Social Media Empfehlungen sind die effektivste Werbung in Netzwerken

Empfehlungen von Freunden und Bekannten sind in sozialen Netzwerken die effektivste Form der Werbung. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM ergeben. Danach sagt die Hälfte (50 Prozent) der Mitglieder sozialer Netzwerke wie Facebook, Xing, Google+ oder LinkedIn, dass ihre Aufmerksamkeit für Empfehlungen von Kontakten aus ihrem Netzwerk „hoch“ oder „sehr hoch“ ist. Unter den 14- bis 29-Jährigen sind es sogar 62 Prozent, in der Generation 50 Plus 36 Prozent. „Experten diskutieren intensiv darüber, wie wirksam bestimmte Werbeformen in sozialen Netzwerken sind“, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Persönliche Kontakte spielen bei der Akzeptanz von Werbung in diesen Medien eine besonders wichtige Rolle.“ Unternehmen präsentieren heute ihre Marken und Produkte intensiv in sozialen Netzwerken und zählen dort Millionen von Fans und Followern. Neben der klassischen Display-Werbung wie Bannern oder Werbe-Clips kommen inzwischen immer mehr interaktive Werbeformen zum Einsatz, um Marken zu inszenieren.

Immerhin gut ein Viertel (26 Prozent) aller aktiven Mitglieder beachten zudem die eingeblendeten Werbeanzeigen am Rand der Webseiten sozialer Netzwerke. Auch hier liegt die Aufmerksamkeit bei den 14- bis 29-Jährigen mit einem Anteil von 35 Prozent deutlich höher. Ein Fünftel (21 Prozent) der Befragten hat eine hohe oder sehr hohe Aufmerksamkeit für vorgeschaltete Werbe-Clips in Online-Videos (14 bis 29 Jahre: 28 Prozent). 19 Prozent der aktiven Nutzer beachten auch gesponserte Posts im News-Feed von sozialen Netzwerken (14 bis 29 Jahre: 26 Prozent). Am geringsten ist das Interesse für Werbebanner in Smartphone-Apps. Für sie zeigen nur 13 Prozent eine hohe oder sehr hohe Aufmerksamkeit.

Methodik: Im Auftrag des BITKOM hat Bitkom Research 684 aktive Mitglieder sozialer Netzwerke ab 14 Jahre befragt. Die Umfrage ist repräsentativ.

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Zielankunft der Expedition Unternehmen – Social Media im Mittelstand

Nach vier erfolgreichen Etappen der »Expedition Unternehmen – Social Media im Mittelstand« fasst die fünfte und letzte Veranstaltung die Expeditionserfahrungen zusammen. Die 5. Etappe mit dem Thema »Unternehmen gestalten – Organisationen aktivieren« findet am 21. November 2013 auf Schloss Birlinghoven statt. Erwartet wird auch ein echter Schlossbauherr: Manfred Rettig, Vorstand und Sprecher der Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum, berichtet über seine Erfahrungen bei der Realisierung von Großprojekten.

Nach vier Etappen mit den Themen Führung, Mitbestimmung, Personalentwicklung sowie Aus- und Weiterbildung fasst die fünfte und letzte Veranstaltung der »Expedition Unternehmen – Social Media im Mittelstand« die bisherigen Erkenntnisse und Erfahrungsberichte zusammen. Die Teilnehmer starten von drei strategisch verteilten Basislagern. Im ersten werden die wesentlichen technischen Konzepte sowie die darauf aufbauenden Anwendungen und Unterstützungsplattformen betrachtet.

Im zweiten Basislager werden Anleitungen und Lösungen zur organisatorischen Einführung in Unternehmen diskutiert und auch Themen wie Sicherstellung der Mitbestimmung, Auswahl von Use Cases und Einführungskonzepte sowie Training und Change Management bearbeitet. Im dritten Basislager werden Best Practices zur Weiterentwicklung der neuen Kommunikationsformen in einem Unternehmen erörtert. Dabei werden auch Sonderfälle und Krisenmanagement sowie die fortgeschrittene Nutzung der Kommunikationsinhalte und Netzwerke mittels Empfehlungssystemen und Gamification behandelt.

Wie schon bei den vorangegangenen Expeditionen steht auch bei dieser wieder die Interaktion untereinander und mit den Fachreferenten im Vordergrund. Freuen Sie sich auf spannende Vorträge, Demonstrationen und Diskussionen sowie auf die Präsentation der finalen Expeditionslandkarte.

Die 5. Etappe startet mit einer ganz besonderen Keynote: Dipl.-Ing. Manfred Rettig, Vorstand und Sprecher der Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum, berichtet über seine Erfahrungen bei der Realisierung von Großprojekten. Für 590 Millionen Euro will der Architekt und Städteplaner das Berliner Schloss – bis zu seiner vollständigen Zerstörung das größte und bedeutendste Bauwerk der Hauptstadt – rekonstruieren und als Humboldtforum mit neuem Leben füllen. Das ruft neben begeisterten Befürwortern auch Gegner auf den Plan. Damit hat Rettig viel Erfahrung. Er verantwortete von 2001 bis 2009 die Neubauten von Parlament und Regierung im Spreebogen. Zuvor leitete er den Umzug der Bundesregierung von Bonn nach Berlin.

