Innerer Rhythmus und soziale Zeiten – kommt unser Schlaf zu kurz?

Die Auswirkungen von unzureichendem und nicht erholsamem Schlaf auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Menschen ist das Hauptthema der 22. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM). Dabei ergeben sich immer wieder Beziehungen zur Chronotypologie des Menschen, zur Prägung des Menschen durch seine innere Uhr.

Einer der bekanntesten Forscher auf dem Gebiet der Chronobiologie in Deutschland ist Prof. Till Roenneberg vom Institut für Medizinische Psychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Im folgenden Interview plädiert Prof. Roenneberg u.a. für flexible Arbeitszeitmodelle, Verständnis für die Bedürfnisse von Schülern und mehr Respekt vorm Schlaf.

– Professor Roenneberg, kommt unser Schlaf denn im Alltag zu kurz?

Unter der Arbeitswoche auf jeden Fall. Die inneren Uhren der meisten Menschen in Industrieländern gehen nach, weil wir ihnen zu wenig Kontrast zwischen Tageslicht und Dunkelheit geben. Wir halten uns fast nur noch in Gebäuden auf, wo die Lichtintensität bis zu tausendmal schwächer ist als tagsüber unter freiem Himmel. Nach Sonnenuntergang setzen wir uns dann immer noch künstlichem Licht aus. Wir leben also in einer Dauerdämmerung. Unter diesen Umständen hinkt unsere innere Uhr hinterher, so dass wir zwar immer später einschlafen können, aber immer noch zu traditionell frühen Zeiten zur Arbeit gehen müssen. Wir sind also an Arbeitstagen immer mehr auf Wecker angewiesen und schlafen immer weniger, und versuchen an freien Tagen unseren Schlafmangel wieder auszugleichen.

– Sie haben den Begriff des „sozialen Jetlag“ geprägt, also der Divergenz unserer inneren Uhr von sozialen Alltagsstrukturen. Wie kann dieser überwunden werden?

Schuld am sozialen Jetlag ist vor allem unser Lichtverhalten. Als wir noch vorwiegend draußen gearbeitet haben und nachts kein elektrisches Licht anzünden konnten, war unsere Innenzeit mit der Außenzeit, mit den sozialen Zeitstrukturen im Einklang. Wir erwachten morgens früh von alleine und schliefen abends früh genug ein, um unser Schlafsoll zu erfüllen. Heute stimmt unsere Innenzeit nicht mehr mit der sozialen Zeit überein, die Innenzeit wird immer später und die soziale Zeit bleibt relativ konstant. Dem sozialen Jetlag können wir mit zwei Maßnahmen entgegenwirken: Einmal sollten wir die Arbeitszeiten auf allen Ebenen und in allen Sparten unserer Wirtschaft flexibilisieren, so dass die Menschen wieder in dem von der inneren Uhr vorgegebenen Zeitfenster schlafen können und keinen Wecker brauchen. Dann müssen sie auch nicht die Hälfte ihrer arbeitsfreien Tage verschlafen, um das arbeitswöchentliche Defizit auszugleichen.
Zum anderen sollte die Architektur und die Lichtindustrie wieder viel (blauhaltiges) Tageslicht vom Dach in die Räume „spiegeln“ (große Fenster sind dafür nicht genug und eine elektrische Lösung ist zu teuer und umweltschädlich). Die künstliche Beleuchtung muss intelligent dynamisch sein. Das heißt, sie muss nach Sonnenuntergang die Blaulichtanteile aus der Beleuchtung nehmen, ohne unsere Sehleistung zu schwächen. Das sind sicherlich schwierige Aufgaben, ich bin aber optimistisch, dass diese Fortschritte machbar sind.

– Welches sind für Sie die vielversprechendsten chronobiologischen Forschungen im Moment?

Das Wunderbare an der Chronobiologie ist ihre Vielseitigkeit und Interdisziplinarität – von der Molekularbiologie und der Metabolismus-Forschung bis zur Arbeitsmedizin und Kognitionsforschung. Auf der molekularen Ebene entdecken Chronobiologen gerade biochemische Uhrwerke in der Zelle, die wahrscheinlich in der Evolution viel früher entstanden sind als die genetischen Uhrwerke, die Ende des letzten Jahrhunderts als erstes entdeckt wurden. Auf der physiologisch-medizinischen Ebene bringt die Chronobiologie erste Erkenntnisse ans Licht wie die innere Uhr mit dem Stoffwechsel zusammenarbeitet und wie sie an der Entstehung von Krankheiten beteiligt ist. Auf der arbeitsmedizinischen Ebene beginnen wir langsam zu verstehen, wie wir Arbeitszeiten individuell anpassen können, so dass selbst Schichtarbeit weniger gesundheitsschädlich werden könnte. Es sind spannende Zeiten in der chronobiologischen Forschung.

