Neurologische Pflege als wichtiger Baustein für den Therapieerfolg

Die Arbeit der Pflegekräfte hat einen immensen Einfluss auf die Versorgungsqualität von Patienten. Zahlreiche Studien zeigen: Wird ein Mindestmaß an Pflege unterschritten, steigt die Sterblichkeitsrate an, es kommt häufiger zu gravierenden Komplikationen. „Die Pflege neurologischer Patienten, ob mit einem Schlaganfall, einer Parkinson-Erkrankung oder einer Demenz, ist nicht nur besonders zeitintensiv – Pflege in der Neurologie ist auch ein wichtiger Bestandteil der Therapie. Wir brauchen dringend mehr Pflegekräfte in der Neurologie“, begrüßt Prof. Dr. med. Gereon R. Fink das Sofortprogramm des Bundesgesundheitsministers gegen den Pflegenotstand.

„Das allein reicht jedoch nicht“, so der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN): „Wir müssen auch konsequent in die Weiterbildung der Pflegefachkräfte investieren“, fordert er. Die DGN setzt sich seit langem für die Weiterbildung in der neurologischen Pflege ein. In diesem Jahr bietet die DGN auf ihrem Jahreskongress, der vom 30. Oktober bis 3. November 2018 in Berlin stattfindet, am 31. Oktober erstmals ein spezifisches Programm für Pflegekräfte an. Der Eintritt ist für Pflegekräfte kostenfrei.

Am 31. Oktober 2018 steht die neurologische Pflege auf dem DGN-Kongress im Fokus. Namhafte Referenten beleuchten in Vorträgen und Workshops die großen Bereiche der Neurologie wie etwa Schlaganfall, Multiple Sklerose oder Bewegungsstörungen aus pflegerischer Sicht. Hier werden Themen wie Diagnostik und Therapie erörtert, ebenso geht es um erkrankungsspezifische Pflegestandards und -konzepte in der neurologischen Pflege.

Neurologische Pflege ist therapeutische Pflege

Die Neurologie ist besonders pflegeintensiv. Das liegt an den Krankheitsbildern der Patienten mit Parkinson, Alzheimer, Schlaganfall oder Multipler Sklerose, an ihrem häufig hohen Alter, an Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit und der Kognition, an psychischer Komorbidität oder Inkontinenz. „Die Qualität der medizinischen Versorgung in der Neurologie ist in hohem Maße abhängig von der Qualität der Pflege“, sagt DGN-Präsident Gereon R. Fink. „Aber die Pflege in diesem Bereich ist besonders anspruchsvoll – und oft körperlich und psychisch belastend.“

Gut ausgebildete Pflegekräfte wichtig für die Versorgungsqualität

Rund 30 Prozent der neurologischen Kliniken geben an, dass sie überwiegend wegen Pflegekräftemangel ihre Versorgung zeitweise einschränken müssen. Der Pflegenotstand in der Neurologie hat drastische Folgen für die Versorgungsqualität der Patienten. Wenn ein Mindestmaß an Pflege nicht zur Verfügung steht, steigen die Mortalitätsraten, ebenso die Zahl der Pneumonien und Harnwegsinfekte. Darüber hinaus verlängert sich der Krankenhausaufenthalt.

Personaluntergrenzen müssen sich am Versorgungsbedarf orientieren

Um wirksame Maßnahmen gegen den Pflegenotstand in der Neurologie zu erarbeiten, hat die DGN im vergangenen Jahr die Task Force Pflege ins Leben gerufen. Die Arbeitsgruppe hat Empfehlungen für Personaluntergrenzen in der neurologischen Pflege erarbeitet und einen Abschlussbericht an die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), den Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-SV) und den Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) geschickt. „Wir sehen Pflegepersonal-untergrenzen in neurologischen Kliniken als sinnvolles Instrument an, wenn sie sich am tatsächlichen Versorgungsbedarf der Patienten ausrichten“, sagt Prof. Dr. Armin Grau, Mitglied der Task Force Pflege und Chefarzt der Neurologischen Klinik am Klinikum Ludwigshafen. Als potenzielle Personaluntergrenzen empfiehlt die DGN auf einer Normalstation folgende Personalschlüssel: In der Früh- und in der Spätschicht sollte eine Pflegekraft nicht mehr als sieben Patienten versorgen, in der Nachtschicht ist eine Pflegekraft für 14 Patienten empfehlenswert. In einer Stroke Unit sollte eine Pflegekraft tagsüber für drei und in der Nacht höchstens für vier Patienten zuständig sein. Für neurologische Intensivstationen empfiehlt die DGN durchgehend einen Personalschlüssel von eins zu zwei.

