BASF Hauptversammlung und das Umweltverbrechen Fracking

„Fracking ist umweltverträglich“

Dr. Kurt Bock -Vorstandsvorsitzender BASF

BASF-Fracking ist ein Umweltverbrechen

BASF-Fracking ist ein Umweltverbrechen

„Fracking ist ein Umweltverbrechen“

Andreas Kellner – Umweltschützer

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Gute Geschäfte mit der Ware Natur? Warum werden unsere Lebensmittel vergiftet?

Ein brasilianischer Verbraucher nimmt über 5 Liter Agro-Chemikalien jedes Jahr über die Nahrung auf. Was glauben Sie wieviel Spritzmittel essen Sie mit Ihrer Nahrung?

Für Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie endlich Ihren Landwirt oder Ihren Chemie-Lebensmittelhändler!

Ein spannender Film mit englischen Untertiteln:
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Wachstum oder Nachhaltigkeit – Weichenstellung für Wirtschaftssysteme und Lebensstile


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Eines der besten Foren beim Katholikentag 2012 in Mannheim:

Das Thema: Wachstum oder Nachhaltigkeit – Weichenstellung für Wirtschaftssysteme und Lebensstile

Es diskutieren:

P. Manuel Alphonse SJ, Tamil Nadu Social Watch, Chennai/Indien
Christian Felber, Autor, Wien/Österreich
Daniela Kolbe MdB, Enquete-Kommission Berlin
Prof. Dr. Niko Paech, Umweltökonom, Oldenburg
Moderation: Dr. Stefan Leifert, Berlin

Gespräch mit David Graeber und Christian Felber – Inside Occupy – Uni Campus Frankfurt -18.05.2012


Am Freitag, 18. Mai 2012, wollte Dr. David Graeber im Schauspielhaus Frankfurt über sein Buch Inside Occupy reden. Leider wurde daraus nichts. Die Polizei hat das Schauspielhaus Frankfurt weiträumig umzingelt und hermetisch abgeriegelt. Um 14.45 Uhr kam ich am Hauptbahnhof an. Dort standen bereits über 100 „Polizei-Kampfmaschinen“. Die Staatsmacht hat die Frankfurter Innenstadt zum Hochsicherheistratkt umfonktioniert.
Mein erschreckender Eindruck schon jetzt:

1. Die Polizei hat Frankfurt selbst blockiert,
2. den Geschäften / Gastronomie einen hohen wirtschaftlichen Schaden zugefügt und
3. die Grundrechte auf Versammlungsfreiheit mit Kampfstiefeln getreten.

Viele der eingesetzten „Ordnungshüter“ hatten auch leider keine Ortskenntnis. An jeder Straßensperre bekam ich unterschiedliche Infos: „Wir sind aus dem Saarland, ….wir sind aus Hannover… – ….wir kennen uns hier nicht aus ….wir haben unsere Anweisungen ….gehen sie einfach in die nächste Straße…“ Einem ganz jungen Uniformierten habe ich einmal erklärt wer da im Schauspielhaus heute ist. Die meisten Polizisten an den Straßensperren waren ziemlich angespannt und unfreundlich.

Brandaktuell – Lesen!

In jeder Seitenstraße standen Polizeitransporter. Bei vielen dieser voll bestzten Transporter lief der Motor für die Klimanlage. Umweltverschmutzung der grünen Art. Einen neuen Wasserwerfer für 1.000.000 Euro konnte man auch sehen. Telepolis hatte bereits 2010dazu berichtet: „Mit Hochdruck gegen Ungehorsam
Wasserwerfer WaWe 10000

Um  15.20 Uhr kam ich dann doch bis zum Schauspielhaus durch. Die Vor-Ort-Info: Die Veranstaltung wurde vom Schauspielhaus Frankfurt und dem Campus Verlag auf den Uni-Campus Frankfurt verlegt, da die Polizei niemanden zum Schauspielhaus lässt.

Also wieder quer durch Frankfurt zum Campus. Die Straßen im Bankenviertel waren ausgestorben. Ausser einigen Bank-Securitys und Polizisten war niemand unterwegs.

Bei der Sparkasse 1822 Frankfurt die mit überhohen Sicherheitsgittern geschützt war – nutzte ich die Gelegenheit für eine spontane „Inside-Occupy-Demo“.

Mit vielen Grüssen an David Graeper aus dem Herzen der Bankster-Metropole

Mit vielen Grüssen an David Graeber aus dem Herzen der Bankster-Metropole

Um 15.50 Uhr war ich dann auf dem Uni-Campus in Frankfurt. Diesen zweiten Anlauf zum Vortrag von Prof. David Graeber konnte die Polizei dann nicht mehr verhindern!