– Auf dem Jahreskongress der DGSM werden Sie über das „Human Sleep Project“ berichten. Womit beschäftigt sich dieses Projekt und welche ersten Ergebnisse konnten Sie verzeichnen?

Wir haben in der Chronobiologie die Erfahrung gemacht, dass man unglaublich viel lernen kann, wenn man die Forschung aus dem Labor in den Alltag trägt. Dies hat sich das „Human Sleep Project“ (HSP) nun auch für die Erforschung des Schlafs zur Aufgabe gemacht. Obwohl wir teilweise die biochemischen und neuronalen Prozesse, die Schlaf initiieren, steuern und aufrecht erhalten bis ins Detail kennen, haben wir immer noch keine Antworten auf die einfachsten Fragen. Wie viel Schlaf braucht denn ein Individuum oder wie kann man denn Schlafqualität im Alltag objektiv messen, sind Beispiele für solche grundlegenden Fragen. Im HSP wollen wir den Schlaf im Kontext, das heißt im individuellen Alltag über viele Wochen in Tausenden von Menschen messen. Hierfür müssen zahlreiche neue Methoden entwickelt werden, die dieses ambitionierte Ziel möglich machen. Prinzipiell steht eine Internet-Plattform im Zentrum des HSP über die jeder Interessierte seine Daten hochladen kann (z.B. Aufzeichnungen der Bewegungsaktivität) und dann eine circadiane und eine Schlafanalyse erhalten. So wird das HSP eine umfassende Datenbank anlegen, die wissenschaftlich genutzt werden kann, und die Teilnehmer können ihr Verhalten analysieren, verstehen und eventuell zu ihren Gunsten ändern. Die ersten Erfolge der Methodenentwicklung und die ersten Ergebnisse einer solchen Datenbank werden Inhalt meines Vortrags auf dem DGSM-Kongress sein.

– Sie plädieren dafür, dass zumindest für Oberstufenschüler die Schule eine Stunde später beginnen soll und dass Arbeitgeber offen sein sollten für einen flexiblen Beginn ihrer Beschäftigten je nach deren Chronotyp. Ließe sich das gesellschaftlich durchsetzen?

Ebenso wie ich für eine Flexibilisierung am Arbeitsplatz bin, plädiere ich dafür, dass die Schulzeiten auf die biologischen Bedürfnisse von Jugendlichen eingehen – die inneren Uhren von 14 bis 21 Jährigen gehören zu den spätesten in der Bevölkerung (aus biologischen Gründen!). Ziel eines späteren Schulbeginns ist eine Verbesserung der Lernsituation von Jugendlichen. Spättypen erreichen nachweislich schlechtere Abiturnoten als Frühtypen. Dieser Diskrimination muss ein Ende gesetzt werden. Außerdem kann sich ein Land, dessen einziger Rohstoff in den Gehirnen der Menschen und damit in ihrer Ausbildung liegt, keine Mängel in der Lehr- und Lernwelt erlauben. Diese Welten müssen daher auch zeitlich optimiert werden und zwar vor allem für die Lernenden und nicht so sehr für die Lehrenden. Ich schlage seit Jahren in Deutschland vor, mit ausgewählten Schulen Pilotprojekte durchzuführen und wissenschaftlich zu begleiten. Leider ist es dazu nie gekommen. Meine Kollegen in England führen nun solche Versuche in großem Stil an vielen Schulen durch. Dabei wäre es hierzulande viel wichtiger – in England beginnen die meisten Schulen nämlich erst um 9.00 Uhr!

– Wie könnte man die besondere Gefährdung von Schicht- und Nachtarbeitern verbessern?

Indem man bei der Schichtplanung auf den Chronotyp des einzelnen Arbeitnehmers eingeht und indem man genaue Messungen macht, welche Rotationspläne für welchen Menschen (Spät- und Frühtyp, jung und alt) am geeignetsten sind. Beides wird derzeit intensiv erforscht und wird potentiell die Gefährdung von Schichtarbeitern drastisch verringern. Wichtig sind dabei aber auch rechtliche und gesellschaftliche Veränderungen. Sonderzuschläge sollten nicht mehr nur für die Nachtschichten bezahlt werden, sondern einfach und allein für die Forderung des Arbeitgebers in Schichten zu arbeiten. Nur wenn die alleinigen finanziellen Anreize für die Nachtschichten wegfallen, lassen sich gesundheitsförderliche Schichtpläne durchsetzten. Außerdem sollten Mittel und Wege gefunden werden, die wenigstens in der Industrie Arbeiten zwischen drei und sechs Uhr unnötig machen. Diese Maßnahmen werden die Situation von Schichtarbeitern mit Sicherheit verbessern.