Interprofessionelles Fortbildungsangebot der DGN für Pflegefachkräfte

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie engagiert sich seit langem für eine bessere Pflege in der Neurologie. Bereits 2011 hat die Fachgesellschaft gemeinsam mit dem Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK) die „Interdisziplinäre Pflegefortbildung Neurologie“ veröffentlicht und damit ein interprofessionelles Fortbildungsangebot für den Fachbereich Neurologie geschaffen, das sich an Gesundheits- und Krankenpfleger, Mitarbeiter aus so genannten therapeutischen Berufen und ärztliche Berufsanfänger im Fach Neurologie richtet. Diese können sich zur Stroke-, MS-, Demenz- und Parkinson-Nurse weiterbilden lassen. Das Ziel der DGN ist es, die Fortbildung von Pflegefachkräften in der Neurologie zu standardisieren und um weitere wichtige Themen zu ergänzen.

Die DGN bittet Pflegedienstleitungen und Kliniken, ihren Pflegefachkräften im Bereich Neurologie den Besuch des DGN-Kongresses zu ermöglichen.

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Mannheim: Sport im Park – Pilates bei Vollmond

Seit dem 23. April 2018 bewegt sich Mannheim wieder aktiv im Rahmen von Sport im Park. Zusätzlich zu dem regulären Sport im Park Angeboten wird es am Dienstag, 29. Mai 2018, ein ganz besonderes Special geben: Um 21 Uhr findet im Unteren Luisenpark „Pilates bei Vollmond“ statt. Wie alle Sport im Park Angebote ist dieses Special kostenlos und unverbindlich. Es richtet sich an alle Mannheimer Bürgerinnen und Bürger.

Das Mitbringen einer Unterlage wie Matte oder Handtuch ist empfehlenswert und bei schlechtem Wetter wird vor Ort über die Durchführbarkeit dieses Angebotes entschieden.

Sport im Park ist eine Veranstaltungsreihe der Stadt Mannheim und bietet allen Interessierten ein breitgefächertes und kostenloses Sportangebot. Wer die Lust am Sport entdeckt ist herzlich eingeladen, auch das regelmäßige Angebot von Sport im Park zu besuchen.

Weitere Informationen erhalten Sie auf Facebook unter dem Stichwort „Sport im Park Mannheim“, oder beim Fachbereich Sport und Freizeit der Stadt Mannheim unter www.mannheim.de/sportimpark oder unter 0621 293 4004.

Flüchtlingsmassen als historisches Phänomen

Das Imre Kertész Kolleg der Universität Jena veranstaltet am 9./10. Juni seine Jahrestagung

Kein Thema prägte die öffentliche Debatte der vergangenen zwei Jahre mehr als die hohe Zahl von Flüchtlingen, die in Europa Schutz vor Krieg und Krisen suchen. Das Imre Kertész Kolleg der Universität Jena greift dieses Thema nun auf und stellt die Situation der Flüchtlinge mit Blick auf das östliche Europa im 20. Jahrhundert in einen historischen Zusammenhang.

Am 9. und 10. Juni versammeln sich Wissenschaftler aus dem In- und Ausland in Jena zur Jahrestagung des Kollegs, die unter dem Titel steht: „People(s) on the Move: Refugees and Immigration Regimes in 20th-Century Central and Eastern Europe“. Im Fokus der wissenschaftlichen Vorträge und Diskussionen steht dabei die Rolle des östlichen Europas mit Migration, die deutlich komplexer ist, als gegenwärtig wahrgenommen wird.

„Zwangsmigration, Auswanderung und politisches Exil wurden zwar von Historikern untersucht, wenig erforscht wurden jedoch die Erfahrungen von Einwanderung und der Aufnahme großer Flüchtlingszahlen“, sagt Prof. Dr. Joachim von Puttkamer, der Direktor des Kertész-Kollegs. Gerade die Wahrnehmung von zahlreichen Flüchtlingen als Bedrohung nationaler Homogenität mache eine kritische Auseinandersetzung mit Blick auf die Geschichte des 20. Jahrhunderts umso wichtiger, betont der Jenaer Historiker.