»Expedition Unternehmen« ist ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördertes Forschungsprojekt in Form von fünf Tagungen zum Thema »Social Media im Mittelstand«. Projektpartner sind das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT, das Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit, die Synergie Vertriebsdienstleistung GmbH und T-Systems Multimedia Solutions. Zum lebendigen Austausch wurde die klassische Kongressform weiterentwickelt und um neuartige kommunikative Elemente erweitert.

Die 5. Etappe mit dem Thema »Unternehmen gestalten – Organisationen aktivieren« findet am 21. November 2013 auf Schloss Birlinghoven statt. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Impressionen der vergangenen Etappen und die Anmeldung finden Sie auf http://www.expedition-unternehmen.com

Marketing reloaded: Informationsfluss im Internet steuern

„Durch den Boom und die Macht der Sozialen Netzwerke müssen Unternehmen ihr Marketing komplett umstellen“, ist Danny Holtschke, Alumnus und Gründer an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin, überzeugt. Daraus hat er zusammen mit seinen beiden französischen Business Partnern eine Geschäftsidee und das Start-up Spotistic entwickelt. Auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie bescheinigt dem Vorhaben Erfolgsaussichten und unterstützt die Weiterentwicklung und Umsetzung des Businessplans nun ein Jahr lang mit dem EXIST-Gründerstipendium, kofinanziert durch den Europäischen Sozialfonds (ESF).

Etwa eine Stunde pro Tag verbringen Konsument/innen nach aktuellen Angaben der Wirtschaftszeitung Handelsblatt durchschnittlich in den Sozialen Netzwerken im Internet. Allein bei Facebook seien rund 25 Millionen Deutsche als Mitglieder registriert. Für Marketing-Fachleute gleicht das World Wide Web einem reißenden Strom an Daten. Kund/innen, Käufer/innen und allerlei Konsument/innen bewerten, tadeln und loben stündlich schier unzählbar viele Produkte in Internet-Foren, auf Online-Plattformen und über Kurznachrichtendienste wie Twitter. Diesen steten Fluss von Informationen, die für Unternehmen sehr wertvoll sein können, will das Start-up in geordnete Bahnen lenken und bündelt Standort-bezogene Daten aus sozialen Netzwerken in einem Web-Dashboard. Spotistic listet die „online local footprints“ eines Unternehmens und seiner Wettbewerber und bildet alle virtuellen Interaktionen live in einem einfachen Feed zusammen.

Dies ermöglicht Analysen über das Wettbewerbsumfeld, hilft Kund/innen zu gewinnen und gibt Marketingmanager/innen zudem die Chance, gezielt und schnell auf Rückmeldungen von Kund/innen zu reagieren. „Standort bezogenes Kunden-Feedback ist besonders für Einzelhändler/innen mit sehr vielen Filialen von entscheidender Bedeutung“, betont HWR-Absolvent Danny Holtschke. Es erlaube ihnen, ganz konkret auf Wünsche und Beschwerden zu reagieren. Digitales Marketing sei ein wichtiger Teil der Kommunikation mit Verbraucher/innen und nicht mehr wegzudenken.

Nach erfolgreicher Teilnahme beim Startupbootcamp Berlin 2012, die Victor Landau und Maxence Decrosse als Ideengeber sicherstellten und während des Programms durch Danny Holtschke als drittes Gründungsmitglied auf der wirtschaftlichen Seite ergänzt wurde, ist das international aufgestellte Gründerteam von Spotistic nun in das Gründungsnetzwerk der HWR Berlin eingebunden. Das Team erhält mit dem EXIST-Gründerstipendium nun zusätzlich auch finanziell ein Sprungbrett für seine Vision, einen kostenlosen Arbeitsplatz sowie Coaching und mit Prof. Dr. Sven Ripsas, Beauftragter für Entrepreneurship der HWR Berlin, einen erfahrenen Mentor an die Seite.

Das Gründungszentrum der HWR Berlin ist Werkstatt und Experimentierfläche für Gründungsinteressierte in Berlin-Schöneberg. Hier werden Ideen, Konzepte und Prototypen gefördert. Es ist ein lebendiger Ort der Kreativität, der Begegnung und des Austausches und dient seit mehreren Jahren als Katalysator für gute Ideen. Finanziert vom ESF werden Seminare angeboten, Coaching, externe Fachberatung, Büroarbeitsplätze und Netzwerkveranstaltungen.

www.spotistic.com

Buchempfehlung: Anne M. Schüller – Touchpoints | Auf Tuchfühlung mit dem Kunden von heute

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Ob Kunden kaufen, entscheidet sich an den Touchpoints eines Unternehmens

Das Social Web hat die Art und Weise, wie wir kaufen und Business machen, für immer verändert. Eine Fülle neuer „Momente der Wahrheit“ ist dabei entstanden. Momente der Wahrheit sind solche, in denen der Kunde erlebt, was die Versprechen eines Unternehmens taugen – um daraufhin seine Entscheidung zu treffen. Wie können Unternehmen die „Customer Journey“, also die Reise eines Kunden durch das Unternehmen, zielführend begleiten? Wie können sie die wachsende Zahl der Offline- und Online-Touchpoints (Kundenkontaktpunkte) verknüpfen und nutzen, um damit Geld zu verdienen? Wie können sie Kunden und Mitarbeiter mit ihren Ideen und Meinungen aktiv involvieren, um Exzellenz zu erreichen? Und wie können sie ihre Kunden zu Fans, Promotoren und aktiven Empfehlern machen, um dauerhafte Umsatzzuwächse zu generieren?

