Kosmetik: App entlarvt gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe

Die kostenlose App „Kosmetik-Check“ zeigt nach dem Scan des Strichcodes einer Kosmetik-Verpackung an, ob das Produkt für die Gesundheit bedenkliche Stoffe enthält oder nicht.

Die Verbraucher sehen auf einen Blick mit Ampel-Farben visualisiert, ob bei der Herstellung hormonell wirksame Stoffe, Allergene, Erdöl-Produkte, Silikone oder krebsverdächtige Stoffe verarbeitet worden sind. Bei einer grünen Ampel ist kein entsprechender Stoff enthalten, bei Rot ist mindestens ein gesundheitsgefährdender Stoff enthalten. Außerdem wird bei betroffenen Produkten darauf hingewiesen, dass diese Aluminium-Salze oder Palmöl enthalten. Bei der Einschätzung der Bedenklichkeit der Stoffe beruft sich Kosmetik-Check auf die Kosmetikliste von Öko-Test.

Die Macher der Verbraucher-App barcoo starten mit Kosmetik-Check eine neue App speziell für Pflegeprodukte. Benjamin Thym, Gründer und Geschäftsführer von barcoo, sagt: „Wir bieten mit der neuen Kosmetik-App den umfassendsten Einblick in Kosmetik-Produkte und den Verbrauchern damit größtmögliche Transparenz beim Einkauf.“

Mehr Informationen und Download der kostenlosen App: www.barcoo.com/kosmetik-check

Quelle: HotDot Communications GmbH

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NABU veröffentlicht erste App mit Fotoerkennung von Lebensmittelsiegeln

Der NABU hat heute die erste App für Smartphones mit einer Fotoerkennung von Logos und Siegeln auf Lebensmitteln veröffentlicht. Immer mehr Zeichen sind auf Produkten abgedruckt, um ökologische oder soziale Aspekte hervorzuheben. Der „NABU-Siegel-Check“ dient in diesem Labeldschungel als Navigationshilfe. Mit der App können Verbraucherinnen und Verbraucher Logos, Siegel und Label von der Verpackung abfotografieren und erhalten sofort Informationen darüber, um welche Kennzeichnungen es sich handelt und welche Lebensmittel gut für Umwelt, Klima und Natur sind.

Das Bewertungssystem funktioniert nach dem Ampelprinzip: Ein grüner Daumen steht für ein aus ökologischen Gesichtspunkten empfehlenswertes Produkt, ein gelber Daumen deutet auf ein gutes Produkt hin, bei dem der Umweltvorteil aber besser ausfallen könnte und ein roter Daumen signalisiert, dass es sich um keine umweltfreundliche Ware handelt. Die Kennzeichnungen, die keinen Umweltvorteil anzeigen und dies auch nicht suggerieren, haben eine neutrale Wertung. In einer Galerie können Verbraucherinnen und Verbraucher auch selbst nach Siegeln suchen oder in Produktkategorien nach vertrauenswürdigen Logos für biologisch erzeugte, fair gehandelte oder regionale Lebensmittel stöbern.

„Jeder kann mit seinen Kaufentscheidungen im Supermarkt dazu beitragen, dass unsere Lebensmittel umweltfreundlicher produziert werden. Mit der NABU-App möchten wir erreichen, dass sich im Lebensmittelhandel ökologisch empfehlenswerte Produkte besser durchsetzen. Denn die Flut an Logos, Labeln und Siegeln schafft oft mehr Verwirrung als Orientierung“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Aber es sind nicht nur die Kunden gefragt: Lebensmittelhersteller und der Handel stehen in der Verantwortung, konsequent auf eine naturverträgliche und umweltfreundliche Produktion zu setzen“, so Miller.

In der Datenbank der Handy-Anwendung wurden Kennzeichnungen berücksichtigt, die bundesweit im Supermarkt oder im Handel zu finden sind und bei denen Kunden einen ökologischen Nutzen vermuten könnten. Aktuell befinden sich rund 55 Logos in der Datenbank, die laufend aktualisiert wird. Die App kann kostenlos im iTunes App-Store und im Google Play Store heruntergeladen werden. Eine kostenlose Windows-Version wird demnächst erscheinen.