In den einzelnen Sektionen der Jahrestagung geht es u. a. um Flüchtlinge in der Zwischenkriegszeit nach dem Ersten Weltkrieg, um die „displaced Persons“ nach dem Zweiten Weltkrieg und um politische Emigration nach dem Ungarn-Aufstand 1956. Zum Abschluss der zweitägigen Tagung debattieren Stefan Troebst, Maciej Duszczyk, Attila Pók und Marci Shore unter Leitung von Prof. Dr. Joachim von Puttkamer über das Thema „Eastern Europe and the Refugees: Historical References in current Debates“.

Die Jahrestagung des Imre Kertész Kollegs am 9. und 10. Juni ist öffentlich, interessierte Gäste sind herzlich willkommen. Tagungssprache ist Englisch. Getagt wird am 9. Juni in der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena (Bibliotheksplatz 2) und am 10. Juni in den Rosensälen der Universität (Fürstengraben 27), der Eintritt ist frei.

Das Programm im Internet: http://www.imre-kertesz-kolleg.uni-jena.de

Konferenz „Climate Migration and Health“ – 10. Juni 2016, Berlin

Das Centre Virchow-Villermé für Public Health Paris-Berlin lädt Sie herzlich in die Französische Botschaft in Berlin zur Konferenz „Climate Migration and Health“ am Freitag, den 10. Juni 2016, ein.

Das Centre Virchow-Villermé für Public Health Paris-Berlin lädt Sie herzlich in die Französische Botschaft in Berlin zur Konferenz „Climate Migration and Health“ am Freitag, den 10. Juni 2016, ein.

Aktuell wird Migration hauptsächlich mit Flüchtlingen aus Kriegsgebieten in Verbindung gebracht, jedoch ist absehbar, dass auch der Klimawandel und die damit einhergehende Verschlechterung von Lebensbedingungen Migrationsbewegungen auslösen werden. In dieser Konferenz möchten wir die Auswirkungen dieser Entwicklung auf den Bereich der öffentlichen Gesundheit in den Fokus rücken. Dazu werden am Vormittag Wissenschaftler aus Deutschland und Frankreich aus den Bereichen Public Health, Klima und Demographie die Problematik umreißen und in einer Gesprächsrunde die Auswirkungen auf Public Health diskutieren. Am Nachmittag stehen Projekte und Erfahrungen aus der Praxis im Vordergrund. Eine Paneldiskussion mit Vertretern aus Wissenschaft und Politik wird die Veranstaltung abschließen. Den genauen Ablauf der Konferenz entnehmen Sie bitte beigefügtem Programm.

Datum: 10.06.2016,
Uhrzeit: 9:30 – 17:00 (Registrierung ab 08:45)
Ort: Französische Botschaft, Eingang Wilhelmstrasse 69, 10117 Berlin (Einlass nur nach Anmeldung und mit Ausweisdokument)

Anmeldung: kostenlose Teilnahme, bitte registrieren Sie sich online aufhttp://virchowvillerme.eu/de/event/conference-on-climate-migration-and-health/

„Innovative Lösungen u. internationaler Erfahrungsaustausch zur Flüchtlingsarbeit

Die Konferenz „Voneinander lernen – richtig helfen. Innovative Lösungen und internationaler Erfahrungsaustausch zur Flüchtlingsarbeit.“ der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit widmet sich der entscheidenden Frage, wie Flüchtlingsarbeit in Deutschland gelingen kann.

Termin: Freitag, 29. April, 10.00 bis 19.30 Uhr
Ort: Microsoft Atrium, Lichthof, Unter den Linden 17, 10117 Berlin

Flüchtlingshelfer und internationale Organisationen, vor allem im Libanon, in Jordanien oder der Türkei, haben seit Jahren enorme Erfahrungen gesammelt und Lösungen entwickelt. Ein Teil davon kann auch für Deutschland nutzbar gemacht werden.

In drei Panels und einer Vortragsveranstaltung werden innovative wie auch pragmatische Lösungen von Geflüchteten und Politikern, deutschen wie internationalen Experten und Praktikern vorgestellt und diskutiert. Dabei stehen die Bearbeitung von Traumata, der Zugang zu Bildung und Arbeitsmarkt sowie die Würde und Individualität der Geflüchteten im Mittelpunkt.