Touchpoint-Management ist das derzeit wohl am besten geeignete Instrument, um die Herausforderungen unserer neuen Business- und Arbeitswelt zu meistern. Anne M. Schüller hat es in zwei Teilen entwickelt: das Mitarbeiter-Touchpoint-Management, das die Beziehungen zwischen Führungskraft und internen Kunden neu strukturiert, sowie das Customer-Touchpoint-Management, das Kundenbeziehungen in unseren Zeiten von „social“ und „mobile“ passend gestaltet. Beide Teile gemeinsam machen die anwendenden Unternehmen strategisch wie auch operativ fit für die Zukunft: komplexitätsreduzierend, mit einfachen Bordmitteln umsetzbar und ohne teure Hilfe von außen. Ein Tool, das es auch erlaubt, mit punktuellen Maßnahmen sofort zu beginnen.

352 Seiten
978-3-86936-330-1
€ 29,90 (D)

Sales Convention in der NORDAKADEMIE: Neue Medien definieren Vertriebsarbeit nicht neu

Die Neuen Medien haben das Einkaufs- und Entscheidungsverhalten der Kunden verändert. Viele sind besser informiert und anspruchsvoller. Verkäufer müssen lernen, mit dieser veränderten Situation umzugehen.Erleben wir tatsächlich gerade eine Revolution im Vertrieb? Oder haben wir es mit einer Blase zu tun, wie einst bei der „New Economy“? Diesen Fragen gingen Experten aus Wissenschaft und Praxis anlässlich der vierten Sales Convention 2013 in der NORDAKADEMIE Elmshorn nach. „Neue Medien im Vertrieb – Revolution oder Rudelverhalten?“ lautete deshalb das Thema der Tagung im Audimax der Hochschule, an der rund 150 Interessierte aus überwiegend norddeutschen Unternehmen teilnahmen.

In seiner Eröffnungsrede stellte der NORDAKADEMIE-Marketingexperte und Initiator der Sales Convention, Prof. Dr. Lars Binckebanck, die Argumente für und gegen einen medieninduzierten Paradigmenwechsel im Vertrieb dar. Seiner Ansicht nach erweitern Neue Medien das Instrumentarium zwar, definieren aber Vertriebsarbeit nicht neu. Vielmehr komme es darauf an, den Kosten-Nutzen-Aspekt unternehmensspezifisch genau zu analysieren und anschließend mit Augenmaß vorzugehen.

Lars Luck, Partner bei Roland Berger Strategy Consultants und Co-Autor des Fachbuchs „Data Unser“, zeigte anhand von Praxisbeispielen die enormen Potenziale von Kundendatenanalysen auf und skizzierte die Implikationen für die Vertriebsarbeit. Insbesondere thematisierte er die Anforderungen, aber auch die Grenzen eines datenbasierten Vertriebs als Teil einer kundenzentrierten Organisation. An die Praktiker gewandt sagte Lars Luck: „Vertriebler werden sich künftig nicht mehr so stark um administrative Dinge kümmern müssen. Sie können sich mehr auf den Kunden konzentrieren, dessen Kaufverhalten sie aus der Nutzung seiner Kreditkarten zum Teil schon kennen.“

Clemens Tönnies, Vorstandsvorsitzender der Tönnies Unternehmensgruppe und Aufsichtsratsvorsitzender des FC Schalke 04, diskutierte über Neue Medien aus Sicht der Lebensmittelindustrie. Hier ergeben sich beispielsweise durch QR-Codes mit entsprechenden Produktinformationen ganz neue Möglichkeiten, das angeschlagene Vertrauen der Kunden in die Qualität von Fleischerzeugnissen zurückzugewinnen und Wettbewerbsvorteile zu generieren. Einen Internet-Fleischvertrieb, wie bei so manch anderen Lebensmitteln, kann sich Tönnies allerdings nicht vorstellen: „Für uns fällt dieser Vertriebsbereich flach!“

Prof. Dr. Alexander Haas, Professor für Marketing an der Justus-Liebig-Universität in Giessen, stellte in seinem Key-Note-Vortrag Potenziale neuer Medien im Vertrieb dar. Auf der Basis einer Vielzahl von Praxisanwendungen forderte er die Einbindung der Medien in eine ganzheitliche Perspektive unter Beachtung von Zielen, Strategien und unternehmensspezifischen Rahmenbedingungen. Dabei kombinierte er wissenschaftliche Untersuchungen mit praktisch umsetzbaren Empfehlungen. So seien soziale Medien weniger zur Umsatzsteigerung, als vielmehr zur Produktivitätserhöhung im Vertrieb geeignet.

Andreas Buhr, Vorstand der go! Akademie für Führung und Vertrieb AG in Düsseldorf und Autor des Fachbuchs „Vertrieb geht heute anders“, stellte sehr plastisch die Veränderungen in der Vertriebsarbeit dar, die sich durch neue Medien ergeben. So steht nach seiner Ansicht nicht so sehr die Information des Produkts im Vordergrund, sondern die Art und Weise, wie sie dem Kunden emotional vermittelt werden. Gleichzeitig betonte er den Stellenwert persönlicher Beziehungen und machte deutlich, dass hier klassische Verkaufstechniken auch in Zukunft ihre Bedeutung behalten werden.