 

Buchempfehlung: App-Marketing für iPhone und Android

Buch_App-Marketing für iPhone und Android

Heute reicht es nicht mehr aus, eine App einfach nur zu veröffentlichen und auf den Erfolg zu warten. Das Buch „App Marketing“ liefert alle wichtigen Werkzeuge, um Ihre App im hart umkämpften App-Markt gewinnbringend zu positionieren. Ein umfangreiches Marketingkonzept sowie Hilfestellungen in der Planungs- und Umsetzungsphase mit zahlreichen Beispielen machen das Buch dabei zu einem wertvollen Begleiter für alle App-Entwickler.

Ob iPhone oder Android – erst die Apps machen den Smartphone-Markt so erfolgreich. Jedoch reicht es heute nicht mehr aus, eine App einfach nur zu veröffentlichen und auf den Erfolg zu warten. Der Autor zeigt in diesem Buch alle wichtigen Stellschrauben, an denen Sie drehen müssen, um eine App erfolgreich zu machen und sie im hart umkämpften App-Markt gewinnbringend zu positionieren.

Im ersten Teil lernen Sie alle Schritte kennen, die vor Veröffentlichung einer App wichtig sind. Denn der Erfolg einer App wird definiert durch Entscheidungen, die in einem ganz frühen Stadium getroffen werden. So werden Sie von Anfang den Blick auf das Wesentliche richten und durch eine strukturierte Arbeitsweise den Grundstein für den Erfolg Ihrer App legen.

Der zweite Teil des Buches behandelt die erfolgreiche Vermarktung nach Veröffentlichung der App. Sie lernen verschiedene Marketing-Maßnahmen kennen und erfahren, wo Sie Ihre App am besten bewerben. Ein Kapitel zur Erfolgsmessung rundet das Buch ab.

Das Buch richtet sich sowohl an Entwickler, die ihre eigene Idee umsetzen möchten als auch an App-Publisher, die ihre Idee von externen Dienstleistern umsetzen lassen. Ebenfalls können Unternehmen von den Inhalten profitieren, die bereits online präsent sind und nun den Sprung in die mobile Welt wagen wollen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie Apps für Smartphones oder Tablets, für Apples iOS oder Googles Android veröffentlichen. Die Inhalte dieses Buches sind plattformübergreifend anwendbar.

Über den Autor:
Rafael Mroz ist Online-Marketing-Consultant und unter anderem verantwortlich für die Konzeption und Vermarktung von Mobile Apps. Unter dem Label ideas4mobile veröffentlicht er eigene App-Ideen und ist als Dozent in den Bereichen Online- und Mobile Marketing tätig.

App-Security-Check für iOS, Android & Co

it-sa 2013: Fraunhofer SIT zeigt Tool für automatisierte Sicherheitstests von Apps – Viele iPhone-Apps verletzen IT-Sicherheitsrichtlinien von Unternehmen

Jede App, die ein Mitarbeiter auf einem mobilen Gerät installiert, stellt für sein Unternehmen ein Sicherheitsrisiko dar. Fraunhofer SIT hat deshalb „Appicaptor“ entwickelt, ein Testwerkzeug, das prüft, ob Apps die Sicherheitsanforderungen von Unternehmen erfüllen. Das Testwerkzeug wird gegenwärtig zur Analyse von iOS und Android Apps verwendet, ist jedoch auf andere Plattformen erweiterbar. Die Sicherheitsüberprüfung einer App dauert durchschnittlich zehn Minuten. Wie wichtig eine solche Prüfung ist, zeigen Probeläufe mit Pilotkunden für iPhone-Apps: Von den 400 beliebtesten Business-Apps, die mit Appicaptor geprüft wurden, erfüllten über 300 nicht die Sicherheitsanforderungen des Unternehmens. „Dabei haben wir nur einen kleinen Ausschnitt der Sicherheitsanforderungen aus dem Gesamtkatalog geprüft“, sagt Dr. Jens Heider, Abteilungsleiter am Fraunhofer SIT und Chefentwickler von „Appicaptor“. Das Institut zeigt das Testwerkzeug erstmals vom 8. bis zum 10. Oktober auf der Security-Messe it-sa in Nürnberg (Halle 12, Stand 436). Anwender-Unternehmen oder App-Entwickler können unter http://www.sit.fraunhofer.de/appicaptor einen kostenlosen Beispielbericht anfordern.