Es wirken u. a. mit:
Kilian Kleinschmidt, Berater des österreichischen Innenministeriums und ehem. UNHCR-Leiter des Flüchtlingslagers Zaatari in Jordanien (2013-2014)

Dr. Joachim Stamp, Integrationspolitischer Sprecher und stellvertretender Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen

Markus Kreßler, Leiter der akademischen Abteilung, Kiron Open Higher Education
Mirna Kassar, Psychotherapeutin und Beraterin in mehreren internationalen Organisationen, Beirut, Libanon

Hala Taher, Leiterin Fortbildungsprogramme, Queen Rania Teacher Academy, Amman, Jordanien

Başak Yavçan, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, TOBB University of Economics and Technology, Ankara, Türkei

Abraham van Veen, Leiter der Abteilung Studierendenservice, TU Berlin
Jörg Matern, Talent Relationship Management, Siemens AG

Programmvorschau:
10.15 Panel 1: „Wie Krieg und Flucht verändern – Erfahrungen aus der psychologischen und pädagogischen Arbeit mit Flüchtlingen“

12.15 Panel 2: „Integration durch Qualifikation – Bildungsangebote für Flüchtlinge im Studierendenalter“

14.30 Panel 3: „Bündnisse zur Integration in den Arbeitsmarkt“

17.15 Vortrag: „Flüchtlinge als Individuen verstehen – Erfahrungen mit Zukunftsängsten und dem Bedürfnis nach Würde und Selbstbestimmung.“

18.00 Podiumsdiskussion: „Offene Gesellschaft in der Bewährung – Wie gelingt Flüchtlingsarbeit in Deutschland?“

Wahrsagekunst im Alten Orient

In den Mosse-Lectures an der Humboldt-Universität zu Berlin soll im Sommersemester 2016 das in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen, in den Künsten und Religionen erforschte und imaginierte Zukunftswissen, auch das einzugestehende Nicht-Wissen, verhandelt werden: seine Herkunft, Geltung, Legitimierung und sein Einfluss: von der Wahrsagekunst im Alten Orient bis zu Big Data. Am 28. April 2016 spricht der Altorientalist Professor Sefan Maul über Sinn und Unsinn der Prognostik.

Im Alten Mesopotamien wollten weder Herrscher noch Generäle wichtige Beschlüsse in die Tat umsetzen, ohne dass Zeichendeuter ihnen zuvor deren sicheren Erfolg vorausgesagt hätten.

Der Ruhm der altorientalischen Fachleute verbreitete sich im gesamten Mittelmeerraum. Auch im klassischen Griechenland und im antiken Rom wollte man angesichts ihrer Erfolge ohne den Rat von Sterndeutern und Opferschauern keine wichtigen politischen und militärischen Entscheidungen treffen.
Heute lassen Tausende von Keilschrifttexten das von wissenschaftlicher Systematik geprägte komplexe Lehrgebäude der Zukunftsschauer erkennen. Diese Quellen sind darüber hinaus von größtem Interesse, da sie auch erlauben, eine Antwort auf die drängende Frage zu finden, wie es nur möglich war, dass eine auf der Beobachtung von Vorzeichen fußende Politikberatung über viele Jahrhunderte hinweg dauerhaft stabile politische Verhältnisse befördern konnte.

Über Stefan Maul
Stefan Maul, Altorientalist, Professor für Assyriologie an der Universität Heidelberg, Träger des Leibniz-Preises, Forschungen zur Religions- und Kulturgeschichte des Alten Orients, Fellow des Wissenschafts-kollegs zu Berlin (2004/2005); neuere Veröffentlichungen u.a.: »Das Gilgamesch-Epos«, neu übersetzt und kommentiert (5. Auflage 2012), »Keilschriften aus Assur«, Herausgabe 2007-2012, »Die Wahrsagekunst im Alten Orient« (2013).

Tagung: Soziale Grundrechte auch für Flüchtlinge – 01.12.2015

Studentische Fachtagung am 1. Dezember in der Ernst-Abbe-Hochschule Jena

Am 1. Dezember 2015 findet in der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena die studentische Fachtagung „Soziale Grundrechte auch für Flüchtlinge – Flüchtlingsrecht im nationalen Wohlfahrtsstaat“ statt. Organisiert wird die Veranstaltung von Studierenden des Fachbereichs Sozialwesen.