– Welche Forderungen stellen Sie hinsichtlich der Berücksichtigung von chronobiologischen Aspekten im Lebens- und Arbeitsrhythmus der Menschen an Politik und Gesellschaft?

Mehr Flexibilität, mehr Toleranz, Fördermaßnahmen für neue Lichtarchitektur. Mehr Respekt vor dem Schlaf, der dem Wachsein nichts nimmt sondern ihm zuträgt.

– Noch eine letzte Frage: Können aus ihrer Sicht die neuen Apps oder iHealth Tracker irgendetwas zu einer besseren Schlafqualität beitragen?

Im Zuge des Ausbruchs der Forschung aus dem Versuchslabor in die reale Welt – in den alltäglichen Kontext – helfen alle Selbst-Mess-Geräte. Nur sind oft die Methoden, die diese Geräte verwenden, um Schlaf zu analysieren weder transparent noch wissenschaftlich validiert. Beides gehört zu den Aufgaben des Human Sleep Projekts. Diagnosen des individuellen Schlafverhaltens sollten nur akademisch ausgebildete Fachkräfte geben, mit Hilfe von transparenten und validierten Methoden. Das heißt, die vielen Geräte sind hervorragend, die Auswertung der gesammelten Daten sollte man unabhängigen Spezialisten überlassen. Die Daten-Plattform des Human Sleep Projects wird dafür die notwendigen Voraussetzungen schaffen.

Prof. Till Roenneberg hält auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) am 5. Dezember 2014 um 9 Uhr im Congresssaal I+II des Congresscentrum Ost Koelnmesse in Köln einen Vortrag mit dem Titel „The Human Sleep Project – Rahmen, Ziele und erste Ergebnisse“. Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften

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Risikofaktor Stress: Dresdner Hochschulmedizin forscht nach neuen Therapieansätzen

Die Bedeutung von Stress als Auslöser von Krankheten ist unumstritten. Denn der menschliche Körper antwortet auf Stress mit Stoffwechselerkrankungen, Herzkreislaufstörungen, Neuro- und Immunerkrankungen. Seit 2011 geht eine Klinische Forschergruppe unter Leitung von Prof. Bornstein, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, der Bedeutung der Nebenniere als zentralem Stressorgan auf den Grund. Jetzt wurde das Großprojekt um weitere drei Jahre und über drei Millionen Euro Förderung erweitert. Denn die Nebennieren produzieren Stoffe, die grundlegend an den Reaktionen von Stoffwechsel, Herzkreislauf-, Nerven- und Immunsystem beteiligt sind.

Die Bedeutung von Stress als Auslöser von Krankheten ist unumstritten. Denn der menschliche Körper antwortet auf Stress mit Stoffwechselerkrankungen, Herzkreislaufstörungen, Neuro- und Immunerkrankungen. Seit 2011 geht eine Klinische Forschergruppe unter Leitung von Prof. Bornstein, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, der Bedeutung der Nebenniere als zentralem Stressorgan auf den Grund. Jetzt wurde das Großprojekt um weitere drei Jahre und über drei Millionen Euro Förderung erweitert. Denn die Nebennieren produzieren Stoffe, die grundlegend an den Reaktionen von Stoffwechsel, Herzkreislauf-, Nerven- und Immunsystem beteiligt sind.

„Stresserkrankungen drohen sich zu einer neuen Epidemie zu entwickeln: Diabetes und Übergewicht, Depressionen und Burn-out-Syndrom, Neuro- und Immunreaktionen sowie Herzkreislauferkrankungen sind häufige Reaktionen des Körpers auf Druck und Anspannung des heutigen Alltags“, sagt der Dresdner Endokrinologe und Stressforscher Prof. Stefan R. Bornstein. Wenn Gefahren oder andere außergewöhnliche geistige und emotionale Situationen zu meistern sind, schüttet der menschliche Körper die Stresshormone und Botenstoffe Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol aus. Produziert werden diese Stoffe von den Nebennieren, die auf den oberen Polen der Nieren sitzen. Je mehr Stress ein Mensch zu verarbeiten hat, umso mehr der genannten Stoffe produzieren die Nebennieren. Und das kann schwerwiegende Folgen für den Organismus haben. Prof. Bornstein: „Die stressregulierenden Hormone und Nervenbotenstoffe sind von entscheidender Bedeutung für Kohlenhydrathaushalt, Fettstoffwechsel und Proteinumsatz. Geraten diese durch zu viel Stress aus dem Gleichgewicht, sind oft chronische und Volkskrankheiten wie Diabetes und Depressionen die Folge.“

Diese Zusammenhänge machen die Stressforschung immer wichtiger. So entschied die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bereits 2011, die Klinische Forschergruppe mit dem Titel „Microenvironment of the Adrenal in Health and Disease“ unter der Leitung von Prof. Bornstein mit einer Summe von mehr als drei Millionen zu unterstützen. Gerade wurde diese Förderung bis 2017 mit weiteren gut drei Millionen Euro fortgesetzt.