Das Buch von David Graeber finden Sie hier: Campus Verlag

Bosbach/Korff: Abgabenlast der Arbeitnehmer: nicht gestiegen, sondern real gesunken!

Die aktuelle Zahlenlüge, aufgedeckt von Bosbach/Korff
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Viele Medien haben letzte Woche über die Lage der Sozialversicherung 2011 berichtet und dabei behauptet, die Abgabenlast der Arbeitnehmer sei gewachsen: „Arbeitnehmer leiden unter Abgabenlast“, „Steigende Abgabenlast“ usw. Diese Schlagzeilen beruhten nach unserer Einschätzung auf drei gravierenden Fehlern.

Eine extrem verfälschende Sicht entstand durch Grafiken, beispielsweise diese:

Fehler 1: nominale statt reale Geldgrößen

Es wurden nur die nominalen Beträge gezeigt. Das sind die Beträge im Geldwert des jeweiligen Jahres. Sie berücksichtigen weder die Preissteigerungen noch die Steigerungen des allgemeinen Wohlstandes. Im Vergleich mit dem Vorjahr ist dieser Fehler gering, aber auf längere Sicht (wie in der Grafik gezeigt) sieht das anders aus. Nominale Beträge (z. B. der Bierpreis, durchschnittliche Ausgaben für Urlaub, Löhne und Gehälter) steigen mit den Jahren fast immer stark an.
Wenn wir die realen Beträge betrachten, also die Preissteigerung von 25,4 % seit 1996 berücksichtigen, ergibt sich ein ganz anderes Bild:

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Sozialabgaben  +37,6 %            +12,2 %
Lohnsteuer         + 6,8 %               -18,6 %
zusammen          +21,2 %                 – 4,1 %

(Verbraucherpreisindex, Jahresdurchschnittswerte)

Real sind zwar die Sozialabgaben gestiegen, aber die Lohnsteuer und die Gesamtsumme der Abgaben sind gesunken!
(vergl. dazu auch „Lügen mit Zahlen“, S. 81-82, 88-89, 204-205)

Fehler 2: die abgeschnittene y-Achse

Weil die Grafik erst bei 3500 € beginnt, wirkt der Anstieg deutlich steiler, als er wirklich ist. Die Lohnsteuer ist auch nominal nur um ein gutes Drittel gestiegen und nicht, wie die Grafik oben optisch suggeriert, um das Vierfache. Diese Verzerrung ist leider übliche Praxis, manipuliert den Blick aber trotzdem massiv!
(s. „Lügen mit Zahlen“, S. 32 ff)

Fehler 3: Der wichtigere Faktor, die Bruttolohnentwicklung, wird ausgeblendet

Viele Arbeitnehmer haben gemerkt, dass ihre Reallöhne in den Jahren seit 1996 nicht mit der Wirtschaftsentwicklung mitgehalten haben. Von den gut 22 % realer Wohlstandssteigerung haben die meisten Arbeitnehmer nichts gesehen, sondern nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes im Durchschnitt sogar mehr als 5 % Reallohnverlust in Kauf nehmen müssen. In dieser Situation präsentieren ihnen die Medien die Lohnsteuer und die Sozialabgaben, also den Staat, als vermeintliche Ursache. Eine viel größere Ursache wird dadurch ausgeblendet: die seit vielen Jahren stagnierenden oder real sogar sinkenden Bruttolöhne und –gehälter –über die die Unternehmer im Prinzip entscheiden. (s. Lügen mit Zahlen, S. 15 ff, 22f, 175f)

Quintessenz und eine politologische Vermutung:

Mit drei bekannten Statistik-Tricks konstruieren viele Medien aus dem Hauptproblem, dass die Arbeitnehmer dank niedriger Löhne an der Wirtschaftsentwicklung nicht teilhaben, das angebliche Problem der wachsenden Abgabenlast und stellen es grafisch übertrieben dar.

Das Gerede von der massiven Last durch Steuern und Sozialabgaben soll neben der Ablenkung von den real fehlenden Lohnerhöhungen wahrscheinlich auch den Druck auf die Parlamente erhöhen. die Abgaben zu senken. In der Folge würden Sozialleistungen und andere staatliche Leistungen gekürzt oder gestrichen, was privaten Anbietern neue Absatzfelder eröffnen würde. Die Privatisierungswelle der letzten beiden Jahrzehnte könnte so immer noch weitergehen.