Matthias Klug, Leiter der internationalen Unternehmenskommunikation bei STILL, zeigte ganz konkret anhand von App-gestützten Verkaufsunterstützungsmaßnahmen, wie die systematische Verwendung von Tablet-PCs im Vertrieb den Kundenmehrwert erhöhen kann.

Zum Abschluss der vierten Sales Convention in der NORDAKADEMIE referierte Frank Mahlberg, Verlagsgeschäftsführer Hamburger Abendblatt/WELT-Gruppe/Berliner Morgenpost bei Axel Springer, aus seiner Praxis. Die Zeitungsbranche ist durch Digitalisierung in besonderem Maße betroffen. Wirtschaftlich schlecht, so der Verlagsgeschäftsführer, gehe es den Medien, die auf Veränderungen gar nicht oder schlecht reagiert hätten. So gehen Anzeigen immer mehr vom Print in die neuen digitalen Medien. „In den vergangenen zehn Jahren sind die Anzeigenerlöse im Printgeschäft um 70 Prozent rückläufig“, so der Verlagsgeschäftsführer. Für ihn sei die Krise vieler Verlage eigentlich mehr eine Strukturkrise. Denn nach seiner Erfahrung, erklärte Mahlberg, seien die Werbeausgaben der Unternehmen relativ stabil. Sie verschieben sich nur vom Print ins Digitale. Weiter zeigte Mahlberg mit Beispielen aus dem Hause Axel Springer auf, wie man dort auf den strukturellen Wandel reagiert. Daraus ließen sich durchaus Lehren für andere Branchen im Umgang mit Neuen Medien ableiten.

EBS-Studie: Social Media verstärken die Markenbindung

Die gkk DialogGroup GmbH hat in Kooperation mit Kia Motors Deutschland und der EBS Business School untersucht, wie sich das Engagement von Konsumenten in Social Media auf die Beziehung zu einer Marke auswirkt. Die repräsentative Studie bestätigt das positive Verhältnis von Marken-Fans zu ihrer Marke durch hohe Aktivität in den sozialen Netzwerken. Sie wiesen eine bis zu 30 Prozent stärkere Beziehung zur Marke auf. Zudem zeigen die Ergebnisse, dass dieses Engagement bei Fans die Kaufintention um etwa 20 Prozent steigert. Von Marken optimal genutzte Social Media-Plattformen – wie etwa Facebook – fördern und vertiefen also die Markenbeziehung und steigern die Kundenbindung.

Social Media-Plattformen wie zum Beispiel Facebook und YouTube gehören heute zum festen Bestandteil im Kommunikations-Mix der Unternehmen und gewinnen für die Kommunikation zwischen Marken und Konsumenten zunehmend an Bedeutung. Dennoch bleibt häufig unklar, ob und wie die Kommunikationsaktivitäten von Marken über Social Media erfolgreich sind.

Die wissenschaftliche Studie am Fallbeispiel des Automobilherstellers Kia Motors Deutschland weist nach, dass sich Social Media-Aktivitäten durchaus lohnen. Zudem ergeben sich klare Hinweise darauf, was Unternehmen bei der Gestaltung von Social Media Marketing beachten sollten.

Die Studienergebnisse zeigen ein grundsätzlich hohes Interaktionsniveau der Marken-Fans: jeder Zweite ist mindestens einmal wöchentlich mit der Marke Kia auf Facebook in Kontakt. Eine Engagement-Messung des tatsächlichen Verhaltens der Fans ergab, dass fast jeder zweite Kia-Fan (47,7 %) im Befragungszeitraum in der Kia Facebook Community aktiv war – zum Beispiel indem er sich an Diskussionen beteiligte. Bei diesen aktiven Fans handelt es sich jedoch nicht nur um Kia-Kunden (51,5 %). 48,5 Prozent der aktiven Fans fahren derzeit kein Fahrzeug der Marke Kia, treten aber dennoch mit der Marke in Kontakt.

Hinsichtlich der Auswirkungen von Social Media Engagement zeigen die Studienergebnisse einen klaren Zusammenhang zwischen der Aktivität der Fans und der Beziehung zur Marke. So nehmen aktive Fans die Marke Kia bis zu 30 Prozent positiver wahr, fühlen sich stärker in die Marke integriert, vertrauen ihr mehr und empfinden sich stärker emotional mit ihr verbunden. Auch die Bereitschaft, ein Kia-Modell zu kaufen, liegt bei den aktiven Fans deutlich höher (20 %) als bei nicht-aktiven Fans.