Die Tagung beginnt um 9.00 Uhr in der Hochschulaula. Bis 16.30 Uhr soll ein praxisbezogener, wissenschaftlich-politischer Dialog über zwei zentrale Fragen der aktuellen Flüchtlingspolitik geführt werden: Wie gelingt die Inklusion der Flüchtlinge in den deutschen Sozialstaat und was muss sich in ihm ändern? Sowie: Können und wollen wir soziale Grundrechte (Menschenrechte) jenseits der nationalen Grenzen und Identitäten garantieren? Damit beschäftigt sich die Fachtagung erneut mit Fragen im Spannungsfeld von Ethik, Sozialer Arbeit und Sozialpolitik. Als Referenten sind Professorinnen und Professoren der EAH Jena und der Friedrich-Schiller-Universität Jena zu Gast.

Ab 13.30 Uhr wird eingeladen, sich in mehreren Semi-Open-Space-Gruppen zu beteiligen, die gemeinsam mit den Referentinnen und Referenten sowie weiteren Gästen aus Wissenschaft, Gesellschaft und Politik verschiedene Themen in diesem Zusammenhang beleuchten. Hierbei ist eine aktive Mitwirkung an den Diskussionen willkommen, um Meinungsbilder und Anregungen bei der anschließend stattfindenden Podiumsdiskussion aufzugreifen.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Podiums sind Christian Herrgott, MdL (CDU), Katharina König, MdL (Die LINKE), Christoph Matschie, MdL (SPD), Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn, MdB (BÜNDNIS 90/Die Grünen), weiterhin die Thüringer Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge, Mirjam Kruppa, Peter Schreiber als Vorstandsvorsitzender des DRK-Kreisverbandes Jena-Eisenberg-Stadtroda, der Bürgermeister der Stadt Jena, Frank Schenker, sowie ein Vertreter des Flüchtlingsrates Thüringen. Moderiert wird das Podium von Prof. Dr. Heike Ludwig und Prof. Dr. Michael Opielka, beide Wissenschaftler im Fachbereich Sozialwesen der EAH Jena.

Die diesjährige studentische Fachtagung wird durch die Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge beim Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz gefördert und durch das Institut für Weiterbildung, Beratung und Planung im Sozialen Bereich – IWIS e.V. unterstützt.

Anmeldung: http://blog.sw.eah-jena.de/fachtagung2015/

Weitere Informationen:
http://www.eah-jena.de/fhj/fhjena/Documents/Flyer_Fachtagung_SW.pdf

Buchvorstellung und Diskussion mit Hans Joachim Meyer am 23.9. in Leipzig

Hans Joachim Meyer hat kürzlich seine Autobiographie vorgelegt, in der er meinungsstark und bisweilen unbequem auf sein Wirken als Wissenschaftspolitiker, Minister und ranghöchster Laienkatholik zurückblickt. Im Akademie-Forum „Vom geteilten zum vereinten Deutschland – Wissenschaftspolitik und ihre Folgen“ am 23.9.2015, 18 Uhr, in der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig wird das Buch zunächst in Gespäch und Lesung vorgestellt. Im Anschluss diskutieren Hans Joachim Meyer, Peer Pasternack, Cornelius Weiss und Pirmin Stekeler-Weithofer über die Spätfolgen der damaligen gravierenden Umbrüche. Es moderiert Heike Schmoll (FAZ).

In seiner Autobiographie „In keiner Schublade: Erfahrungen im geteilten und vereinten Deutschland“ beschreibt Hans Joachim Meyer seine Erfahrungen sowohl in der DDR, während der Wende als auch später als Sächsischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst in der Regierung Biedenkopf. Das Buch ist so, wie ihn die Öffentlichkeit kennt: meinungsstark, klar und mutig. Im Jubiläumsjahr „25 Jahre deutsche Einheit“ bietet das Akademie-Forum Gelegenheit, auf wissenschaftspolitische Entscheidungen und deren Folgen zurück- und vorauszublicken. Interessenten sind herzlich willkommen.

Frauen gründen: Konferenz an der Frankfurt School am 8. Juni

Persönliche Erfolgsrezepte, wissenschaftliche Hintergründe und professionelles Know-how stehen im Fokus der Gründerinnenkonferenz, die die Frankfurt School am Montag, 8. Juni 2015, gemeinsam mit der Zeitschrift Cosmopolitan auf ihrem Campus in der Frankfurter Sonnemannstraße 9-11 veranstaltet. Beginn ist um 12 Uhr. Frauen, die über die Selbstständigkeit nachdenken, junge Gründerinnen und erfahrene Unternehmerinnen diskutieren Chancen, Fallstricke und Erfolgsrezepte der Firmengründung und stellen sich den Fragen der Teilnehmerinnen.

