahre. Die Redakteure gaben Auskunft zum Wandel der Recherchegewohnheiten und zur Verwendung von Presseinformationen. „Während die Bedeutung von Pressemitteilungen abnimmt, gewinnen neue Recherchetools wie zum Beispiel Recherchescout an Reichweite und Relevanz – das ist eine interessante Entwicklung“, erklärt Prof. Rennhak.

Verhältnis zwischen Journalismus und PR ist entspannt

Weitere Themen der Befragung waren das Verhältnis der Journalisten zu PR-Akteuren und ihre Erwartungen an eine professionelle Zusammenarbeit. Dabei zeigte sich eine sehr pragmatische Sicht der Redakteure auf die Mitarbeiter von Pressestellen und Agenturen. „Nur 15 Prozent der Befragten halten PR-Schaffende für Gegner“, so Prof. Rennhak. „Damit hat sich das früher oft schwierige Verhältnis zwischen Journalismus und PR-Branche stark gewandelt und ist einem professionellem Umgang miteinander gewichen.“

Eine Zusammenfassung der Umfrageergebnisse steht unter

https://www.unibw.de/bw/institute/organisationskommunikation/ok_professuren/renn…

zum Download bereit.

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Studie: Internet und Computerspiele: Für Jugendliche nicht mehr wegzudenken

Erstmals veröffentlicht die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in einem aktuellen Forschungsbericht Daten dazu, wie häufig und intensiv Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 bis 25 Jahren das Internet und Computerspiele nutzen. Die Studienergebnisse der BZgA bestätigen: Bei etwa 2,5 Prozent der 12- bis 25-Jährigen in Deutschland liegt eine exzessive Nutzung von Internet- und Computerspielangeboten vor.

Erstmals veröffentlicht die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in einem aktuellen Forschungsbericht Daten dazu, wie häufig und intensiv Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 bis 25 Jahren das Internet und Computerspiele nutzen. Insgesamt 5.001 Personen in Deutschland wurden in der repräsentativen Studie im Jahr 2011 zu ihrem Online- und Computerspiel-Verhalten befragt.

Zu den Studienergebnissen erklärt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA: „Für junge Menschen ist die Nutzung des Internets zur Selbstverständlichkeit geworden. In Schule und Beruf wird Medienkompetenz vorausgesetzt. Gleichzeitig ist mit der hohen Attraktivität von Internetangeboten und Computerspielen aber immer auch das Risiko einer exzessiven und problematischen Nutzung gegeben.“

Die Studienergebnisse der BZgA bestätigen: Bei etwa 2,5 Prozent der 12- bis 25-Jährigen in Deutschland liegt eine solche exzessive Nutzung von Internet- und Computerspielangeboten vor. Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt es dabei nicht. Exzessive Nutzung heißt zum Beispiel, dass die Zeit, die im Internet verbracht wird, nicht mehr kontrolliert werden kann oder dass es zu Angstzuständen oder Reizbarkeit kommt, wenn man nicht online sein kann.

Die weiteren Ergebnisse zeigen, dass 97,7 Prozent der Befragten in den letzten zwölf Monaten vor der Befragung das Internet genutzt haben. Im Vordergrund stehen für beide Geschlechter Kommunikationsangebote wie zum Beispiel E-Mails oder soziale Netzwerke, Informationsseiten wie Wikipedia, Google oder Nachrichten und Unterhaltungsangebote wie Musik- und Videodownloads.

Computerspiele sind bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen ebenfalls beliebt: 53,9 Prozent geben an, online zu spielen und 76,4 Prozent spielen offline – zum Beispiel über Spielkonsolen. Männliche Befragte nutzen Computerspiele rund dreimal so lange wie weibliche Befragte. Dabei bevorzugen sie sogenannte „Ballerspiele“, Abenteuer-, und Sportspiele, während bei den Mädchen und jungen Frauen eher Denk- und Geschicklichkeitsspiele im Trend liegen.

Dazu Prof. Dr. Elisabeth Pott: „Damit Jugendliche erst gar kein suchtähnliches Verhalten entwickeln, ist es wichtig, sie früh zu erreichen und bei ihnen einen kritisch-verantwortungsvollen Gebrauch des Internets zu fördern. Präventionsangebote sollten dabei das unterschiedliche Nutzungsverhalten von Mädchen und Jungen sensibel aufgreifen und ihre Kompetenzen im Netz entsprechend stärken.“

Mit ihrem Präventionsangebot „Ins Netz gehen“ (http://www.ins-netz-gehen.de) setzt die BZgA bei Jugendlichen ab 12 Jahren an, um den kritischen und verantwortungsvollen Umgang mit Computerspielen und Internet zu fördern und für die Risiken einer exzessiven Nutzung zu sensibilisieren. Das Online-Beratungsprogramm „Das andere Leben“ bietet außerdem Unterstützung an, wenn eine Tendenz zur suchtähnlichen Nutzung von Computerspielen und Internetangeboten vorliegt.

Social Media Empfehlungen sind die effektivste Werbung in Netzwerken

Empfehlungen von Freunden und Bekannten sind in sozialen Netzwerken die effektivste Form der Werbung. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM ergeben. Danach sagt die Hälfte (50 Prozent) der Mitglieder sozialer Netzwerke wie Facebook, Xing, Google+ oder LinkedIn, dass ihre Aufmerksamkeit für Empfehlungen von Kontakten aus ihrem Netzwerk „hoch“ oder „sehr hoch“ ist. Unter den 14- bis 29-Jährigen sind es sogar 62 Prozent, in der Generation 50 Plus 36 Prozent. „Experten diskutieren intensiv darüber, wie wirksam bestimmte Werbeformen in sozialen Netzwerken sind“, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Persönliche Kontakte spielen bei der Akzeptanz von Werbung in diesen Medien eine besonders wichtige Rolle.“ Unternehmen präsentieren heute ihre Marken und Produkte intensiv in sozialen Netzwerken und zählen dort Millionen von Fans und Followern. Neben der klassischen Display-Werbung wie Bannern oder Werbe-Clips kommen inzwischen immer mehr interaktive Werbeformen zum Einsatz, um Marken zu inszenieren.

Immerhin gut ein Viertel (26 Prozent) aller aktiven Mitglieder beachten zudem die eingeblendeten Werbeanzeigen am Rand der Webseiten sozialer Netzwerke. Auch hier liegt die Aufmerksamkeit bei den 14- bis 29-Jährigen mit einem Anteil von 35 Prozent deutlich höher. Ein Fünftel (21 Prozent) der Befragten hat eine hohe oder sehr hohe Aufmerksamkeit für vorgeschaltete Werbe-Clips in Online-Videos (14 bis 29 Jahre: 28 Prozent). 19 Prozent der aktiven Nutzer beachten auch gesponserte Posts im News-Feed von sozialen Netzwerken (14 bis 29 Jahre: 26 Prozent). Am geringsten ist das Interesse für Werbebanner in Smartphone-Apps. Für sie zeigen nur 13 Prozent eine hohe oder sehr hohe Aufmerksamkeit.

Methodik: Im Auftrag des BITKOM hat Bitkom Research 684 aktive Mitglieder sozialer Netzwerke ab 14 Jahre befragt. Die Umfrage ist repräsentativ.

Konjunktur: Gutscheine für Online-Shops: Renner zu Weihnachten

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ISBN 978-3-527-70997-7
Wiley-VCH, Weinheim