Ziel des Gesamtprojekts, das sich in neun verschiedene Forschungsprojekte gliedert, ist, ein grundlegendes Verständnis für die Funktion der Nebenniere sowie von Nebennierentumoren zu entwickeln. Dazu gehört beispielsweise auch die Erforschung bislang noch nicht bekannter molekularer Mechanismen zwischen dem Gewebe der Nebennieren und den umgebenden Zellen. Prof. Bornstein: „Wir erwarten hier neue Erkenntnisse und damit neue Therapieansätze bei der Bekämpfung von Stresserkrankungen.“

Der Begriff Stress wurde erstmals 1936 vom österreichisch-kanadischen Mediziner Hans Selye (1907–1982) geprägt, um die verschiedenen Reaktionen des Körpers zur Bewältigung von Anforderungen und Belastungen zu benennen.

Mit den Klinischen Forschergruppen fördert die DFG Forschungsverbünde in der krankheits- und patientenorientierten klinischen Forschung sowie die dauerhafte Einrichtung wissenschaftlicher Arbeitsgruppen in klinischen Einrichtungen. Herausragende Wissenschaftler werden hierdurch in ihrer Zusammenarbeit an einer besonderen Forschungsaufgabe unterstützt, wenn zu erwarten ist, dass die Zusammenarbeit zu Ergebnissen führt, die mit Einzelförderungen nicht erreicht werden können. Die Förderung von Klinischen Forschergruppen soll unter anderem auch dazu beitragen, die klinische Forschung durch die Schaffung und Stärkung forschungsorientierter Strukturen in den Universitätskliniken zu verbessern und die leistungsorientierte Verteilung der Ressourcen zu unterstützen. Quelle: Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

Buchempfehlung: Pater Anselm Grün – Kraftvolle Visionen gegen Burnout und Blockaden

»Flow« ist die beste Form schöpferischer und befriedigender Arbeit. Druck dagegen erzeugt Blockaden, führt zur Erschöpfung: zum Crash in Leib, Geist und Seele. Was uns motiviert, das sind Leitbilder, Vorbilder, Visionen. Anselm Grün begleitet viele Menschen, die von Stress und Burnout betroffen sind. Er stellt erprobte Imagination vor, die neue Potentiale freisetzen. Bilder, die kraftvoll helfen, Lust am Leben und am Arbeiten zu entwickeln.

Verlag Kreuz
Aufl./Jahr: 1. Aufl. 2012
Format: 12,5 x 20,5 cm,
180 Seiten
Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-451-61170-4
€[D] 17,99

Buchempfehlung: Der achtsame Weg zu Resilienz und Wohlbefinden von Linda Graham

Buch_MBSRResilienz ist die Fähigkeit, die Herausforderungen des Lebens anzunehmen und zu bewältigen, egal, ob es sich um alltägliche Enttäuschungen oder um außerordentliche Katastrophen handelt. Zwar wohnt Resilienz uns von Natur aus inne, doch im Laufe unseres Lebens entwickeln sich ungünstige Muster, die sich im neuronalen Schaltsystem unseres Gehirns festsetzen und uns anfällig für Stress, Ängste und Sorgen machen. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen nun, dass sich neu verdrahten lässt, was einst fest verdrahtet erschien. Wie das möglich ist, zeigt uns dieses Buch.

Mit wirksamen, bewährten Übungen weist uns Linda Graham den Weg zum Wiederherstellen unseres inneren Wohlbefindens und zum Aufbau eines Gehirns, das selbst den heftigen Stürmen unseres Lebens standhalten kann.

 

512 Seiten
Pappband
29,90 €

STUDIE: Meditation kann Migräne lindern

„Stress ist ein bekannter Auslöser für Kopfschmerzen und die Forschung unterstützt die allgemeinen Vorteile der Geist / Körper-Interventionen für Migräne. Es gibt aber nicht viel Forschung, um spezifische standardisierte Meditation-Interventionen zu bewerten“, sagte Prof. Rebecca Wells Erwin (Assistant Professor für Neurologie / Wake Forest Baptist Hospital) – Hauptautorin der in der Online-Ausgabe HEADACHE veröffentlichten Studie.

Die Studie wurde so konzipiert, um die Sicherheit, Machbarkeit und Auswirkungen eines standardisierten Meditation und Yoga-Intervention (Mindfulness-Based Stress Reduktion MBSR) bei Erwachsenen mit Migräne zu bewerten.