„Die Studie zeigt eindeutig, Marken können über Social Media-Plattformen wie Facebook, Beziehungen zu Kunden und potenziellen Kunden aufbauen, vertiefen und letztlich auch die Kaufabsicht steigern“, fasst Prof. Dr. Tobias Schäfers von der EBS Business School die Ergebnisse zusammen. „Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Marken das Engagement ihrer Fans fördern – und das gelingt nur mit Social Media-Inhalten und -Aktionen, die Fans einen Anreiz bieten, aktiv zu werden“, so Julia Schamari, Leiterin Social Media bei gkk. „Erst durch das Social Media Engagement wird ein positiver Effekt auf die Marke erzeugt.“

Methodik der Studie: Die Studie basiert auf einer Social Media Engagement-Messung in Kombination mit einer repräsentativen Befragung zur Messung von Einstellungen und Verhalten von 707 Kia Motors Facebook-Fans (Frauen und Männer im Alter von 18 bis 65 Jahren). Das Engagement wurde mit dem Social Media Measurement Tool „Social Bench“ anhand der Facebook-Fan-Aktivität im halben Jahr vor der Befragung (April bis Oktober 2012) gemessen.

Autoren der Studie:

Prof. Dr. Tobias Schäfers, EBS Business School:
Prof. Dr. Tobias Schäfers ist Juniorprofessor für Dialogmarketing an der EBS Business School in Wiesbaden. Die Studie zur Wirkung von Social Media Engagement wurde unter seiner wissenschaftlichen Leitung durchgeführt. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Dialog-Marketing und Marketing-Kommunikation, interaktive Dienstleistungen und empirischer Marktforschung.

Julia Schamari, gkk DialogGroup GmbH:
Julia Schamari, Diplom-Kauffrau, ist Account Director bei der gkk DialogGroup GmbH und leitet dort den Geschäftsbereich Social Media. Neben Social Media-Strategien und -Measurement verantwortet Julia Schamari die Community Management-Teams für den allumfassenden Dialog im Social Web. Parallel befasst sie sich mit der Wirkung von Social Media auf Unternehmenserfolge in ihrer Dissertation.

Studie: Krankenhäuser in der Notaufnahme

Patienten wird die Behandlung verweigert, weil das nötige Fachpersonal fehlt. Dieser Vorwurf könnte in Zukunft die Schlagzeilen bestimmen. Ärzte werden bereits heute händeringend gesucht, Pflegekräfte werden folgen, so eine aktuelle Studie des TDS Instituts für Personalforschung an der Hochschule Pforzheim. Besonders gefährdet sind demnach kleinere Krankenhäuser und Krankenhäuser in ländlichen Regionen.
Wie wirkt sich das Fehlen der Fachkräfte aus und welche Strategien werden entwickelt, um diesem Mangel entgegenzuwirken? Über 130 Krankenhäuser befragten Professor Dr. Stephan Fischer und Annegret Zimmermann im September und Oktober 2012. Ende Januar 2013 folgte die Auswertung. Die strukturierte Untersuchung des TDS Instituts für Personalforschung lässt Rückschlüsse auf die Personalsituation der Ärzte, der Pflegekräfte und der Verwaltungsfachangestellten in den Krankenhäusern zu. Das Fazit: „Ärzte sind bereits heute Mangelware“, so Fischer. Der Leiter des Instituts sieht ein klares Stadt-Land- und Größen-Gefälle. „Auch größere Kliniken haben Schwierigkeiten, vakante Ärztestellen zu besetzen, doch bei kleineren stehen die Chancen noch deutlich schlechter.“ Acht von zehn Krankenhäusern im ländlichen Raum können freiwerdende Posten nur sehr schlecht neubesetzen. „Es fehlen schlichtweg Bewerber!“ bilanziert Fischer.

Die Personalsituation hat sich auch in den Rekrutierungsstrategien niedergeschlagen. Die Anwerbung und Anstellung von ausländischen Ärzten ist für 81 Prozent der Befragten kein Problem. „Mit Image lässt sich punkten“, folgert Annegret Zimmermann. Während Universitätskrankenhäuser immerhin zehn Bewerbungen auf eine freiwerdende Ärztestelle bekommen – unabhängig vom Status der ausgeschriebenen Stelle – haben kleinere Kliniken kaum Auswahl. Ein bis fünf Akademiker bemühen sich hier um die vakante Stelle. Aus dem Dilemma gibt es laut der Studie für die Krankenhäuser nur einen Ausweg: Das Studium muss für mehr Bewerber geöffnet werden, die Attraktivität des Berufs muss steigen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sollte besser gewährleistet sein.

Doch nicht nur die Ärzteschaft ist eine knappe Ressource. Bereits heute können über ein Drittel der befragten Krankenhäuser die freiwerdenden Pflegestellen nicht wieder oder nur mit Problemen besetzen. „Die Tendenz ist stark ansteigend“, erklärte Stephan Fischer. „Drei Viertel aller Kliniken sieht hier in Zukunft ein deutliches Problem“, so der Professor der Hochschule Pforzheim. Auch stehen Kliniken im ländlichen Raum wieder stärker Fokus. Stellen im Pflegebereich, vielfach über Annoncen in den regionalen Tageszeitungen beworben, können in Großstädten schneller wieder besetzt werden. Auch hier bilden Fachkräfte aus dem Ausland bereits eine attraktive Alternative. Die Arbeitszeiten, eine angemessene Bezahlung und das soziale Umfeld sind Faktoren, die die Entscheidung der Pflegekräfte zu Gunsten eines Standortes beeinflussen.