Adressbuch, Emails, Passwörter – viele Nutzer wissen nicht, worauf ihre Apps zugreifen und was mit ihren Daten passiert. Darüber hinaus können Apps auch Schwachstellen enthalten, die für Unternehmen ein großes Risiko bedeuten. Denn Angreifer können solche Sicherheitslücken für Sabotage oder Wirtschaftsspionage nutzen, auch wenn sie selbst die Apps nicht programmiert haben. „Die Sicherheitsprüfungen der verschiedenen App-Stores suchen nicht ausreichend nach Schwachstellen-Indikatoren, deshalb haben wir Appicaptor entwickelt“, sagt Heider.

„Appicaptor“ generiert neben Black- oder Whitelists auch einen Testbericht, in dem die Ergebnisse detailliert beschrieben sind. Dadurch unterstützt das Werkzeug Unternehmen bei der Risikobewertung und der Einhaltung von Compliance-Vorschriften. „Wir haben bei der Entwicklung besonderen Wert darauf gelegt, dass auch Nutzer und Entscheider ohne tiefgreifendes Know-how in Sachen IT-Sicherheit das Risiko einschätzen können“, sagt Heider. „Bei Bedarf führen wir für unsere Kunden auch Tiefenanalysen durch, zum Beispiel bei sicherheitssensitiven Anwendungen wie Banking-Apps.“ Derzeit bietet Fraunhofer SIT „Appicaptor“ nur im Rahmen von forschungsgestützten Dienstleistungen an. Heider und sein Team entwickeln das Testwerkzeug ständig weiter und fügen neue Prüfkriterien hinzu. Der Transfer der Forschungsergebnisse in die Praxis wird unterstützt durch den europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

 

Informatikstudenten entwickeln Malaria-App

Informatikstudenten aus Uganda entwickeln eine App zur schmerzfreien Malaria-Diagnose:

http://matibabu.blog.com/

Insektenschutz: Innovative Produkte von Care Plus

Care Plus® möchte Fernreisende, Touristen und Tagesausflügler dazu bewegen, so gesund wie möglich zu reisen. Deshalb bietet Care Plus® ein umfassendes Sortiment an Produkten an, die speziell für Dich entwickelt wurden, um auf Reisen optimal vorbereitet und rundum geschützt zu sein.

Besonders Empfehlenswert von Tropicare:

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Enormes Einsparpotential: Eine neue App zählt und misst Holz für den Verkauf

HAWK-Gründerteam FOVEA hat Interessenten aus der ganzen Welt

Eine Idee, die Zeit, Maschinen und damit Geld spart, ist überall willkommen. In der Holzbranche weckt gerade die Neuentwicklung eines HAWK-Gründerteams internationales Interesse: die App, die per Smartphone in kürzester Zeit den Wert von Holzpoltern ermitteln kann. FOVEA heißt das Jungunternehmen, das von der HAWK-Gründerinitiative begleitet und mit einem Exist-Gründerstipendium des Bundeswirtschaftsministeriums gefördert wird.

Wer bisher den Preis eines Holzpolters wissen wollte, musste in der Regel die Stämme einzeln zählen, Volumen messen und rechnen. Und das kostet Zeit – mindestens zwanzig Minuten. Die App braucht für die Zahl der Stämme, die Raummeter und Festmeter eines durchschnittlichen Polters etwa zwei Minuten.

Das Holz wird in mehreren Schritten fotooptisch vermessen, auf dem Display erscheint ein Panoramafoto und schließlich erscheinen die Zahl der Stämme nach Stärkeklassen aufgeschlüsselt sowie die Daten für Fest- und Raummeter, aus denen dann der Preis errechnet werden kann. Neben dem Vorteil der Zeitersparnis kann die App auch – flächendeckend eingesetzt – zu einer Vereinfachung und Vereinheitlichung der Holzlogistik dienen. Abgerechnet wird die App nach vermessenem Volumen oder gezählten Stämmen und somit pro Festmeter oder Stück.