19 Erwachsene wurden zufällig auf zwei Gruppen verteilt.  10 erhielten MBSR-Interventionen und neun eine standardisierte medizinische Versorgung. Die Teilnehmer besuchten 8-Wochen-Kurse und lernten MBSR-Techniken anzuwenden. Sie wurden angewiesen an 5 Tagen  / Woche jeweils 45-Minuten zu üben.

Die Studienteilnehmer wurden vor und nach der Probezeit mit objektiven Messungen der Selbstwirksamkeit und Achtsamkeit ausgewertet. Sie erhielten auch Kopfschmerzen-Protokolle während der gesamten Studie. Dort sollte sie die Häufigkeit, Schwere und Dauer ihrer Migräne zu erfassen.

„Wir haben herausgefunden, dass die MBSR-Teilnehmer weniger Migräne hatten, die auch noch weniger schwer waren“, sagte Wells. „Nebeneffekt bei Kopfschmerzen, die waren in Dauer und Häufigkeit verkürzt. Die Teilnehmer hatten Steigerungen der Achtsamkeit und Selbstwirksamkeit – und ein Gefühl der persönlichen Kontrolle über ihre Migräne. Darüber hinaus gab es keine Nebenwirkungen.“

Insbesondere hatten die MBSR-Teilnehmer  um den Faktor 1,4 weniger Migräne pro Monat – die auch weniger schwer waren. Die Kopfschmerzen der Teilnehmer waren signifikant kürzer als bei der Kontrollgruppe.

Basierend auf diesen Ergebnissen schloss das Forschungsteam, dass MBSR eine sichere und praktikable Therapie für Erwachsene mit Migräne ist. Obwohl die Stichprobengröße dieser Pilotstudie zu klein war um statistisch signifikante Veränderungen in der Häufigkeit oder schwere Migräne zu erkennen, gab es viele Anzeichen das MBSR eine positive Wirkung auf die Dauer von Kopfschmerzen, Einschränkungen, Selbstwirksamkeit und Achtsamkeit hat.

„Zukünftige Studien mit größeren Stichproben sind geplant, um die Auswirkungen und die Mechanismen dieser Intervention bei Erwachsenen mit Migräne weiter zu evaluieren. Für die ungefähre 36 Millionen Amerikaner, die unter Migräne leiden, gibt es großen Bedarf für nicht-pharmazeutische Behandlungsstrategien. Die Ärzte und Patienten sollten wissen, dass MBSR eine sichere Methode ist, der die Auswirkungen der Migräne verringern kann“, sagte Prof. Wells.

Die Studie wurde finanziell von der American Headache Society Fellowship und der Kopfschmerz Forschungsfonds der John Graham Headache Center, Brigham und Frauenklinik Faulkner unterstützt.

Co-Autoren sind Timothy T. Houle, Ph.D., von der Wake Forest Baptist; Rebecca Burch, MD, Elizabeth Loder, MD, Randall H. Paulsen, MD, und Peter M. Wayne, Ph.D., von der Brigham and Women s Hospital, Harvard Medical School.

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Neue biologische Grundlage der Depression entdeckt

Einige Symptome der Depression könnten ihren Ursprung in den „Kraftwerken der Zellen“ (Mitochondrien) haben. Ulmer Forscher um Prof. Iris-Tatjana Kolassa haben nämlich herausgefunden, dass die Mitochondrien bei depressiven Patienten „herunterfahren“ und weniger Energie in Form von Adenosintriphosphat (ATP) produzieren. Dieser Energiemangel bedingt womöglich Antriebslosigkeit, Interessenverlust und Konzentrationsschwäche sowie die Schwäche der psychischen Erkrankung. Die Erkenntnisse der Forscher könnten die medikamentöse Therapie von Depressionen verbessern.

Interessensverlust, Antriebsschwäche und Konzentrationsprobleme – diese typischen Symptome einer Depression könnten ihren Ursprung in den „Kraftwerken der Zellen“ (Mitochondrien) haben. Auf der Suche nach biologischen Grundlagen der Erkrankung haben Ulmer Forscher um Professorin Iris-Tatjana Kolassa und Dr. Alexander Karabatsiakis herausgefunden, dass die Zellkraftwerke bei depressiven Patienten offenbar „herunterfahren“ und weniger Energie in Form von Adenosintriphosphat (ATP) produzieren. Dieser Energiemangel könnte einzelne Symptome wie Antriebslosigkeit erklären und die Ausprägung einer Depression beeinflussen. Womöglich helfen die Ergebnisse der Forscher dabei, die medikamentöse Therapie der psychischen Erkrankung zu verbessern. Ihre Studie ist in der Fachzeitschrift „Translational Psychiatry“ erschienen.