„Nur bei den Verwaltungsfachangestellten der Krankenhäuser gibt es zurzeit keine Probleme“, stellte Fischer fest. Hier scheint das Reservoir an Fachkräften ausreichend. Für alle Einrichtungen sind die eigene Homepage, Imagebroschüren oder Anzeigen in den einschlägigen Medien inzwischen Standradinstrumente zur Personalanwerbung. Keine Relevanz sehen die Arbeitgeber in der Nutzung der Social Media. Facebook, Xing oder Google+ sind in der Krankenhausarbeitswelt noch nicht angekommen, obwohl künftige Arbeitnehmer hier ein verstärktes Interesse signalisieren.

Die Personalsituation verursache höhere Kosten, so ein Fazit der Studie. „Über die Hälfte der Kliniken beschäftigten bereits Honorarärzte, Stellenwerbungen werden teurer und die Beschäftigung von ausländischem Fachpersonal bedeutet oft eine intensivere Einarbeitung“, führt Fischer als Beispiele auf. Ein positives Image wirke sich günstig auf die Personalentwicklung aus. „Kleinere Häuser müssen sich hier deutlicher abheben, um zu punkten“, so Professor Fischer. „Personalentwicklung und -rekrutierung ist für die Kliniken zentral“, erläutert der Leiter des Instituts der Hochschule Pforzheim. Schließlich wäre das Abweisen von Patienten nicht nur kontraproduktiv für das Image der Klinik, sondern widerspräche auch deren Auftrag. Quelle Hochschule Pforzheim

Teufelstreppe erklärt Wachstumsprozesse in Netzwerken

Soziale und andere Netzwerke können langsam und dennoch sprunghaft wachsen. Das scheinbare Paradoxon lässt sich anhand einer Teufelstreppe erklären.
Dass sich ein Netzwerk – sei es ein Freundeskreis, ein Computernetzwerk oder die Nervenzellen des Gehirns – durch das Hinzufügen von einigen wenigen Verbindungen dramatisch vergrößern kann, war wohlbekannt. Unklar blieb der Zusammenhang zwischen langsamen und abrupten Wachstumsschüben. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS) und der Universität Göttingen erklären diesen Zusammenhang mit der Entdeckung einer Teufelstreppe, die sowohl sprunghaftes, als auch allmähliches Wachstum vereinigt. Die Ergebnisse dieser theoretischen Studie wurden jetzt in der Fachzeitschrift Physical Review X veröffentlicht.

Oft geht es schlagartig vor sich: Ein Online-Filmchen einer Klavier spielenden Katze kann innerhalb von Stunden Kultstatus erreichten; eine Grippeepidemie kann urplötzlich auf weite Bevölkerungsteile übergreifen; oder der Aufbau eines Bekanntenkreises nach dem Umzug in eine neue Stadt kann sich auf einmal sprunghaft beschleunigen. In all diesen Beispielen benachrichtigt, infiziert oder trifft eine Person nach und nach andere, und auf eine ruhige Anfangszeit folgt unvermittelt eine Phase, während der sich der Kreis der Beteiligten plötzlich sehr schnell vergrößert. Die Göttinger Forscher haben nun untersucht, welche Arten solcher plötzlichen Übergänge möglich sind.

Wissenschaftler untersuchen Prozesse wie das Verbreiten von Ideen, Viren oder Signalen im Rahmen der so genannten Netzwerktheorie. Die Personen, Computer und anderen Einheiten, die miteinander in Kontakt treten können, werden als Punkte (so genannte Knoten) dargestellt. Wenn ein Kontakt zwischen zwei Knoten zustande kommt, werden diese durch eine Linie verbunden. Dadurch entstehen komplexe Netzwerkstrukturen, die sich meistens unabhängig von der Bedeutung der Knoten untersuchen lassen.

Solche Modelle erlauben es unter anderem, Wachstumsprozesse zu erforschen. Im einfachsten Fall geht man von einer großen Anzahl isolierter Knoten aus. Wenn nun in dieser losen Ansammlung zufällig Knoten herausgegriffen und zu Paaren verbunden werden, bilden sich allmählich Gruppen von Knoten, die mehrere Knoten umfassen. Anfänglich besteht das System aus vielen separaten Gruppen, die etwa gleich groß sind. Das Verhalten verändert sich jedoch dramatisch, sobald eine kritische Anzahl von Verbindungen eingebracht wurde. Dann wächst plötzlich eine dominante Gruppe heran, die sich schnell vergrößert und schließlich das ganze System beherrscht.

Der Kreis infizierter Personen (grün dargestellt) innerhalb einer Gesamtbevölkerung (großer roter Kreis) kann sprunghaft und damit unkontrollierbar ansteigen. Manchmal folgt der Wachstumsprozess einer Teufelstreppe. Grafik: MPIDS

Ein solcher Wechsel von langsamem zu schnellem Wachstum wird als „Phasenübergang“ bezeichnet. „Das Verhalten von Netzwerken mit langsamen Übergängen lässt sich kontrollieren, zumindest im Prinzip. In Netzwerken mit plötzlichen Übergängen ist dies aber praktisch unmöglich, da dann zu wenig Zeit bleibt, in das System einzugreifen, um etwa das Ausbreiten einer Epidemie einzudämmen. Die Dynamik lässt sich dann weder voraussagen, noch kontrollieren,“ erklärt Nagler. Deswegen ist die Frage, ob der Übergang abrupt – also sprunghaft – oder allmählich und kontinuierlich ist, zentral bei der Erforschung des Wachstums von Netzwerken.