Das Einsparpotential für die Holwirtschaft ist enorm – und zwar weltweit, bestätigt Prof. Dr.-Ing. Bernd Stock von der HAWK-Fakultät Naturwissenschaften und Technik: „Die App ist technologisch eine echte Innovation, die Elemente aus der digitalen Bildverarbeitung nutzt und auf einem Smartphone berechnen kann.“ Stock betreut die entsprechende Doktorarbeit von Christopher Herbon, der den besonderen mathematischen Algorithmus entwickelt hat, der im Hintergrund der App läuft. Herbon ist der Softwareentwickler von FOVEA.

Die Idee für die App und die Firmengründung hatte Manfred Ide. Ide ist Fachinformatiker und Förster. Er stammt selbst aus einem landwirtschaftlich-forstlichen Betrieb im südlichen Niedersachsen und kennt das Thema aus eigener Erfahrung. Seine Mitstreiter für das Unternehmen hat er mit Unterstützung der HAWK-Gründerinitiative an den entsprechenden Fakultäten der Hochschule ausfindig gemacht. Während Ide selbst an der Göttinger Fakultät Ressourcenmanagement Forstwirtschaft studiert hat, wurde ihm Herbon an der Fakultät Naturwissenschaften und Technik von Prof. Stock empfohlen.

Für Design, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit machte Ide als dritte im Bunde Nadine Weiberg an der Hildesheimer Fakultät Gestaltung ausfindig. Sie passte perfekt ins Team: Im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit hat Weiberg bei Prof. Stefan Wölwer die App „Käferkunde“ entwickelt, mit der Förster und Schulkinder per Smartphone Käfer lernen und bestimmen können. Die Arbeit ist gerade mit dem international renommierten Design-Preis, dem reddot award ausgezeichnet worden.

FOVEA arbeitet unterdessen auch mit wissenschaftlichen Hilfskräften an der Markteinführung der Holz-App, denn betreut werden muss derzeit der Testbetrieb in Landes -, Kommunal- sowie Privatforstverwaltungen in Deutschland. Manfred Ide hat das Projekt schon auf nationalen und internationalen Holz-Messen vorgestellt und ist auf größtes Interesse aus Süd-Afrika, Brasilien, Spanien oder Russland gestoßen.

Die App ist von Oktober 2013 an für Kunden ab 30.000 Festmeter (FM) erhältlich. Anfang 2014 wird die App auch für Kleinstkunden zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen: http://www.fovea.eu/

Mobile Internet: Testwerkzeug für App-Sicherheit

Ob Shoppingportale, Spiele oder soziale Netzwerke – Apps sind vor allem auf Privatnutzer ausgerichtet. Doch auch für Unternehmen bergen sie Risiken. Ein Testframework hilft künftig, Sicherheitslücken und Schadsoftware in Apps zu entlarven.

»Bitte wenden Sie sich an den Administrator«. Diese Meldung erscheint meist auf dem Bildschirm, wenn Mitarbeiter auf dem Unternehmensrechner eine neue Software installieren wollen. Der Grund: Die Firmen wollen sich gegen Computerviren und andere Schadsoftware schützen und sichergehen, dass Betriebsgeheimnisse nicht nach außen gelangen. Was bei fest installierten Rechnern gang und gäbe ist, gestaltet sich bei mobilen Smartphones allerdings schwierig. Die Firmen können kaum verhindern, dass Mitarbeiter verschiedene Apps auf ihr Gerät laden; vor allem, wenn es sich um private Geräte handelt, die mit dem Firmennetz verbunden werden. Doch wie vertrauenswürdig sind die einzelnen Apps – haben sie eine Schadsoftware im Schlepptau, die Dokumente und Passwörter klaut oder Maschinen und Server sabotiert? Wie steht es um die Sicherheit – werden wichtige Informationen unverschlüsselt übertragen? Wie sind Unternehmensdaten gespeichert – können fremde Personen darauf zugreifen, etwa wenn der Besitzer das Smartphone verliert?