Bisher galten Veränderungen von Neurotransmittern im Gehirn als wichtigste biologische Auffälligkeit der Depression. Jetzt haben Forscher der Ulmer Abteilung für Klinische und Biologische Psychologie einen weiteren Verdächtigen im Visier: Die Mitochondrien, Energielieferanten der Zellen. Ihre physiologische Aktivität haben sie anhand der peripheren Blutzellen von 44 Probandinnen untersucht. Bei der Hälfte dieser Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren war eine akute Majore Depression diagnostiziert worden, während der Studie wurden sie in einer Hildesheimer Klinik behandelt. In einer standardisierten Untersuchung bestimmten die Psychiater den jeweiligen Schweregrad der Erkrankung. Die anderen 22 Frauen hatten noch nie eine Depression durchlebt. Alle Probandinnen haben den Wissenschaftlern Fragen zu ihrem Lebensstil und Lebensereignissen beantwortet, ihr Körpermasseindex (BMI) war bekannt. Um die Aktivität der „Zellkraftwerke“ zu erfassen, wurde dann eine so genannte respirometrische Messung in den Blutproben der Probandinnen durchgeführt. Erfasst wurde dabei der Verbrauch des Sauerstoffs als Maß der Energiekopplung zur Synthese von ATP. Und tatsächlich: „Bei den depressiven Patientinnen war die Leistungsfähigkeit der Mitochondrien im Vergleich zu den gesunden Studienteilnehmerinnen verringert. Zudem korreliert die Abnahme der mitochondrialen Leistung mit der Schwere der Erkrankung“, fasst Christina Böck, Mitarbeiterin im Projekt und Doktorandin an der Internationalen Graduiertenschule für Molekulare Medizin, zusammen. Dies gelte besonders für Symptome wie Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörungen sowie Energieverlust und in etwas geringerem Maße für Traurigkeit.

Offenbar verfügen depressive Patienten also über weniger zelluläre Energie in Form von ATP als gesunde Personen. Dies könnte in Zeiten eines erhöhten Energiebedarfs – zum Beispiel unter Stress – zu einem Energiemangel und zu einer reduzierten Immunabwehr und damit höheren Infektanfälligkeit führen. Teilweise wird sogar angenommen, dass eine Depression kardiovaskuläre Erkrankungen, Typ 2 Diabetes und Krebserkrankungen begünstigt.

In Folge dieser Studie sollten die „Zellkraftwerke“ als lohnender Ansatzpunkt für die medikamentöse Behandlung einer Depression angesehen werden. Womöglich lässt sich die Mitochondrienaktivität auch als Biomarker heranziehen, um so die Wirkung einer Therapie zu überprüfen. Einschränkend könnte die unterschiedliche Medikation der depressiven Probandinnen das Studienergebnis beeinflusst haben. Zudem war der BMI und der Zigarettenkonsum der erkrankten Patientinnen gegenüber der Kontrollgruppe deutlich erhöht – ein weiterer potentieller Störfaktor. „Die Befunde zeigen in jedem Fall einen neuen, alternativen Weg der Krankheitsentstehung auf. Ob sich die Mitochondrienaktivität bei einer erfolgreichen Behandlung der Depression wieder normalisiert, sollte in weiteren Untersuchungen geklärt werden“, sagt Iris-Tatjana Kolassa.

Die Studie wurde von der AMEOS Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Hildesheim, in der die Probandinnen behandelt wurden, und der Burghof-Klinik unterstützt. Weitere Ko-Autoren sind etwa an der Ulmer Universitätsklinik für Anästhesiologie beschäftigt. Quelle: Universität Ulm

Buchempfehlung: Der Königsweg zur Gelassenheit / Yoga-Psychologie für jeden Tag

Wer gelassen bleibt, lebt nicht nur gesünder, sondern auch erfüllter. Im Yoga ist Gelassenheit eine der vier Säulen, die zur Erleuchtung führt. Sukadev Bretz zeigt am Beispiel des Raja-Yoga, wie jeder König über seinen Geist werden kann. Mentale und körperliche Übungen helfen uns, der Hektik des Alltags ruhig und achtsam zu begegnen und emotionale Belastungen als Geschenk anzunehmen. Sie erweisen sich unversehens als wertvolle Begleiter auf dem Weg zur persönlichen Entfaltung.

Gebundenes Buch, 224 Seiten, 13,5 x 17,5 cm
durchgehend vierfarbig
ISBN: 978-3-424-63077-0
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Buchempfehlung: Mind-Body-Medizin Die moderne Ordnungstherapie in Theorie und Praxis

Die Mind-Body-Medizin berücksichtigt körperliche, psychische, soziale und spirituelle Aspekte des Menschseins und stellt Ihnen die einzelnen Module und Techniken der Behandlung im Detail vor.