(vergl. dazu „Lügen mit Zahlen“, S. 21 ff)

Quelle: Mit herzlichen Dank von der Homepage: www.luegen-mit-zahlen.de

Buchempfehlung: Yanis Varoufakis – Der globale Minotaurus

Nichts macht uns menschlicher als eine Aporie – der Zustand massiver Verwirrung, in den wir geraten, wenn unsere Gewissheiten zu Bruch gehen, wenn wir auf einmal in einer Sackgasse stecken, nicht mehr erklären können, was unsere Augen sehen, unsere Finger berühren, unsere Ohren hören. In diesen seltenen Momenten, in denen unsere Vernunft darum ringt, zu begreifen, was die Sinnesorgane ihr melden, lässt unsere Verwirrung uns demütig werden und stellt den so vorbereiteten Geist auf bis dahin unerträgliche Wahrheiten ein. Und wenn die Aporie ihr Netz sehr weit auswirft, sodass sich die ganze Menschheit darin verfängt, wissen wir, dass wir einen besonderen historischen Augenblick erleben. Der September 2008 war ein solcher Augenblick. Der Beginn der Weltwirtschaftskrise.

Globalisierung, Gier und fehlende Bankenregulierung – sie alle wurden für die Krise der Weltwirtschaft verantwortlich gemacht. In Wahrheit sind dies nur Nebenschauplätze eines weit größeren Dramas. Eines Dramas, das in der Weltwirtschaftskrise von 1929 wurzelt und bereits seit den 1970-Jahren auf offener Bühne spielt: als die Welt wider besseres Wissen begann, mit ihrem Geld den “Globalen Minotaurus” Amerika zu nähren – so wie einst die Athener dem mythischen Fabeltier auf Kreta Tribute zollten.
Heute sind die USA, als Stabilisator der Weltwirtschaft, selbst nachhaltig geschwächt, und die Konsequenzen des Machtvakuums zeigen sich allerorten. Sie machen vor allem eines klar: Stabilität in der Weltwirtschaft ist nicht umsonst zu haben; sie erfordert historische Entscheidungen – wie nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Hegemonialstellung Amerikas begann. Statt hektischer Rettungsaktionen mit immer kürzerem Verfallsdatum ist eine grundlegende Debatte über Stabilitätspolitik, ist ein Neuanfang unvermeidlich.

Yanis Varoufakis

Yanis Varoufakis - © Verlag Antje Kunstmann

Yanis Varoufakis, geboren 1961, lehrt als Professor für Wirtschaftswissenschaften und ökonomische Theorie an der Universität Athen. In mehr als 20 Jahren Lehrtätigkeit in England und Australien (u.a. an den Universitäten von Sydney, Glasgow und Cambridge) hat er zahlreiche wissenschaftliche Werke veröffentlicht, u.a. “Foundations of Economics” und “Game Theory: A critical text”. Dies ist sein erstes Buch für ein breiteres Publikum.
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Meine Empfehlung: Kaufen Sie dieses Buch gleich zweimal. Das zweite Buch ist zum verschenken!

Yanis Varoufakis
Der globale Minotaurus
Amerika und die Zukunft der Weltwirtschaft

288 Seiten
Erschienen im Februar 2012
Doris Kunstmann Verlag
ISBN 978-3-88897-754-1

Motivationstipp: Film – DER RUF DER WALE (BIG MIRACLE)

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Mit
Der Ruf der Wale verfilmt Regisseur Ken Kwapis eine wahre Geschichte, die 1988 Schlagzeilen machte. Zur hochkarätigen Besetzung gehören neben Drew Barrymore und John Krasinski auch Kristen Bell, Dermot Mulroney, Tim Blake Nelson und Ted Danson.

Am 7. Oktober 1988, fand der Inuit Roy Ahmaogak drei Grauwale die im Packeis eingeschlossen waren. Das ganze spielte sich in der Beaufort Sea (Alaska) ab. Eine spannende Bergung wurde in Gang gesetzt. Weitere Infos finden Sie hier: BEAUFORT SEA

 

Filminhalt:

Reporter Adam Carlson (John Krasinski) wünscht sich nichts sehnlicher, als dem kleinen Ort im äußersten Norden von Alaska zu entkommen und endlich als „richtiger“ Journalist zu arbeiten. Stattdessen fällt ihm der erhoffte große Knüller direkt in den Schoß: Als das Nordmeer nach dem kurzen Sommer in rasender Geschwindigkeit zufriert, wird eine Familie majestätischer Grauwale vom Eis eingeschlossen. Die hoffnungslose Lage der Tiere erweist sich als weltweites Medienereignis und ruft nicht nur rücksichtlose Reporterkollegen auf den Plan: Bald mischt sich auch ein Öl-Tycoon ein, und schließlich kommt es am Polarkreis sogar zur Konfrontation der amerikanischen und der russischen Regierung, die sich die Rettung der Meeresgiganten auf die Fahnen schreiben. Die größten Probleme bekommt Adam allerdings mit seiner Ex-Freundin Rachel Kramer (Drew Barrymore) – einer sehr kämpferischen Greenpeace-Aktivistin.