Individuelle Testberichte

Antworten auf diese Fragen liefert künftig das »Appicaptor-Testframework«, das Forscher am Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT in Darmstadt entwickelt haben. Dieses System erstellt für Firmen zu jeder App und zu jedem Betriebssystem einen individuellen Testbericht. »Unser Framework ›Appicaptor‹ umfasst verschiedene Analysemethoden und -Werkzeuge«, sagt Dr. Jens Heider, Abteilungsleiter »Testlab Mobile Security« am SIT. »Es kann sowohl Apps für Android- als auch für iOS-basierte Smartphones analysieren – es arbeitet also unabhängig von der Plattform. Zudem lässt es sich beliebig erweitern.« Die Analyse läuft dabei automatisch. Findet »Appicaptor« eine Sicherheitslücke oder eine Schadsoftware, gibt es eine Warnung aus. Einmal gescannt und für sicher befunden heißt aber nicht, dass dies für alle Zeiten gilt. In bestimmten Abständen wiederholt die Software ihre Kontrolle daher – denn Apps werden regelmäßig verändert und überarbeitet. Mit Hilfe des »Appicaptors« können Firmen entweder eine Whitelist erstellen, also eine Liste mit unbedenklichen Apps, die Mitarbeiter auf den Smartphones nutzen können. Oder eine Blacklist, auf der sich diejenigen Apps befinden, die gefährlich sind und die die Mitarbeiter auf keinen Fall installieren dürfen.

»Beim Appicaptor handelt es sich nicht um eine Test-Software, sondern um ein flexibles Testsystem, in dem wir verschiedene Test-Werkzeuge kombinieren«, sagt Heider. Viel Entwicklungsarbeit haben die Wissenschaftler in die Verständlichkeit gesteckt: Anfangs lieferte »Appicaptor« Ergebnisse, die nur Informatiker verstehen. Mittlerweile gibt die Software allgemeinverständliche Warnungen aus, etwa: »Die App speichert Daten unverschlüsselt und birgt daher ein Sicherheitsrisiko«. Eine weitere Hürde, die die Forscher zu meistern hatten, lag in der Geschlossenheit der iOS-Systeme: Der Apple-Konzern hält sich bedeckt darüber, wie das System aufgebaut ist. Die Wissenschaftler mussten also selbst herausfinden, was unter der Haube steckt und welche Risiken der Plattform geprüft werden müssen.

Das Framework ist bereits im Betrieb – es wird ständig weiterentwickelt und an neue Betriebssysteme angepasst. Momentan testen und optimieren die Forscher es gemeinsam mit der Industrie. Die Testphase läuft noch bis zum Herbst dieses Jahres. Ein Ergebnis: Unternehmen wünschen sich oft firmenspezifische Testfälle. Weiterhin soll das System an firmeneigene App-Stores und Mobile-Device-Management-Systeme ange- bunden werden. Das SIT bietet »Appicaptor« deshalb ausschließlich als Dienstleistung an. Dennoch könnten die Ergebnisse auch privaten Nutzern zu Gute kommen: »Wir erwarten, dass das Niveau der Apps durch die zunehmende Kontrolle steigt und sie immer weniger Sicherheitslücken beinhalten.« Quelle: Fraunhofer Gesellschaft

Big Data: Kundendaten werden der zentrale Treiber im Mobile Business sein

Wissenschaftler auf der International Conference on Mobile Business (ICMB) 2013 in Berlin diskutierten Zukunftstrends und -anwendungen und waren sich einig: Kundendaten werden der zentrale Treiber im Mobile Business sein – aber die Kunden sollten selbst bestimmen.

Mobile Business ist die Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. Smartphones werden das Leben der Einzelnen, die Abläufe in Unternehmen und die Gesellschaft künftig noch viel stärker verändern als bisher. Erstmals fand in diesem Jahr die wichtigste wissenschaftliche Konferenz zu diesem Thema in Deutschland statt. Zentrales Thema war die Bedeutung von Kundendaten, außerdem wurde vor allem über Mobile Payment, Wertschöpfungsnetze für mobile Plattformen, mobile Dienste in Unternehmen, mobile Dienste in Entwicklungsländern, öffentliche Anwendungen und Mobile Health diskutiert.