  • Berücksichtigt werden u.a. die chronischen, vor allem durch Stress induzierten, Erkrankungen, bei denen eine Lebensstilveränderung häufig zum gewünschten Erfolg führt
  • Praktische Anleitungen zum schnellen und erfolgreichen Umsetzen im Klinik-und Praxisalltag
  • Bezieht Aspekte gesundheitsfördernder Lebensführung und Lebensstiländerung in das therapeutische Gesamtkonzept mit ein

Seitenzahl: 256
ISBN: 978-3-437-57930-1
54,99 €

Prof. Dr. Gustav Dobos:
Internist, Nierenspezialist und Arzt für internistische Intensivmedizin. Er gilt als einer der Pioniere der wissenschaftlichen Naturheilkunde und Mind Body Medicine in Deutschland. Präsident der deutschen Gesellschaft für Naturheilkunde. Prof. Dobos leitet den in Deutschland einzigen Lehrstuhl für Naturheilkunde und Integrative Medizin der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung an der Universität Duisburg-Essen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist dabei die Behandlung stressabhängiger Erkrankungen mit Methoden der Naturheilkunde und Mind Body Medicine. Er ist Autor von über 100 wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Fachbuchbeiträgen.

Dr. rer. medic. Anna Paul:
Dipl. Soz.päd. mit Aufbaustudium Gesundheitspädagogik, Weiterbildung zur Pädagogin für Psychosomatische Gesundheitsbildung, Weiterbildung am Mind/Body Institut der Harvard University Boston MA zum Mind/Body Instructor. Ausbildung zur Fachreferentin für Gesundheitstraining im Zentrum für naturheilkundliche Forschung an der TU München.
Seit 1.1.1999 Leitung der Ordnungstherapie in der Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin, Kliniken Essen Mitte. Seit 2000 Lehrtätigkeit in der Weiterbildung für Ärzte „Naturheilverfahren“ Ordnungstherapie/ Mind Body Medicine in Celle (KeimCelle Zukunft) und Bad Wörishofen (Kneipp Ärzte-Bund e.V.).
Seit 2003 Lehrtätigkeit an der Universität Duisburg-Essen im Bereich Rehabilitation, Physikalische Medizin und Naturheilverfahren.

 

Lebenszufriedenheit: Vielen Deutschen mangelt es an Zeit

Alleinerziehende und Selbstständige sind besonders oft betroffen

Vielen Menschen in Deutschland fehlt es an Zeit. Das zeigt eine Studie der Leuphana Universität Lüneburg, die in Kürze in der Fachzeitschrift „Journal of Economic Inequality“ erscheint. Die Forscher zeigen darin, dass zu wenig Zeit die Lebenszufriedenheit ähnlich beeinträchtigt wie zu wenig Geld. Sie schlagen daher einen neuen Armutsbegriff vor, der auch den Mangel an Freizeit berücksichtigt. Nach dieser Definition liegt in Deutschland jeder achte Erwerbstätige unter der Armutsgrenze. Bei Alleinerziehenden ist jeder Fünfte betroffen, bei Selbstständigen sogar jeder Dritte.

Die Wissenschaftler haben für ihre Studie unter anderem Daten des Sozioökonomischen Panels (SOEP) ausgewertet. Seit 1984 werden darin über 20.000 Menschen aus ganz Deutschland zu verschiedenen Themen befragt. Die Stichprobe ist nach dem Zufallsprinzip zusammengesetzt. Sie liefert daher ein repräsentatives Bild der Lebensumstände in Deutschland.

Die Teilnehmer machen unter anderem Angaben zu ihrem Einkommen sowie zu der Zeit, die sie täglich mit bestimmten Aufgaben verbringen. Außerdem geben sie zu Protokoll, wie sehr sie mit ihrem Leben zufrieden sind. Die Lüneburger Wirtschaftswissenschaftler Professor Dr. Joachim Merz und Tim Rathjen haben diese drei Parameter nun zueinander in Beziehung gesetzt. „Zu wenig Zeit zu haben, beeinträchtigt die Lebenszufriedenheit ganz ähnlich, wie zu wenig Geld zu haben“, fasst Merz einen Kernbefund der Analyse zusammen.

Zeitmangel lässt sich durch Geld zum Teil kompensieren

Ein zweites wichtiges Ergebnis: Zeitmangel lässt sich zumindest teilweise durch ein höheres Einkommen kompensieren – und umgekehrt. Wer viel verdient und nur wenig Freizeit hat, ist also im Schnitt ähnlich zufrieden wie jemand mit einem geringen Einkommen, aber viel Freizeit.