Palästinas Botschafter S.E. Salah Abdel Shafi zu Gast in Mannheim

Der Botschafter der Palästinensischen Diplomatischen Mission, S.E. Salah Abdel Shafi, steht nun im Goldenen Buch der Stadt Mannheim. Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz empfing den Botschafter heute gemeinsam mit weiteren städtischen Vertretern.

Deutschland liege ihm sehr am Herzen, betonte S.E. Abdel Shafi. Die beste Zeit seines Lebens habe er in Deutschland verbracht, erzählt er. Der Botschafter hatte in Ostberlin studiert und somit auch den Mauerfall vor Ort mitbekommen. Auch für Palästina und Israel hofft er auf ein baldiges Ende des Konflikts. Dieser Frieden müsse aber zwischen den Menschen geschlossen werden, nicht nur zwischen den Politikern, erklärte der Botschafter. Mannheim sei ein gutes Beispiel dafür, dass Integration und ein friedliches Miteinander funktionieren können.

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Palästina hätten sich in den letzten Jahren deutlich entwickelt, so Botschafter Abdel Shafi. Wirtschaft, Ausbildung und Entwicklungen des Landes konnten somit gefördert werden. Zukünftig wären im Hinblick auf bereits bestehende Städtepartnerschaften in Deutschland auch Dreiecksbeziehungen mit Mannheim durchaus denkbar.

Weiterhin ist eine gemeinsame Veranstaltung des palästinensischen und eventuell auch des israelisches Botschafters mit der jüdischen Gemeinde in Mannheim angedacht. Der Kontakt und Dialog mit den jüdischen Gemeinden sei ihm sehr wichtig betonte S.E. Salah Abdel Shafi.

Weitere Infos zu Palästina finden Sie hier: Palästinensischen Diplomatischen Mission

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Wenn Sie mehr über die Hintergründe des Nahost-Konflikts erfahren wollen, dann sollten Sie sich diesen Film ansehen:

„Gelobtes Land (The Promise)“ von Peter Kosminsky

ARTE-Programminfo: Freitag 20. Juli 2012 – 20.15 Uhr

Die packende Verfilmung „Gelobtes Land“ führt zu den Wurzeln des Nahostkonflikts und erzählt die damalige Rolle der britischen Besatzer. „Gelobtes Land“ erzählt die Geschichte der 18-jährigen Londonerin Erin, die zum ersten Mal nach Israel kommt, und ihres Großvaters Len, der in den 1940er-Jahren als Soldat der britischen Mandatsmacht in Palästina stationiert war.
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Empfehlenswert sind auch die alternativen Reisen von: GREEN OLIVE TOURS

Dr. Ulrich Thielemann über die wichtigste Schlüsselfrage unserer Zeit: Vermögensbestände und Wirtschaftskatastrophe

Dr. Ulrich Thielemann erläutert die wichtigste Schlüsselfrage unserer Zeit aus ehtischer Sicht: Wie schaffen wir es die Vermögensbestände ohne Katastrophe abzubauen?

Das MeM-Memorandum ist eine Initiative von Ulrich Thielemann, Tanja von Egan-Krieger und Sebastian Thieme:

Mit der nach wie vor anhaltenden Finanzkrise sind auch die Wirtschaftswissenschaften in eine tief greifende Krise geraten.

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Das aktuelle Buch von Dr. Ulrich Thielemann:

Falsche Strategie: Wie wir mit Zahlen und Statistiken getäuscht werden!

Douglas Adam hat den Erfolgsroman „Per Anhalter durch die Galaxis” geschrieben. In der Story berechnet der Supercomputer den „Sinn des Lebens“. Monatelang ist er mit der Rechenarbeit beschäftigt. Er kommt zu dem Ergebnis „42“. Douglas Adams Ironie an den Irrglauben, unsere komplexe Welt ist berechenbar, wird heute durch die Wirklichkeit eingeholt. Das aktuelle Beispiel sind Klimamodelle oder das zukünftige Bevölkerungswachstum. Seit letzter Woche ist auch Gerhard Schröder wieder da – mit einer Agenda 2030.