Deutschland als Plattform für den internationalen Austausch

Die ICMB, die von der internationalen Wirtschaftsinformatik-Gesellschaft Association for Information Systems (AIS) mitveranstaltet wird, wurde in diesem Jahr von der Forschungsgruppe wi-mobile der Universität Augsburg und der Fachgruppe Mobilität und mobile Informationssysteme (MMS) der Gesellschaft für Informatik ausgerichtet.

Der entscheidende Trend im Mobile Business wird für die kommenden Jahre die zentrale Bedeutung der erhobenen und verknüpften Kundendaten sein”, so PD. Dr. Key Pousttchi, Vorsitzender der diesjährigen ICMB. “Smartphones werden das klassische Marketing in den nächsten fünf Jahren stärker verändern als es sich in den letzten 25 Jahren insgesamt verändert hat.” Betroffen sein werden nicht nur techniknahe Bereiche, sondern vor allem eine Vielzahl klassischer Branchen. Forscher schätzen etwa, dass hunderttausende Arbeitsplätze betroffen sein könnten, sollten der klassische Einzelhandel und die Banken den Anschluss in diesem Bereich verlieren.

Weitere wichtige Themen der Konferenz lagen in den Bereichen mobile Dienste für Endkunden, Wertschöpfungsnetze für mobile Plattformen, mobile Dienste in Unternehmen, mobile Dienste in Entwicklungsländern, öffentliche Anwendungen und Mobile Health.

Auf der ICMB trifft sich das Who-is-who der internationalen Forschung. “Die International Conference on Mobile Business“ dient als Forum für Akademiker und auch Praktiker, um die fortschreitenden Entwicklungen zu diskutieren und den Entwicklungsstand des Mobile Business weiter voranzutreiben”, so Professor George Giaglis von der Universität Athen. Sein Kollege, Professor Kalle Lyytinen aus Cleveland stellt die Eigenschaft als Schlüsseltechnologie in den Vordergrund und sieht ebenfalls klare Trends: “Mobile Technologien werden die dominante Rolle auf dem neuen computerbezogenen Markt einnehmen, auf dem EDV, Telekommunikation, Medien und Technologien für Endkunden immer stärker zusammenwachsen.

Der Hauptaspekt ist die Entwicklung neuer Dienste, die auf der Integration von Mobilität, Ortsdaten und Rich Media basieren.” Professor Bill Kettinger aus Memphis, der mit dem MISQ eines der führenden internationalen Wirtschaftsinformatik-Journale vertrat, sieht den Einfluss des Mobile Business in der Forschung wachsen und verwies auf die querschnittliche Bedeutung mobiler Endgeräte und des Internet der Dinge.

Trends im Mobile Business

Ein Schwerpunkt der Diskussion war in diesem Jahr Mobile Payment. Einerseits wird dies in den nächsten Jahren der am stärksten umkämpfte Bereich zwischen den Marktteilnehmern sein – dies schließt nicht nur Banken und Mobilfunkanbieter, sondern viel stärker noch Kreditkartenfirmen, die großen Internetplayer und den stationären Einzelhandel ein. Daten aus Mobile-Payment-Systemen werden dabei eine größere Rolle spielen als Transaktionsgebühren. “In Deutschland fehlt vielen Marktteilnehmern der strategische Blick auf das Thema”, so PD Dr. Key Pousttchi. “Mobile Payment und Mobile Marketing werden die Einzelhandelslandschaft stark verändern. Nur wenige Einzelhändler sind darauf bisher wirklich vorbereitet.

Steigende Bedeutung wird auch M-Health zugemessen. “Apps für den Gesundheitsbereich haben stark heterogene Zielgruppen und adressieren spezielle Bedürfnisse in verschiedenen Anwendungsfällen. Aufgrund des schnellen Marktwachstums eröffnen sich dem Gesundheitswesen damit unzählige neue mobile Möglichkeiten”, so Professor Markus Bick von der ESCP Europe. “Neben all diesen Vorteilen beinhalten solche Applikationen auch Risiken, wie beispielsweise Datensicherheit etc., die zu Problemen bei der Nutzerakzeptanz führen, was den direkten Widerstand der Nutzer zur Folge haben kann.”