Gründerinnen aus unterschiedlichsten Bereichen wie Mode, Genuss, Personalberatung und Technik kommen zu Wort. Neben Freya Oehle von Spottster und Diana Knodel von Appcamps werden Jelena Hofmann vom Fashionlabel holyghost, Kim Johansson von Sales Ahead und Chalwa Heigl (dergugl.de) über ihre Erfahrungen beim erfolgreichen Aufbau einer Firma berichten. Welche wichtige Rolle die Gründungsfinanzierung und ein überzeugender Business Plan bei der Unternehmensgründung spielt, erläutert Professor Dr. Marc Umber, Juniorprofessor für Corporate Finance an der Frankfurt School. Die Gründungsberaterin und Trendforscherin Dr. Monique R. Siegel referiert zu „Erfolgreich in die Selbstständigkeit – Wegweiser in unsicherem Terrain“.

Den ganzen Tag über können sich Teilnehmerinnen über Fort- und Weiterbildungen, Beratung und Finanzierung von Gründungen informieren. Die Frankfurt School stellt ihre Executive Education sowie den Frankfurter Gründerfonds vor.

Unter allen Teilnehmerinnen verlost die Frankfurt School einen Platz beim Seminar „Women’s Excellence in Leadership” im Wert von 1.490 Euro sowie zwei Plätze für das Coaching „Karriereplanung mit System“ (Wert je 690 Euro) und drei Plätze für je ein zweistündiges Einzelcoaching (Wert je 490 Euro). Voraussetzungen sind eine verbindliche Anmeldung und die Teilnahme an der Konferenz. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Veranstaltung ist öffentlich und die Teilnahme daran ist kostenlos. Das genaue Programm finden Sie hier und auf www.cosmopolitan.de/work zu finden. Um eine verbindliche Anmeldung unter work@cosmopolitan.de wird gebeten.

Kapitalismus in der Krise – Tagung der Bergischen Universität Wuppertal

„Die 2008 ausgebrochene Weltfinanzkrise hat das Vertrauen in die kapitalistische Wirtschaft nachhaltig erschüttert“, sagt der Wuppertaler Philosoph Prof. Dr. Smail Rapic. Diesem Thema widmet sich die Tagung „The Legitimation Crisis of Capitalism“, die am Sonntag, 31. Mai, vom Zentrum für Transformationsforschung und Nachhaltigkeit (TransZent) der Bergischen Universität Wuppertal und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie im Engels-Haus in Barmen veranstaltet wird. Die Tagung findet in englischer Sprache statt. Eine Anmeldung ist ab sofort möglich unter http://www.crisis-of-capitalism.uni-wuppertal.de.

Laut Rapic, Mitorganisator der Tagung, zeigen Meinungsumfragen in mehreren westlichen Ländern, dass ein Großteil der Bevölkerung der Überzeugung sei, die Politik habe sich den „Imperativen des kapitalistischen Systems“ unterworfen. „In der Weltfinanzkrise wurden systemrelevanten Banken bislang unvorstellbare Summen von westlichen Regierungen zur Verfügung gestellt. Zugleich zwangen die EU-Leitungsgremien verschuldete Staaten zu drastischen Einsparungen bei Sozialleistungen, Renten und Löhnen“, so Prof. Rapic. Aufgrund der wachsenden Umweltbedrohung werde es auch zunehmend zweifelhaft, ob das kapitalistische System imstande sei, die ökologischen Grenzen des Wirtschaftswachstums anzuerkennen.

Für die Tagung konnten zwei international prominente Theoretiker und Kritiker des Kapitalismus gewonnen werden: Prof. Dr. Nancy Fraser (New School, New York) und Prof. Dr. Wolfgang Streeck (Max Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, Köln). Von der Bergischen Universität halten zudem Prof. Dr. Maria Behrens (Internationale Beziehungen und Vergleichende Politikwissenschaft), Prof. Dr. Smail Rapic (Praktische Philosophie und Philosophie der Neuzeit) sowie Prof. Dr. Heinz Sünker (Sozialpädagogik/Sozialpolitik) Vorträge; das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie ist mit seinem Direktor Prof. Dr. Uwe Schneidewind vertreten.

Die Tagung wird unterstützt von der Dr. Werner Jackstädt-Stiftung.

Termin: 31.5.; Ort: Remise des Historischen Zentrums/Engels-Haus, Engelsstr. 10/18, 42283 Wuppertal-Barmen.