Das Göttinger Forscherteam untersuchte ein Modell, in dem das Hinzufügen neuer Verbindungen nicht mehr rein zufällig geschieht, sondern in dem sich bevorzugt gleichartige Gruppen gemäß bestimmter Regeln vernetzen. Dies ist etwa in alltäglichen Netzwerken üblich. Freundeskreise zum Beispiel wachsen bekanntlich alles andere als zufällig, sondern bevorzugen Kontakte mit Gleichgesinnten. „Anders als bisher angenommen kann in solchen Netzwerken die Expansion auch abrupt sein“, sagt nun Jan Nagler, der an der Universität Göttingen und am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation forscht.

Nagler erklärt weiter: „Kontinuierliche Phasenübergänge können sich in Wirklichkeit aus winzigen Sprüngen zusammensetzen.“ Dieses scheinbare Paradoxon erklären die Wissenschaftler mit der Entdeckung eines Phasenübergangs in Form einer Teufelstreppe: Die Stufen dieser Treppe werden immer kleiner, bis sie schließlich zu einer geraden Linie werden (siehe Abbildung 1). Damit weisen die Forscher nach, dass die Expansion eines Netzwerks – egal ob dies nun soziale Netzwerke, Computernetzwerke oder Netzwerke infektiöser Kontakte sind – sprunghaft und damit praktisch unkontrollierbar sein kann.

Quelle: Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Kongress „SocialMania – Medien, Politik und die Privatisierung der Öffentlichkeit“

 21. und 22. Juni 2012 an der Hochschule der Medien, Stuttgart

Twitter, Google, Facebook und Co. – kaum ein Medienthema hat im letzten Jahr den aktuellen Diskurs über die Mediennutzung so stark polarisiert wie die sozialen Medien. Dabei wird neben dem Datenschutz vor allem über die Rolle des Social Web für die politische Partizipation diskutiert.

Nicht erst seit den Erfolgen der Piratenpartei sehen viele Menschen im Social Web ein Werkzeug, das neue Beteiligungsformen ermöglicht, gar eine neue Art der Politik. Erfahrungen aus dem ersten Präsidentschaftswahlkampf Barack Obamas, aus dem arabischen Frühling oder der Kampagne „Kony 2012“ scheinen diese Erwartungen zu stützen.

Zahlreiche Medientheoretiker befürchten jedoch, dass die Kommunikation über soziale Netzwerke eher zu einem Rückzug ins Private führen werde – frei nach Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, der meinte, dass ein Eichhörnchen im Garten wichtiger sein könne als Menschen, die in Afrika sterben. Werden wir künftig nur noch in von Google oder Facebook vorgefilterten „Bubbles“ denken und handeln, in denen uns nur die Informationen erreichen, die unsere „digitalen Freunde“ posten? Das glaubt der amerikanische Medientheoretiker Eli Pariser und fragt, welche Folgen das für die gemeinsame gesellschaftliche Wissensbasis hat, die politisches Handeln erst ermöglicht.

Über diese und andere Fragen diskutieren Referenten aus Politik, Wissenschaft und Medien beim Kongress „SocialMania“ an der Stuttgarter Hochschule der Medien vom 21. bis 22. Juni 2012. Zu Gast sind unter anderen der Blogger Markus Beckedahl, die ehemalige „Mrs. Micosoft“ und Netz-Transparenz-Verfechterin Anke Domscheit-Berg, der Staatssekretär bei der Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien Marc Jan Eumann, der Polit- und Kampagnen-Berater Julius van de Laar aus dem Wahlkampfteam von Barack Obama. Auch ProSiebenSat.1 Digital-Geschäftsführerin Eun-Kyung Park, der F.A.Z.-Herausgeber Frank Schirrmacher sowie die Medien- und Gesellschaftswissenschaftler Bernhard Pörksen und Gerhard Schulze formulieren ihre Thesen auf dem Podium.

„Mit ‚Social Mania‘ beschreiben wir das Phänomen eines hochfrequenten sozialen Kommunikationsverhaltens im digitalen Lebensraum des Social Web“, erläutern die Kongress-Initiatoren, Prof. Dr. Petra Grimm und Prof. Dr. Michael Müller von der HdM. Eine gewisse Aufregung über die beschriebene Entwicklung in der öffentlichen Diskussion sei verständlich. Allerdings sei sie nicht selten selbst getrieben von einem gewissen Social-Mania-Effekt, so Grimm und Müller.

Können wir künftig noch ohne Social Media kommunizieren? Geht es nur noch mit? Und welche Konsequenzen zieht das Social Web für das Verständnis von Öffentlichkeit, sozialer Realität und politischem Handeln nach sich? Diese Fragen vertiefen die Kongressteilnehmer bei Thesenstatements und in Diskussionslounges. Die Anmeldung ist ab sofort unter http://www.hdm-stuttgart.de/socialmania möglich. Die Teilnahmegebühr beträgt 170 Euro (ermäßigt 50 Euro).

Veranstalter des „SocialMania“-Kongresses ist die Hochschule der Medien, in Kooperation mit der Stuttgarter Agentur Milla & Partner, die auf die Gestaltung von Begegnungskommunikation spezialisiert ist. Im Rahmen der Nachwuchsförderung begleiten und beraten Milla & Partner die HdM und ihre Studierenden bei der Realisierung des Kongresses „Social Mania“ – von der Konzeption bis zur praktischen Durchführung.