Merz und Rathjen haben aus diesen Zusammenhängen ein neues Armutsmodell entwickelt. Momentan zählt nach einer gängigen EU-Definition als arm, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens in seinem Land verdient. „Wir haben in den SOEP-Daten nur diejenigen Befragten berücksichtigt, die mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten“, erläutert Merz. „Von diesen lagen zum Erhebungszeitpunkt rund 6,8 Prozent unter dieser Einkommensgrenze. Diese 6,8 Prozent sind die so genannten ‚working poor‘: Sie sind im klassischen Sinne arm, obwohl sie mehr als 5 Stunden täglich arbeiten.“

Die neue Definition bezieht nun aber erstmals auch mit ein, wie viel persönliche Freizeit den Befragten zur Verfügung steht. „Dadurch rutschen einige Personen trotz ihres geringen Einkommens aus der Armutszone“, erklärt der Ökonom. „Andererseits kommen aber Menschen hinzu, die zwar genug verdienen, denen aber durch Arbeit, Kindererziehung und andere Verpflichtungen so wenig Freizeit bleibt, dass sie nach unserer Definition dennoch als arm zu bezeichnen sind.“ Merz spricht von einer multidimensionalen Armutsdefinition (mit den Dimensionen Einkommen und Zeit). Nach ihr gelten 12,3 Prozent der Deutschen als arm – also fast doppelt so viele wie nach der Einkommens-fixierten Sichtweise.

Gefährdet: Alleinerziehende, Selbstständige, Kinderreiche

Um diese Zahl zu erhärten, nutzten die Forscher zusätzlich eine Umfrage aus den Jahren 2001/2002, die Zeitbudget-Erhebung des Statistischen Bundesamtes. Rund 35.000 Personen haben darin mittels detaillierter Zeittagebücher ihren Tagesablauf im Zehn-Minuten-Rhythmus erfasst.

„Mit Hilfe dieser Daten können wir sehr genau sagen, welche Personengruppen besonders häufig multidimensional arm sind“, sagt Merz. Alleinerziehende etwa haben oft ein vergleichsweise geringes Einkommen. Gleichzeitig sind sie jedoch durch Arbeit und Erziehungsaufgaben so in Anspruch genommen, dass sie nach der neuen Definition überproportional häufig unter die Armutsgrenze sinken. Mehr als 19 Prozent waren 2001/2002 betroffen. Kinderreiche Familien sind ebenfalls gefährdet; Paare mit drei oder mehr Kindern fielen zu 31,6 Prozent unter die neue Armuts-Definition.

Unter Selbstständigen lag die Quote mit 29,4 Prozent ähnlich hoch. Das liegt vor allem an ihren langen Arbeitszeiten: „Fast zwei Drittel der erfassten Selbstständigen sind ‚zeit-arm’“, erläutert Merz. „Ihnen steht weniger als 60 Prozent der Freizeit zur Verfügung, die die Befragten im Mittel angaben.“

Und noch ein Schluss lässt sich aus den Daten ziehen: Vor multidimensionaler Armut schützt (ähnlich wie vor Einkommens-Armut) am besten eine gute Ausbildung. Bei den Befragten mit Hochschulabschluss lag die multidimensionale Armuts-Quote nur bei 9,4 Prozent.

Merz, J. , & Rathjen, T. (2014). Multidimensional time and income poverty: Well-being gap and minimum 2DGAP poverty intensity – German evidence. Journal of Economic Inequality, 1-26; DOI: 10.1007/s10888-013-9271-6

Buchempfehlung: Anselm Grün – Vom Burnout zum Flow

Kreativ sein heißt im Fluss sein. Von »Flow« als effizientester Form schöpferischer und befriedigender Arbeit spricht die Psychologie. Druck dagegen staut Energie und erzeugt Blockaden, am Ende steht der Burnout. Was uns motiviert, sind auch Bilder: Leitbilder, Vorbilder, Visionen. Sie können anspornen, beflügeln. Aber es gibt auch Bilder, die in die falsche Richtung lenken und auslaugen: Bilder von unersättlichem Mehr und Weiter, von immer höherem Einsatz.

Anselm Grün, der viele Menschen begleitet, die von Stress und Burnout betroffen sind, befragt unsere inneren Bilder und untersucht sie auf ihre hemmende oder motivierende Kraft. Er stellt erprobte Imaginationen vor, die den Flow beflügeln und neue Lust am Formen und Gestalten wecken. Sie setzen Potentiale frei, die helfen, Verantwortung zu übernehmen und Lust am Leben und am Arbeiten zu entwickeln.

Verlag Herder
Aufl./Jahr: 1. Aufl. 2014
Format: 12,0 x 19,0 cm,
176 Seiten
ISBN 978-3-451-06722-8
€[D] 9,99

Andreas Kellner mit Pater Anselm Grün

Andreas Kellner mit Pater Anselm Grün