Am 16. März 2006  informierte  Albrecht Müller in seinem Blog:

„Eine neue Volksverblödungswelle überschwemmt das Land. Ausgelöst wurde sie vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung. Von FAZ bis Handelsblatt, von der Stuttgarter Zeitung bis zum heute-journal wird ein neuer Demographie-Tsunamie beschworen. Die Studie ist und enthält Wertungen jenseits jeder Wissenschaftlichkeit.

Wer ist das Berlin-Institut überhaupt und wie wissenschaftlich fundiert sind dessen Studien, dass ein solches Medienecho gerechtfertigt ist?

Der von der “Stuttgarter Zeitung” als “Bevölkerungswissenschaftler” ausgewiesene Dr. Reiner Klingholz ist dies mitnichten. Der 52-jährige ist studierter Chemiker und promovierte über makromolekulare DNS-Strukturen. Später arbeitete er als Wissenschaftsredakteur der “Zeit” und Redaktionsleiter von Geo-Wissen.

Lediglich der einzige (!) wissenschaftliche Mitarbeiter des Instituts, Steffen Kröhnert, befasste sich nach seiner mehrjährigen Berufstätigkeit als Tischler während eines Studiums der Sozialwissenschaften mit dem Thema Bevölkerungswissenschaft.

Offenbar ist das genug wissenschaftliche Reputation, um in den Medien als Kronzeuge für weitere massive Einschnitte in die Rentenversicherung zitiert zu werden.

Das Startkapital des Berlin-Instituts stammt von der weithin unbekannten Falk- und Marlene-Reichenbach-Stiftung. Von Beginn an wird das Institut von der Hewlett Foundation institutionell gefördert. Die William and Flora Hewlett Foundation wurde 1966 von dem schwerreichen US-Unternehmer William Hewlett und seiner Frau Flora gegründet. Die Stiftung gilt mit einem Kapital 6,7 Milliarden Dollar als eine der größten Privatstiftungen der USA.

Mein Eindruck ist: beim Berlin-Institut handelt es sich nicht um eine wissenschaftliche sondern um eine Publicrelations-Einrichtung.

Das Projekt „Die demografische Lage der Nation. Wie zukunftsfähig sind Deutschlands Regionen?“, auf dessen Ergebnissen die aufgeregte Debatte basierte, wurde unterstützt von der Robert Bosch Stiftung , der DKV Deutsche Krankenversicherung und der Software AG Stiftung.“

Die Studie zur Lage der Nation finden Sie hier: STUDIE 2006

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Am 31. Januar 2012 ist ein Beitrag auf dem jdawo-Blog  zu lesen: Demographie und Wirklichkeit – Alterspyramide von 1910 vs. Altersurne 2020:

„… Seit den 60er Jahren wissen wir, dass weniger Kinder geboren werden.“

Bei Frau Poppe ( strategieberatung-blog )  liest sich das am 6. März 2012 so:  „..Seit den 60er Jahren wissen wir, dass weniger Kinder geboren werden ..“

Wenn man weiterliest sind die Texte fast deckungsgleich. Der Text jdawo ist aber etwas länger. Alles „Gutti.?“ Es geht aber um die Inhalte der besagten Statistik. Diese sind  schlicht und ergreifend nich korrekt.

Am 6. März 2012 ist ein Beitrag auf dem  strategieberatung-Blog zu lesen (Verfasser: karinpoppe1): Die Demographie und ihre Folgen für unsere Sozialsysteme

Sie schreibt: „… Verwerfungen gerecht wir, das ist heute ein wichtiges Ziel eines Unternehmers. Seit den 60er Jahren wissen wir, dass weniger Kinder geboren werden.“

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Der Statistiker Prof. Gerd Bosbach dazu:
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Nochmals Albrecht Müller:

„Seit mehr als 10 Jahren läuft die Kampagne zur Teilprivatisierung der Altersvorsorge und das eingesetzte Vehikel – die Warnung vor dem demographischen Wandel, vorm Aussterben, vorm Vergreisen, vorm angeblichen Ende des Generationenvertrages und vorm Konflikt zwischen den Generationen. In Leipzig musste ich erleben, dass erfahrene Chefredakteure, wie jener von GEO, diese Kampagne nicht als solche durchschauen und sogar aktiv mitmachen – guten Glaubens!“