Weitere Informationen finden Sie hier: SocialMania 

Leitfaden und Online-Ratgeber zeigen Potenziale für regionalspezifisches Website-Marketing von KMU

 Online-Marketing birgt für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) enorme Potenziale – vor allem, wenn die Werbemaßnahmen regional ausgerichtet erfolgen. Aus diesem Grund hat das Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG) bereits im Jahr 2010 einen kostenlosen Leitfaden erstellt. Dieser erscheint nun in einer zweiten, überarbeiteten Auflage, um KMU wichtige Neuerungen mit auf den Weg zu geben.

Das Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG) hat es sich seit 1998 zur Aufgabe gemacht, Mittelstand und Handwerk bei der Einführung von E-Business-Lösungen zu unterstützen. Denn für viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stellt die Präsenz vor Ort und der direkte Kontakt zum Kunden ein wesentliches Standbein dar. Aber nur wenige Betriebe bemühen sich auch gezielt darum, ihre regionale Sichtbarkeit im Internet zu erhöhen: Die Auswertung von 2941 Teilnehmern des Online-Ratgebers zum Regionalen Internet-Marketing (RIM) zeigt, dass lediglich 14 Prozent der Unternehmen regionalspezifisches Website-Marketing nutzen.

Um diese Zurückhaltung gegenüber dem Internet als Präsentationsplattform zu überwinden, hat das NEG unter Beteiligung des Fraunhofer IAO zum einen eine deutschlandweite Vortragsreihe gestartet: Über 1000 Teilnehmer erhielten auf 22 Veranstaltungen im letzten Jahr so den Anstoß, sich tiefergehend mit dem Thema RIM auseinander zu setzen. Auch in diesem Jahr sind wieder zahlreiche Veranstaltungen geplant.

Zum anderen veröffentlichte das NEG gemeinsam mit dem Fraunhofer IAO im Jahr 2010 den Leitfaden »Regionales Internet-Marketing – neue Wege der Kundenansprache!«. Dieser erscheint nun bereits in seiner 2. überabeiteten Auflage und zeigt auf, wie KMU vorgehen können, um ihr Internet-Marketing gezielt zu regionalisieren. In sieben Schritte wird deutlich, wie neben der Analyse der Kundenstruktur eine Präsenz im Internet aufgebaut und deren Sichtbarkeit erhöht werden kann. Innovative Marketinginstrumente wie Social-Media-Kanäle und Mobiles Marketing ergänzen die Basisaktivitäten.

Der Leitfaden steht kostenlos im Internet unter www.ec-net.de zum Download zur Verfügung. Ergänzend können Unternehmen den Online-Ratgeber unter http://rim.e-kompetenz-ratgeber.de nutzen und erhalten anhand von 12 Fragen zur Unternehmenssituation konkrete Handlungsempfehlungen.

KMU, die ihren Webauftritt mit dem anderer Unternehmen aus Baden-Württemberg messen möchten, können sich bis zum 31. März 2012 unter bw.website-award.net den derzeit laufenden Website Award Baden-Württemberg bewerben. Die Preisverleihung findet am 20. Juni 2012 in Stuttgart statt.

Info zum Seminar:
Social Media Management, Monitoring und regionales Internet-Marketing in der Praxis

Das Seminar bietet einen effizienten Einstieg in Corporate Social Media und regionales Internet-Marketing, indem relevante Instrumente vorgestellt und Möglichkeiten für deren Einführung im eigenen Unternehmen diskutiert werden. Mit einem Mix aus theoretischen Inhalten, Methoden und praktischen Erfahrungen vermittelt die Veranstaltung den Teilnehmern Anregungen und Kenntnisse, um Social Media in die tägliche Arbeit zu integrieren und die neuen Möglichkeiten des Internet-Marketing (regional) optimal auszunutzen. Vorgestellt werden:

Regionales Internet-Marketing: Spezifika, Vorgehensmodell und Praxisbeispiele
Corporate Social Media: Potenziale einzelner Maßnahmen, Social Media Matrix
Social Media Management: Strategie, Rollen, Prozesse und Tools
Social Media Monitoring mit freien und kostenpflichtigen Lösungen: Auswahl und Einsatz

Auf Fragen und Anforderungen der einzelnen Unternehmen kann im kleinen Kreis von maximal 25 Teilnehmern individuell eingegangen werden.

Das Seminar bietet eine Entscheidungsgrundlage für Social Media und Internet-Marketing-Maßnahmen und richtet sich an Führungskräfte aller Unternehmensformen: Geschäftsführer, sowie Verantwortliche aus Unternehmenskommunikation, Marketing, Vertrieb und Service.

Termin
9. Mai 2012
Fraunhofer IAO, IAT Neubau EG,
Raum 0.201, Allmandring 35, 70569 Stuttgart

Teilnahmegebühr
Die Teilnahme am Seminar kostet pro Person 395 Euro.
Die Teilnehmerzahl ist hier auf 25 Personen beschränkt. In den Gebühren enthalten sind die Teilnahme an den Vorträgen, Tagungsunterlagen, das Mittagessen sowie Erfrischungen während der Pausen.

Der Flyer ist hier: INFOMATERIAL (PDF)