Auch B2B-Themen wie mobil-integrierte Geschäftsprozesse und Customerization (“bring-your-own-device”) wurden stark diskutiert. “Durch den Austausch unserer Ideen auf der ICMB kann die derzeitige Nutzung mobiler Technologien besser bewertet und weiterentwickelt werden, so dass wir IKT effizienter und effektiver in unseren Bereichen einsetzen können”, so Professor Junichi Iijima vom Tokyo Institute of Technology, der bereits auf der ICMB 2009 in China in einer gemeinsamen Studie mit den Augsburger Forschern den Trend zur Customerization im B2B anhand der Entwicklung in Japan prognostiziert hatte.

Unkontrollierte Datensammlung und Internetüberwachung

Einerseits wurde auf der Konferenz klar, dass an Diensten, die auf verknüpften Kundendaten und Big Data basieren, kein Weg vorbei führt. Andererseits wurden auch Datenschutz und das Thema PRISM stark diskutiert. Dabei sehen viele Mobile-Business-Forscher mit Sorge zunächst die unkontrollierte Art und Weise, in der bisher Daten durch mobile Geräte, Betriebssysteme, Anwendungen und Dienste erhoben werden. “Unter den Internet- und Telekommunikationsfirmen hat sich diesbezüglich eine Art neuer Manchester-Kapitalismus breitgemacht”, so der Konferenzvorsitzende in seinem Abschlussstatement. “Staatliche Stellen, die eigentlich verpflichtet wären einzugreifen, Marktmacht zu begrenzen und die Grundrechte der Bürger zu schützen, sind stattdessen ebenfalls sehr an diesen Daten interessiert. Dabei wird die in freien Staaten geltende Regel der freien und vertraulichen Kommunikation zur Ausnahme gemacht und letztlich die Grenzen zwischen freien und totalitären Staaten verwischt.

ICMB 2014 in London

Dass die deutsche Wirtschaftsinformatik und die Mobile-Business-Forschung im Bereich Mobile Business bisher international vorn mitspielen, liegt sicherlich auch an frühzeitigen nationalen Förderprogrammen wie beispielsweise MobilMedia und SimoBIT des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Allerdings fanden diese Programme in den letzten Jahren wenig Fortsetzung.

Stellt man gleichzeitig in Rechnung, wie stark insbesondere die USA im Mobile Business nicht nur aufgeholt, sondern inzwischen überholt haben, so ergeben sich für Unternehmen und Politik in Deutschland ein Reihe von Herausforderungen, um in der ersten Reihe der Hochtechnologie-Länder weiter mitzuspielen.

Die Augsburger Forscher haben ihren Teil dazu getan und Deutschland mit der Berliner ICMB 2013 zum Zentrum der Mobile-Business-Forschung gemacht. Eine große Ehre, aber wie bei Olympischen Spielen zeitlich begrenzt. So steht die nächste Konferenz bereits vor der Tür: Die ICMB 2014 wird in genau einem Jahr an der London School of Economics stattfinden.

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Buchempfehlung: Dr. Ansgar Mayer App-Economy – Milliardenmarkt Mobile Business

a_Buch_AppApps. Seit drei Jahren sind diese Anwendungsprogramme vom Mobile-Business- Markt nicht mehr wegzudenken. Von Privatpersonen bis hin zu Managern, fast jeder nutzt sie täglich. Es ist noch nie so simpel und komfortabel gewesen, Informationen, Angebote oder Spiele so schnell zu finden und anzuwenden.

Dr. Ansgar Mayer hat mit seinem Werk ein praxisnahes Managementbuch zur strategischen Nutzung von Apps geschaffen. Es umfasst sowohl die praktische Anwendung – verdeutlicht durch viele Abbildungen – als auch einen großen theoretischen Teil, der mit den neuesten Entwicklungszahlen belegt ist. Außerdem wird der Titel ergänzt durch hochkarätige Interviews mit Machern aus der App-Economy, wie z. B. Heike Scholz, die den Weblog mobile Zeitgeist gegründet hat.

Autor:

Dr. Ansgar Mayer ist Crossmedia- und Mobile- Business-Spezialist. Seit 2007 ist er Head of Crossmedia an der ASA, dem CEO-Thinktank der Axel Springer AG.